04.09.26
17:25
Reuters
| * US-Indizes schwächer |
| * Stellenaufbau stärker als erwartet |
| * Wetten auf Zinserhöhung der Fed nehmen zu |
| * Lululemon vergrault Anleger mit Prognosesenkung |
| (Neu: Fokus auf USA) |
| Frankfurt, 04. Sep (Reuters) - Ein starker |
| US-Arbeitsmarktbericht hat das Thema Zinserhöhungen am Freitag |
| in den Vordergrund gerückt und die Anleger an der Wall Street |
| vorsichtig gestimmt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte |
| gab bis zum Mittag 0,5 Prozent auf 53.414 Punkte nach. Der |
| breiter gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,3 Prozent auf 7720 |
| Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) fiel um 0,3 |
| Prozent auf 26.503 Punkte. Die Investoren hielten sich vor dem |
| langen Wochenende insgesamt mit Engagements zurück: Am Montag |
| bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen. |
Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Regierungsbericht hervorgeht, entstanden unter dem Strich 162.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, Experten hatten nur mit 56.000 Jobs gerechnet. Die robusten Daten seien ein zweischneidiges Schwert, sagte IG-Marktexperte Salah-Eddine Bouhmidi. "Sie sprechen einerseits für eine widerstandsfähige US-Konjunktur, könnten andererseits aber den Inflationsdruck erhöhen und der US-Notenbank weitere Argumente für eine Zinserhöhung liefern."
An den Terminmärkten nahmen die Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank in diesem Monat nach den Daten zu. Händler taxierten die Wahrscheinlichkeit dafür auf 65 Prozent von zuvor 55 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen(US10YT=) zog daraufhin an, auch der Dollar-Index(.DXY) legte zu. Der Goldpreis ging auf Talfahrt. Die Feinunze(XAU=) kostete mit 4364 Dollar zeitweise bis zu 2,4 Prozent weniger.
"Die Daten in diesem Bericht sind offensichtlich sehr schwankungsanfällig, aber das bedeutet, dass der Fokus der Fed derzeit auf der Inflation liegen wird", sagte Josh Stevens, Investmentexperte bei Cresalta Investment Management. Die unmittelbare Reaktion der Märkte sei reflexartig, sagte Thomas Hayes, Chef von Great Hill Capital. "Die Anleger handeln erst und stellen dann Fragen." US-Präsident Donald Trump forderte unterdessen auf seiner Plattform "Truth Social" eine Senkung der Zinsen. Die US-Notenbank Federal Reserve soll für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen. Sie hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.
Besonders unter Druck gerieten Aktien aus dem Konsumgüterbereich(.SPLRCD), der um 1,8 Prozent nachgab. Gegen den Trend legten die Papiere von Halbleiterherstellern zu. Der Branchenindex PHLX(.SOX) stieg um drei Prozent und beendete damit eine zweiwöchige Verlustserie. Bei den Einzelwerten brach die Aktie des Sportmodeherstellers Lululemon(LULU.O) um fast 18 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn deutlich gesenkt hatte. Lululemon rechnet nun für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatzrückgang von fünf bis sieben Prozent.
Bei den Anlegern kam die Nachricht über den geplanten Führungswechsel bei Adobe(ADBE.O) ebenfalls nicht gut an. Die Aktien des Softwareanbieters sackten um mehr als sechs Prozent ab. Anil Chakravarthy löst zum 1. Dezember Konzernchef Shantanu Narayen ab, der das Unternehmen seit 2007 leitet.
Auf den Verkaufslisten standen zudem die Aktien von US-Kreditauskunfteien. Der für das Wohnungswesen zuständige Behördenchef Bill Pulte hatte die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac angewiesen, allen Kreditgebern die Nutzung des konkurrierenden Bewertungssystems VantageScore zu gestatten. Dies erhöht den Wettbewerbsdruck auf die etablierten Anbieter. Aktien von Fair Isaac (FICO.N) verloren daraufhin 16 Prozent, TransUnion(TRU.N) sank um 7,6 und Equifax (EFX.N) um 6,6 Prozent.
