07.09.26
03:01
Reuters
Sydney/Tokio/Seoul, 07. Sep (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag dank starker Vorgaben aus dem US-Technologiesektor und robuster US-Arbeitsmarktdaten mehrheitlich zugelegt. Die japanische Börse tendierte fester: In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 2,2 Prozent auf 66.460,11 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent höher bei 4.128,53 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) blieb dagegen fast unverändert bei 3.928,30 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,3 Prozent auf 4.562,33 Punkte.
Angetrieben wurden die Kurse in Asien vor allem von Halbleiterwerten, die der starken Entwicklung an der Wall Street folgten. Zu den Gewinnern in Japan zählten die Chipausrüster Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T), die um jeweils mehr als vier Prozent nach oben sprangen. Der Speicherhersteller Kioxia(285A.T) gewann 6,8 Prozent. "Da US-Finanzminister Scott Bessent anscheinend die Anleiherenditen dämpft und den Fall des Yen stoppt, ist die Volatilität am Markt gesunken", sagte Mamoru Shimode, Chefstratege bei Resona Asset Management. "Das hat es Aktienanlegern erleichtert, in den Risk-on-Modus zu wechseln." Zu den Verlierern gehörten hingegen japanische Banken wie die Mitsubishi UFJ Financial Group(8306.T), die mehr als ein Prozent abgaben, sowie Sony(6758.T) mit einem Minus von zwei Prozent.
Für Erleichterung sorgte zudem der jüngste US-Arbeitsmarktbericht, der die Sorgen vor einer globalen Rezession linderte. In Südkorea profitierten Schwergewichte wie Samsung Electronics(005930.KS) und SK Hynix(000660.KS) mit Aufschlägen von 3,7 und 6,0 Prozent von der weltweiten Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI). Unterdessen zeigten offizielle Daten, dass Japans Währungsreserven im August nach massiven Interventionen zur Stützung des Yen einen Rekordrückgang verzeichneten. Tokio hatte fast 100 Milliarden Dollar ausgegeben, um die heimische Währung von ihrem 40-Jahres-Tief zu holen. Dies stabilisierte den Markt zusätzlich und gab exportorientierten Unternehmen Planungssicherheit.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 156,21 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7123 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8108 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1608 Dollar und zog leicht auf 0,9411 Franken(EURCHF=) an. Der südkoreanische Won(KRW=KFTC) erreichte derweil den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, angetrieben von Dollar-Verkäufen großer Exporteure. Der Yen blieb nach den massiven Stützungskäufen der japanischen Regierung im August, die zu dem historischen Rückgang der Währungsreserven führten, vergleichsweise stabil.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 96,93 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent fester bei 92,14 Dollar. Die Preise wurden von geopolitischen Spannungen im Nahen Osten angetrieben, nachdem sich die USA und der Iran gegenseitige Angriffe auf Schiffe im Golf geliefert hatten. Teheran kündigte zudem an, in den kommenden Tagen eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus einzurichten. Diese inflationären Impulse schüren am Markt die Erwartung, dass die Zentralbanken die Zinsen weiter anheben könnten.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 53.414,25 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,4 Prozent auf 7.718,60 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,3 Prozent auf 26.506,99 Stellen nach. Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht hatte zum Wochenschluss die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in diesem Monat anhebt, was die breiten Aktienkurse belastete. Lediglich der Halbleiterindex(.SOX) stach mit einem Plus von 3,4 Prozent positiv hervor. Am Montag fand in den USA feiertagsbedingt kein Handel statt.
(Bericht von Wayne Cole, Junko Fujita, Jihoon Lee und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Sydney/Tokio/Seoul, 07. Sep (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag dank starker Vorgaben aus dem US-Technologiesektor und robuster US-Arbeitsmarktdaten mehrheitlich zugelegt. Die japanische Börse tendierte fester: In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 2,2 Prozent auf 66.460,11 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent höher bei 4.128,53 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) blieb dagegen fast unverändert bei 3.928,30 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,3 Prozent auf 4.562,33 Punkte.
Angetrieben wurden die Kurse in Asien vor allem von Halbleiterwerten, die der starken Entwicklung an der Wall Street folgten. Zu den Gewinnern in Japan zählten die Chipausrüster Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T), die um jeweils mehr als vier Prozent nach oben sprangen. Der Speicherhersteller Kioxia(285A.T) gewann 6,8 Prozent. "Da US-Finanzminister Scott Bessent anscheinend die Anleiherenditen dämpft und den Fall des Yen stoppt, ist die Volatilität am Markt gesunken", sagte Mamoru Shimode, Chefstratege bei Resona Asset Management. "Das hat es Aktienanlegern erleichtert, in den Risk-on-Modus zu wechseln." Zu den Verlierern gehörten hingegen japanische Banken wie die Mitsubishi UFJ Financial Group(8306.T), die mehr als ein Prozent abgaben, sowie Sony(6758.T) mit einem Minus von zwei Prozent.
Für Erleichterung sorgte zudem der jüngste US-Arbeitsmarktbericht, der die Sorgen vor einer globalen Rezession linderte. In Südkorea profitierten Schwergewichte wie Samsung Electronics(005930.KS) und SK Hynix(000660.KS) mit Aufschlägen von 3,7 und 6,0 Prozent von der weltweiten Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI). Unterdessen zeigten offizielle Daten, dass Japans Währungsreserven im August nach massiven Interventionen zur Stützung des Yen einen Rekordrückgang verzeichneten. Tokio hatte fast 100 Milliarden Dollar ausgegeben, um die heimische Währung von ihrem 40-Jahres-Tief zu holen. Dies stabilisierte den Markt zusätzlich und gab exportorientierten Unternehmen Planungssicherheit.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 156,21 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7123 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8108 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1608 Dollar und zog leicht auf 0,9411 Franken(EURCHF=) an. Der südkoreanische Won(KRW=KFTC) erreichte derweil den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, angetrieben von Dollar-Verkäufen großer Exporteure. Der Yen blieb nach den massiven Stützungskäufen der japanischen Regierung im August, die zu dem historischen Rückgang der Währungsreserven führten, vergleichsweise stabil.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 96,93 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent fester bei 92,14 Dollar. Die Preise wurden von geopolitischen Spannungen im Nahen Osten angetrieben, nachdem sich die USA und der Iran gegenseitige Angriffe auf Schiffe im Golf geliefert hatten. Teheran kündigte zudem an, in den kommenden Tagen eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus einzurichten. Diese inflationären Impulse schüren am Markt die Erwartung, dass die Zentralbanken die Zinsen weiter anheben könnten.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 53.414,25 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,4 Prozent auf 7.718,60 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,3 Prozent auf 26.506,99 Stellen nach. Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht hatte zum Wochenschluss die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in diesem Monat anhebt, was die breiten Aktienkurse belastete. Lediglich der Halbleiterindex(.SOX) stach mit einem Plus von 3,4 Prozent positiv hervor. Am Montag fand in den USA feiertagsbedingt kein Handel statt.
(Bericht von Wayne Cole, Junko Fujita, Jihoon Lee und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)