09.09.26
14:56
Reuters
Frankfurt, 09. Sep (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.45 Uhr - Die Pläne der EU-Kommission für schärfere Regeln bei der Vermietung von Ferienwohnungen verschrecken Airbnb(ABNB.O)-Anleger. Die Papiere des Online-Portals fallen zeitweise um rund drei Prozent, nachdem die Brüsseler Behörde Regeln vorgeschlagen hat, um der Wohnungsknappheit in Tourismus-Hochburgen entgegenzuwirken. Ziel ist auch, die Vorschriften in ganz Europa zu vereinheitlichen. Airbnb kritisierte die Pläne. Man müsse sich darauf konzentrieren, wo der Mangel tatsächlich liege und dies sei "beim Bau, bei der Renovierung und bei den leerstehenden Wohnungen, die es heute in ganz Europa gibt", hieß es in einem Blog-Beitrag von George Mavros, dem Leiter für Regierungsangelegenheiten bei Airbnb in der EU.
15.20 Uhr - Ein Medienbericht über einen möglichen Ausstieg aus einem milliardenschweren Joint Venture mit Saudi Aramco(2222.SE) treibt die Aktie des US-Chemiekonzerns Dow(DOW.N) an. Die Papiere legen vor US-Börsenstart gut drei Prozent zu. Dow erwäge einen Ausstieg aus dem 20 Milliarden Dollar schweren Gemeinschaftsunternehmen Sadara Chemical, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Schritt sei Teil der Neuausrichtung des Portfolios angesichts eines anhaltenden Branchenabschwungs. Dem Bericht zufolge könnte Saudi Aramco die Beteiligung von Dow übernehmen. Es seien jedoch noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden. Stellungnahmen der Unternehmen lagen zunächst nicht vor.
13.55 Uhr - Anleger wischen Sicherheitsbedenken beiseite und greifen nach dem Start eines neuen KI-Agenten bei Meta(META.O) zu. Die Titel steigen vor US-Börsenstart um rund fünf Prozent, nachdem der Facebook-Mutterkonzern am Vortag seinen lange angekündigten KI-Assistenten "Muse" eingeführt hat, der im Auftrag von Nutzern E-Mails versenden, ein Auto verkaufen und Reisen buchen kann. Meta hatte die Veröffentlichung nach eigenen Angaben im April verschoben, um den Dienst sicherer zu machen. Die weitreichenden Befugnisse und der Zugriff auf persönliche Daten erhöhen das Sicherheitsrisiko. Der Agent soll zunächst nur in den USA über eine eigene App und den Messenger-Dienst WhatsApp verfügbar sein. Eine Basisversion ist Firmenangaben zufolge kostenlos; für eine intensivere Nutzung werden Abonnements für 20 und 100 Dollar pro Monat angeboten.
10.30 Uhr - Anleger reagieren enttäuscht auf die operative Gewinnentwicklung bei Inditex(ITX.MC). Die Aktien der Zara-Muttergesellschaft geben um bis zu 4,8 Prozent nach. Das operative Ergebnis (Ebit) im zweiten Quartal lag mit 2,09 Milliarden Euro etwa drei Prozent unter den Konsensschätzungen der Deutschen Bank. Das Quartal sei durchwachsen verlaufen, schreiben die Analysten des Geldhauses. Trotz robuster Umsätze sei ein steigender Kostendruck zu erkennen. JP Morgan zufolge stieg die Betriebskostenquote im Jahresvergleich um 20 Basispunkte.
10.05 Uhr - Aktien von Beiersdorf(BEIG.DE) fallen nach einem negativen Analystenkommentar um bis zu 2,8 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank stuften die Titel des Nivea-Herstellers auf "Verkaufen" von "Halten" herab und begründeten dies mit einer schwachen Wettbewerbsposition des Konzerns. Beiersdorf stehe angesichts des Wachstums kleinerer Kosmetikmarken und der globalen Expansion chinesischer Wettbewerber unter Druck.
09.20 Uhr - Brent-Öl kostet erstmals seit Mitte Juli wieder mehr als 100 Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte (LCOc1) verteuert sich um 2,2 Prozent auf 100,07 Dollar. Die US-Sorte WTI(Clc1) legt um 1,8 Prozent auf 94,73 Dollar zu. Marktteilnehmer befürchten wegen der eskalierenden Angriffe im Nahen Osten eine Unterbrechung der Öllieferungen aus der Region. Seit Anfang August sind die Ölpreise um rund ein Viertel gestiegen.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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09.09.26
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