10.09.26
03:31
Reuters
Singapur/Tokio/Hongkong/Shanghai, 10. Sep (Reuters) - D ie Furcht vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts und ein damit verbundener Anstieg der Ölpreise haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag belastet. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,8 Prozent auf 64.597,46 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,3 Prozent niedriger bei 4.032,89 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,1 Prozent auf 3.946,28 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,2 Prozent auf 4.564,87 Punkte.
Auslöser für die Zurückhaltung waren geopolitische Spannungen, nachdem der Iran zehn Schiffe nahe der Straße von Hormus angegriffen und die USA fünf iranische Öltanker versenkt hatten. Zudem schürten Äußerungen aus der japanischen Notenbank (BOJ) die Erwartung rascher Zinserhöhungen. "Für den japanischen Aktienmarkt insgesamt wirken der Anstieg der Rohölpreise und der Zinsen als Bremsklotz", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Zu den Verlierern in Tokio zählte Nintendo(7974.T) mit einem Minus von 5,8 Prozent. Auch die Kabelhersteller Fujikura(5803.T) und Furukawa Electric(5801.T) gaben deutlich nach. Gefragt waren hingegen Banken(.IBNKS.T) und Wertpapierfirmen(.ISECU.T), die von höheren Zinsen profitieren, sowie der Öl- und Kohlesektor(.IPETE.T).
In China sorgte der Rückzug der Schweizer Großbank UBS(UBSG.S) aus einem Teil ihres Geschäfts für Aufsehen. Das Institut teilte mit, seine 2022 gegründete Fondsvertriebseinheit in Shenzhen Ende September zu schließen, da sie sich in einem hart umkämpften Markt nicht behaupten konnte. Übergeordnet blickten Investoren nervös auf die anstehenden US-Inflationsdaten, die den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed mitbestimmen dürften. "Der Anleihemarkt steht unter Druck, da die Ölpreise die Inflationsängste neu entfachen", erklärte Prashant Newnaha, Stratege bei TD Securities. Agrarrohstoffe brächen ebenfalls aus und dürften die Verbraucherpreise in den kommenden Monaten weiter in die Höhe treiben.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 153,51 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7080 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8090 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) im Vorfeld der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) fast unverändert bei 1,1636 Dollar und zog leicht auf 0,9414 Franken(EURCHF=) an. Der Yen profitierte zuletzt von der Erwartung, dass die Bank of Japan in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird, um der Inflation entgegenzuwirken.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee am Donnerstag zwar um 0,2 Prozent auf 101,03 Dollar je Barrel (159 Liter), hielt sich damit aber weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent fester bei 96,22 Dollar. Die Sorge vor globalen Versorgungsengpässen durch die Ausweitung des Nahost-Konflikts, der nun auch Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen im Jemen umfasst, stützt die Preise auf hohem Niveau.
Wall Street
Die Vorgaben aus den USA fielen negativ aus, nachdem die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen in die Nähe ihres Höchststands von 2023 geklettert waren. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 52.380,66 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,5 Prozent auf 7.636,36 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,6 Prozent auf 26.253,34 Stellen nach. Ein enttäuschender Anleiherückkauf des US-Finanzministeriums hatte die Stimmung an der Wall Street zusätzlich gedrückt.
(Bericht von Ankur Banerjee, Selena Li, Samuel Shen und Kevin Buckland, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.09.26
03:31
Reuters
Singapur/Tokio/Hongkong/Shanghai, 10. Sep (Reuters) - D ie Furcht vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts und ein damit verbundener Anstieg der Ölpreise haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag belastet. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,8 Prozent auf 64.597,46 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,3 Prozent niedriger bei 4.032,89 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,1 Prozent auf 3.946,28 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,2 Prozent auf 4.564,87 Punkte.
Auslöser für die Zurückhaltung waren geopolitische Spannungen, nachdem der Iran zehn Schiffe nahe der Straße von Hormus angegriffen und die USA fünf iranische Öltanker versenkt hatten. Zudem schürten Äußerungen aus der japanischen Notenbank (BOJ) die Erwartung rascher Zinserhöhungen. "Für den japanischen Aktienmarkt insgesamt wirken der Anstieg der Rohölpreise und der Zinsen als Bremsklotz", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Zu den Verlierern in Tokio zählte Nintendo(7974.T) mit einem Minus von 5,8 Prozent. Auch die Kabelhersteller Fujikura(5803.T) und Furukawa Electric(5801.T) gaben deutlich nach. Gefragt waren hingegen Banken(.IBNKS.T) und Wertpapierfirmen(.ISECU.T), die von höheren Zinsen profitieren, sowie der Öl- und Kohlesektor(.IPETE.T).
In China sorgte der Rückzug der Schweizer Großbank UBS(UBSG.S) aus einem Teil ihres Geschäfts für Aufsehen. Das Institut teilte mit, seine 2022 gegründete Fondsvertriebseinheit in Shenzhen Ende September zu schließen, da sie sich in einem hart umkämpften Markt nicht behaupten konnte. Übergeordnet blickten Investoren nervös auf die anstehenden US-Inflationsdaten, die den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed mitbestimmen dürften. "Der Anleihemarkt steht unter Druck, da die Ölpreise die Inflationsängste neu entfachen", erklärte Prashant Newnaha, Stratege bei TD Securities. Agrarrohstoffe brächen ebenfalls aus und dürften die Verbraucherpreise in den kommenden Monaten weiter in die Höhe treiben.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 153,51 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7080 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8090 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) im Vorfeld der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) fast unverändert bei 1,1636 Dollar und zog leicht auf 0,9414 Franken(EURCHF=) an. Der Yen profitierte zuletzt von der Erwartung, dass die Bank of Japan in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird, um der Inflation entgegenzuwirken.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee am Donnerstag zwar um 0,2 Prozent auf 101,03 Dollar je Barrel (159 Liter), hielt sich damit aber weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent fester bei 96,22 Dollar. Die Sorge vor globalen Versorgungsengpässen durch die Ausweitung des Nahost-Konflikts, der nun auch Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen im Jemen umfasst, stützt die Preise auf hohem Niveau.
Wall Street
Die Vorgaben aus den USA fielen negativ aus, nachdem die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen in die Nähe ihres Höchststands von 2023 geklettert waren. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 52.380,66 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,5 Prozent auf 7.636,36 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,6 Prozent auf 26.253,34 Stellen nach. Ein enttäuschender Anleiherückkauf des US-Finanzministeriums hatte die Stimmung an der Wall Street zusätzlich gedrückt.
(Bericht von Ankur Banerjee, Selena Li, Samuel Shen und Kevin Buckland, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |