10.09.26
13:58
Reuters
Frankfurt, 10. Sep (Reuters) - Unerwartet hohe US-Erzeugerpreise und ein steigender Ölpreis haben am Donnerstag die Sorgen der Anleger über eine hartnäckige Inflation geschürt und die Wall Street belastet. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 52.216 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,5 Prozent auf 7595 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) fiel um 0,7 Prozent auf 26.060 Punkte.
Die US-Hersteller haben ihre Preise im August im Jahresvergleich um 5,4 Prozent erhöht. Experten hatten mit einem Plus von 5,3 Prozent gerechnet. Händler sehen nun eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent nach zuvor 65 Prozent, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in der kommenden Woche um mindestens 25 Basispunkte anhebt. Am Freitag werden die Daten zu den Verbraucherpreisen erwartet, denen die Fed größere Bedeutung beimisst.
Auch die steigenden Ölpreise schürten die Inflationssorgen der Anleger. Erstmals seit Mai kostete US-Leichtöl WTI wieder mehr als 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für die Nordseesorte Brent hatte diese Marke bereits am Mittwoch überschritten und notierte bei 105,30 Dollar je Barrel. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach Reuters-Informationen im Jemen die Hafenstadt Mokka nahe der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab erobert. Hintergrund ist der seit sechs Monaten andauernde Krieg im Nahen Osten, der den Schiffsverkehr auf den wichtigen Routen durch die Straße von Hormus und das Rote Meer beeinträchtigt.
Bei den Einzelwerten fielen die Aktien von Navan(NAVN.O) auf, die um 22 Prozent abstürzten. Der Spezialist für Geschäftsreisen und Spesenabrechnungen hat mit hohen Kosten zu kämpfen. Dadurch verdoppelte sich der operative Verlust im abgelaufenen Quartal.
Papiere von Macy's(M.N) gaben rund fünf Prozent nach. Der Warenhauskonzern hat dank eines starken Geschäfts seiner gehobenen Ketten Bloomingdale's und Bluemercury zwar seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Für das laufende Quartal müssen sich Anleger wegen gestiegener Sanierungskosten für Filialen aber auf höhere Verluste einstellen.
(Bericht von haruniyaa Lakshmi und Niket Nishant, Anika Ross, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Frankfurt, 10. Sep (Reuters) - Unerwartet hohe US-Erzeugerpreise und ein steigender Ölpreis haben am Donnerstag die Sorgen der Anleger über eine hartnäckige Inflation geschürt und die Wall Street belastet.
Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 52.216 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,5 Prozent auf 7595 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) fiel um 0,7 Prozent auf 26.060 Punkte.
Die US-Hersteller haben ihre Preise im August im Jahresvergleich um 5,4 Prozent erhöht. Experten hatten mit einem Plus von 5,3 Prozent gerechnet. Händler sehen nun eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent nach zuvor 65 Prozent, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in der kommenden Woche um mindestens 25 Basispunkte anhebt. Am Freitag werden die Daten zu den Verbraucherpreisen erwartet, denen die Fed größere Bedeutung beimisst.
Auch die steigenden Ölpreise schürten die Inflationssorgen der Anleger. Erstmals seit Mai kostete US-Leichtöl WTI wieder mehr als 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für die Nordseesorte Brent hatte diese Marke bereits am Mittwoch überschritten und notierte bei 105,30 Dollar je Barrel. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach Reuters-Informationen im Jemen die Hafenstadt Mokka nahe der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab erobert. Hintergrund ist der seit sechs Monaten andauernde Krieg im Nahen Osten, der den Schiffsverkehr auf den wichtigen Routen durch die Straße von Hormus und das Rote Meer beeinträchtigt.
Bei den Einzelwerten fielen die Aktien von Navan(NAVN.O) auf, die um 22 Prozent abstürzten. Der Spezialist für Geschäftsreisen und Spesenabrechnungen hat mit hohen Kosten zu kämpfen. Dadurch verdoppelte sich der operative Verlust im abgelaufenen Quartal.
Papiere von Macy's(M.N) gaben rund fünf Prozent nach. Der Warenhauskonzern hat dank eines starken Geschäfts seiner gehobenen Ketten Bloomingdale's und Bluemercury zwar seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Für das laufende Quartal müssen sich Anleger wegen gestiegener Sanierungskosten für Filialen aber auf höhere Verluste einstellen.
(Bericht von haruniyaa Lakshmi und Niket Nishant, Anika Ross, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder (für Unternehmen und Märkte).)