(Bericht von Niket Nishant und Tharuniyaa Lakshmi, Anika Ross. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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04.09.26
17:25
Reuters
Frankfurt, 04. Sep (Reuters) - Ein starker US-Arbeitsmarktbericht hat das Thema Zinserhöhungen am Freitag in den Vordergrund gerückt und die Anleger an der Wall Street vorsichtig gestimmt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte gab bis zum Mittag 0,5 Prozent auf 53.414 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,3 Prozent auf 7720 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) fiel um 0,3 Prozent auf 26.503 Punkte. Die Investoren hielten sich vor dem langen Wochenende insgesamt mit Engagements zurück: Am Montag bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen.
Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Regierungsbericht hervorgeht, entstanden unter dem Strich 162.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, Experten hatten nur mit 56.000 Jobs gerechnet. Die robusten Daten seien ein zweischneidiges Schwert, sagte IG-Marktexperte Salah-Eddine Bouhmidi. "Sie sprechen einerseits für eine widerstandsfähige US-Konjunktur, könnten andererseits aber den Inflationsdruck erhöhen und der US-Notenbank weitere Argumente für eine Zinserhöhung liefern."
ZINSWETTEN NEHMEN ZU An den Terminmärkten nahmen die Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank in diesem Monat nach den Daten zu. Händler taxierten die Wahrscheinlichkeit dafür auf 65 Prozent von zuvor 55 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen(US10YT=) zog daraufhin an, auch der Dollar-Index(.DXY) legte zu. Der Goldpreis ging auf Talfahrt. Die Feinunze(XAU=) kostete mit 4364 Dollar zeitweise bis zu 2,4 Prozent weniger.
"Die Daten in diesem Bericht sind offensichtlich sehr schwankungsanfällig, aber das bedeutet, dass der Fokus der Fed derzeit auf der Inflation liegen wird", sagte Josh Stevens, Investmentexperte bei Cresalta Investment Management. Die unmittelbare Reaktion der Märkte sei reflexartig, sagte Thomas Hayes, Chef von Great Hill Capital. "Die Anleger handeln erst und stellen dann Fragen." US-Präsident Donald Trump forderte unterdessen auf seiner Plattform "Truth Social" eine Senkung der Zinsen. Die US-Notenbank Federal Reserve soll für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen. Sie hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.
KONSUMWERTE UND LULULEMON UNTER DRUCK Besonders unter Druck gerieten Aktien aus dem Konsumgüterbereich(.SPLRCD), der um 1,8 Prozent nachgab. Gegen den Trend legten die Papiere von Halbleiterherstellern zu. Der Branchenindex PHLX(.SOX) stieg um drei Prozent und beendete damit eine zweiwöchige Verlustserie. Bei den Einzelwerten brach die Aktie des Sportmodeherstellers Lululemon(LULU.O) um fast 18 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn deutlich gesenkt hatte. Lululemon rechnet nun für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatzrückgang von fünf bis sieben Prozent.
Bei den Anlegern kam die Nachricht über den geplanten Führungswechsel bei Adobe(ADBE.O) ebenfalls nicht gut an. Die Aktien des Softwareanbieters sackten um mehr als sechs Prozent ab. Anil Chakravarthy löst zum 1. Dezember Konzernchef Shantanu Narayen ab, der das Unternehmen seit 2007 leitet.
Auf den Verkaufslisten standen zudem die Aktien von US-Kreditauskunfteien. Der für das Wohnungswesen zuständige Behördenchef Bill Pulte hatte die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac angewiesen, allen Kreditgebern die Nutzung des konkurrierenden Bewertungssystems VantageScore zu gestatten. Dies erhöht den Wettbewerbsdruck auf die etablierten Anbieter. Aktien von Fair Isaac (FICO.N) verloren daraufhin 16 Prozent, TransUnion(TRU.N) sank um 7,6 und Equifax (EFX.N) um 6,6 Prozent.
(Bericht von Niket Nishant und Tharuniyaa Lakshmi, Anika Ross. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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