09.09.26
03:15
Reuters
Tokio/Peking, 09. Sep (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch trotz der eskalierenden Lage im Nahen Osten robust gezeigt. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,4 Prozent auf 65.495,23 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,3 Prozent höher bei 4.063,61 Zählern. Auch in China griffen die Anleger zu: Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,3 Prozent auf 3.953,13 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,3 Prozent auf 4.571,03 Punkte.
In Japan verdrängte die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) die Sorgen über den sich ausweitenden Krieg im Nahen Osten. Ein milliardenschwerer Glasfaser-Deal zwischen den US-Konzernen Verizon(VZ.N) und Corning(GLW.N) beflügelte heimische Kabelhersteller. "Halbleiter- und KI-bezogene Aktien entwickeln sich stark und leisten einen positiven Beitrag zum Nikkei", erklärte Maki Sawada, Strategin bei Nomura Securities. Zu den größten Gewinnern zählte Furukawa Electric(5801.T) mit einem Plus von 13,2 Prozent. Auf der Verliererseite standen hingegen Pharmawerte wie Kyowa Kirin(4151.T) und Sumitomo Pharma(4506.T) mit Abschlägen von jeweils rund fünf Prozent.
In China rückten derweil die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die heimische Wirtschaft in den Fokus. Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien sowie US-Schläge gegen iranische Öltanker trieben die Energiekosten in die Höhe, was die Inflation im August anheizte. Die Erzeugerpreise stiegen um 3,8 Prozent, die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent. "Höhere internationale Rohöl- und Buntmetallpreise haben die Preise in den entsprechenden Branchen in China in die Höhe getrieben", sagte Dong Lijuan, Statistikerin beim Nationalen Statistikamt. Die schwache Binnennachfrage dämpfte jedoch einen breiteren Preisauftrieb.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel profitierte der Yen von Spekulationen auf baldige Zinserhöhungen der japanischen Notenbank. Der Dollar verlor 0,3 Prozent auf 153,55 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7083 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8093 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) im Vorfeld der anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) fast unverändert bei 1,1628 Dollar und zog leicht auf 0,9410 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt schürte die militärische Eskalation zwischen den USA, dem Iran und dessen Verbündeten massive Angebotssorgen. "Die jüngsten Entwicklungen bestärken uns in der Ansicht, dass wir von einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche noch weit entfernt sind", schrieben die Analysten der Bank ING. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 99,40 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,4 Prozent fester bei 94,35 Dollar.
Wall Street
An der Wall Street hatten Inflationssorgen und die geopolitischen Spannungen die Anleger bereits am Vortag in die Flucht geschlagen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Dienstag mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 52.786,07 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,6 Prozent auf 7.673,52 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,3 Prozent auf 26.421,41 Stellen nach.
(Bericht von Kevin Buckland, Rocky Swift, Qiaoyi Li und Liz Lee, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Tokio/Peking, 09. Sep (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch trotz der eskalierenden Lage im Nahen Osten robust gezeigt. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,4 Prozent auf 65.495,23 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,3 Prozent höher bei 4.063,61 Zählern. Auch in China griffen die Anleger zu: Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,3 Prozent auf 3.953,13 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,3 Prozent auf 4.571,03 Punkte.
In Japan verdrängte die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) die Sorgen über den sich ausweitenden Krieg im Nahen Osten. Ein milliardenschwerer Glasfaser-Deal zwischen den US-Konzernen Verizon(VZ.N) und Corning(GLW.N) beflügelte heimische Kabelhersteller. "Halbleiter- und KI-bezogene Aktien entwickeln sich stark und leisten einen positiven Beitrag zum Nikkei", erklärte Maki Sawada, Strategin bei Nomura Securities. Zu den größten Gewinnern zählte Furukawa Electric(5801.T) mit einem Plus von 13,2 Prozent. Auf der Verliererseite standen hingegen Pharmawerte wie Kyowa Kirin(4151.T) und Sumitomo Pharma(4506.T) mit Abschlägen von jeweils rund fünf Prozent.
In China rückten derweil die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die heimische Wirtschaft in den Fokus. Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien sowie US-Schläge gegen iranische Öltanker trieben die Energiekosten in die Höhe, was die Inflation im August anheizte. Die Erzeugerpreise stiegen um 3,8 Prozent, die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent. "Höhere internationale Rohöl- und Buntmetallpreise haben die Preise in den entsprechenden Branchen in China in die Höhe getrieben", sagte Dong Lijuan, Statistikerin beim Nationalen Statistikamt. Die schwache Binnennachfrage dämpfte jedoch einen breiteren Preisauftrieb.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel profitierte der Yen von Spekulationen auf baldige Zinserhöhungen der japanischen Notenbank. Der Dollar verlor 0,3 Prozent auf 153,55 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7083 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8093 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) im Vorfeld der anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) fast unverändert bei 1,1628 Dollar und zog leicht auf 0,9410 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt schürte die militärische Eskalation zwischen den USA, dem Iran und dessen Verbündeten massive Angebotssorgen. "Die jüngsten Entwicklungen bestärken uns in der Ansicht, dass wir von einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche noch weit entfernt sind", schrieben die Analysten der Bank ING. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 99,40 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,4 Prozent fester bei 94,35 Dollar.
Wall Street
An der Wall Street hatten Inflationssorgen und die geopolitischen Spannungen die Anleger bereits am Vortag in die Flucht geschlagen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Dienstag mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 52.786,07 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,6 Prozent auf 7.673,52 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,3 Prozent auf 26.421,41 Stellen nach.
(Bericht von Kevin Buckland, Rocky Swift, Qiaoyi Li und Liz Lee, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)