07.09.26
17:01
Reuters
Frankfurt, 07. Sep (Reuters) - Ein Datenleck in der Berliner Verwaltung hat Analysten zufolge der Aktie des IT-Sicherheitsspezialisten Secunet(YSNG.DE) zu einem Kurssprung verholfen. Das Papier verteuerte sich zeitweise um mehr als 16 Prozent auf bis zu 210 Euro. Hintergrund sei ein Datenleck bei der Berliner Verwaltung, das Sicherheitsdefizite sowie den strukturellen Bedarf an SINA verdeutliche, erklärte Berenberg-Analyst Andreas Wolf. SINA ist nach Unternehmensangaben die Sicherheitsinfrastruktur von Secunet für die verschlüsselte Kommunikation und Verarbeitung von Verschlusssachen in Behörden.
"Der Vorfall legt die operativen Risiken offen, die mit verzögerten Modernisierungen der Cybersicherheit in deutschen Landes- und Kommunalverwaltungen verbunden sind", sagte der Experte. Als Folge dürften die Modernisierung der IT im öffentlichen Sektor sowie die Einführung von SINA beschleunigt werden. Dies stütze die Kaufempfehlung für die Aktie.
Der Datensicherheitsanbieter Secunet profitiere von dem Sicherheitsvorfall bei der Berliner Verwaltung, konstatierte auch Andreas Lipkow, Analyst bei CMC Markets. "Das Unternehmen hatte in jüngster Zeit bereits mit einem vollen Auftragsbestand und guten Perspektiven aus dem Bereich der staatlichen IT-Auftragsvergabe glänzen können."
Medienberichten zufolge geht aus internen Sitzungsprotokollen der Verwaltung vom Februar 2026 hervor, dass der Schutz digitaler Verschlusssachen in der Berliner Verwaltung beeinträchtigt war, weil die Infrastruktur der Secure Inter-Network Architecture (SINA) nicht eingeführt worden war, wie es in einer Mitteilung der Berenberg Bank hieß. Infolgedessen seien als vertraulich eingestufte Dokumente weiterhin auf gewöhnlichen Verwaltungsservern gespeichert worden. Zu den kompromittierten Dateien hätten sensible personenbezogene Daten, interne Passwörter und Notfallpläne gehört.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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07.09.26
17:01
Reuters
Frankfurt, 07. Sep (Reuters) - Ein Datenleck in der Berliner Verwaltung hat Analysten zufolge der Aktie des IT-Sicherheitsspezialisten Secunet(YSNG.DE) zu einem Kurssprung verholfen. Das Papier verteuerte sich zeitweise um mehr als 16 Prozent auf bis zu 210 Euro. Hintergrund sei ein Datenleck bei der Berliner Verwaltung, das Sicherheitsdefizite sowie den strukturellen Bedarf an SINA verdeutliche, erklärte Berenberg-Analyst Andreas Wolf. SINA ist nach Unternehmensangaben die Sicherheitsinfrastruktur von Secunet für die verschlüsselte Kommunikation und Verarbeitung von Verschlusssachen in Behörden.
"Der Vorfall legt die operativen Risiken offen, die mit verzögerten Modernisierungen der Cybersicherheit in deutschen Landes- und Kommunalverwaltungen verbunden sind", sagte der Experte. Als Folge dürften die Modernisierung der IT im öffentlichen Sektor sowie die Einführung von SINA beschleunigt werden. Dies stütze die Kaufempfehlung für die Aktie.
Der Datensicherheitsanbieter Secunet profitiere von dem Sicherheitsvorfall bei der Berliner Verwaltung, konstatierte auch Andreas Lipkow, Analyst bei CMC Markets. "Das Unternehmen hatte in jüngster Zeit bereits mit einem vollen Auftragsbestand und guten Perspektiven aus dem Bereich der staatlichen IT-Auftragsvergabe glänzen können."
Medienberichten zufolge geht aus internen Sitzungsprotokollen der Verwaltung vom Februar 2026 hervor, dass der Schutz digitaler Verschlusssachen in der Berliner Verwaltung beeinträchtigt war, weil die Infrastruktur der Secure Inter-Network Architecture (SINA) nicht eingeführt worden war, wie es in einer Mitteilung der Berenberg Bank hieß. Infolgedessen seien als vertraulich eingestufte Dokumente weiterhin auf gewöhnlichen Verwaltungsservern gespeichert worden. Zu den kompromittierten Dateien hätten sensible personenbezogene Daten, interne Passwörter und Notfallpläne gehört.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)