10.09.26
11:46
Reuters
Frankfurt, 10. Sep (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
13.30 Uhr - Aktien von American Eagle Outfitters(AEO.N) stürzen nach einem mauen Ausblick im vorbörslichen US-Handel um rund zwölf Prozent ab. Der Modekonzern hat für das Quartal stagnierende Bruttomargen prognostiziert. Dies deutet Experten zufolge darauf hin, dass Rabatte zum Abbau von Überbeständen sowie eine schwache Nachfrage bei der gleichnamigen Marke den Gewinn belasten könnten. "American Eagle tut sich weiterhin schwer, was unserer Meinung nach an einer wenig klaren Markenbotschaft und diffusen Merchandising-Strategien liegt", sagt Patrick Ricciardi, Analyst bei Third Bridge. Das Unternehmen bleibe hinter Marken wie Levi's und Abercrombie(ANF.N) zurück.
Der Bekleidungshändler behielt am Mittwoch zudem seine Prognose für den flächenbereinigten Jahresumsatz bei, obwohl er für das zweite Quartal einen höher als erwarteten Umsatz vermeldete.
13.15 Uhr - Im Vorfeld der Sitzung der Europäischen Zentralbank ziehen die Renditen von Staatsanleihen der Euro-Zone weiter an. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe(DE10YT=RR) markiert mit 3,451 Prozent den höchsten Stand seit April 2011. Angetrieben werden die Zinserwartungen von den neuen Eskalationen im Nahost-Krieg und den stark gestiegenen Energiepreisen.
13.03 Uhr - Gewinnmitnahmen bereiten dem Höhenflug des Kupferpreises(CMCU3) ein vorläufiges Ende. Das Industriemetall verbilligt sich am Donnerstagmittag an der Londoner Börse um 2,2 Prozent auf 14.440 Dollar je Tonne, nachdem es zuvor mit 14.875 Dollar den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch markiert hatte. Wegen Spekulationen auf Einfuhrzölle fließt Kupfer derzeit verstärkt in die USA, wodurch sich das Angebot in anderen Regionen verknappt. Es sei aber unklar, ob die dort aufgebauten Lagerbestände dem Weltmarkt dauerhaft entzogen würden oder bei einem US-Verzicht auf Zölle dorthin zurückflössen, sagt Ole Hansen, Chef-Anlagestratege für Rohstoffe bei der Saxo Bank. Aufgrund dieser Unsicherheit müsse mit größeren Kursschwankungen gerechnet werden.
12.20 Uhr - Höhere Kosten überschatten das überraschend starke Wachstum von Navan(NAVN.O). Die Aktien des Spezialisten für Geschäftsreisen und Spesenabrechnungen brechen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 15 Prozent ein. Die Ausgaben stiegen den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal um knapp die Hälfte auf rund 200 Millionen Dollar. Dadurch verdoppelte sich der operative Verlust auf 25,6 Millionen Dollar. Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit höheren Provisionszahlungen und Investitionen in neue KI-Funktionen. Der Umsatz wuchs um 35 Prozent und übertraf mit etwa 233 Millionen Dollar die Analystenprognosen.
11.05 Uhr - Die Furcht vor Versorgungsengpässen im kommenden Winter hält die Gaspreise hoch. Der europäische Erdgas-Future(TRNLTTFMc1) notiert mit 80,29 Euro je Megawattstunde nur knapp unter seinem Dreieinhalb-Jahres-Hoch vom Mittwoch. Die europäischen Gasspeicher sind aktuell nur zu etwa 67 Prozent gefüllt. Im langjährigen Durchschnitt liegt die Quote zu diesem Zeitpunkt bei 84 Prozent. Neben den Kämpfen in Nahost treiben die Angriffe der Ukraine auf russische Erdgas-Anlagen die Preise. Die Bundesregierung hat zuletzt wiederholt erklärt, die Gasversorgung im Winter sei gesichert.
10.15 Uhr - Ein Gewinnanstieg ermuntert Anleger zum Einstieg bei D'Ieteren(IETB.BR). Die Aktien der Beteiligungsgesellschaft steigen in Brüssel um 6,3 Prozent und steuern auf den größten Tagesgewinn seit einem halben Jahr zu. Dank geringerer Finanzaufwendungen wuchs der Konzernüberschuss im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent. Dies wirkte sich vor allem bei der Tochter Belron positiv aus, die ihre Dienste unter dem Markennamen Carglass anbietet. Hier stieg der Gewinn um fast 29 Prozent. Das Ergebnis der Automobilsparte brach dagegen um zwei Drittel ein. D'Ieteren ist der offizielle Vertriebspartner für Fahrzeuge des kriselnden Volkswagen(VOWG_p.DE)-Konzerns in Belgien.
07.38 Uhr - Die wieder aufgeflammten Kämpfe in der Straße von Hormus verteuern Rohöl erneut. Der Preis für die Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee steigt am Donnerstag um 0,7 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 101,94 Dollar je Barrel. "Die gegenseitigen Angriffe deuten darauf hin, dass die Öllieferungen aus dem Persischen Golf auf absehbare Zeit beeinträchtigt werden", sagt Analyst Daniel Hynes von der ANZ Bank.
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10.09.26
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