04.09.26
04:13
Reuters
| (Wiederholung vom Vorabend) |
| Frankfurt, 03. Sep (Reuters) - Das Stühlerücken im |
| deutschen Leitindex Dax(.GDAXI) bleibt aus. Wie die Indextochter |
| der Deutschen Börse(DB1Gn.DE), ISS Stoxx, am Donnerstagabend |
| mitteilte, bleibt der Dax unverändert. Die Deutsche |
| Lufthansa(LHAG.DE) hat damit erneut die Rückkehr in die erste |
| deutsche Börsenliga verpasst. Das Dax-Gründungsmitglied wartet |
| seit sechs Jahren vergeblich auf ein Comeback. Bereits im März |
| und Juni war sie knapp an der Hürde gescheitert. Sie bleibt |
| damit weiterhin im Nebenwerteindex MDax. |
2020 hatte die Corona-Krise die Fluggesellschaft zum Abstieg verurteilt. Der Passagierverkehr kam weltweit praktisch zum Erliegen, die Airline erlitt Milliardenverluste und musste mit einem Rettungspaket vom Staat gestützt werden. Die Aktien rauschten in der Folge auf ein Rekordtief von knapp über fünf Euro. Zwar lag der Kurs mit zuletzt 7,71 Euro wieder deutlich darüber, von den Höchstständen von 22 Euro zum Jahreswechsel 2017/2018 ist er aber meilenweit entfernt. Das Branchenumfeld bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und dem Iran, die zu Luftraumsperrungen, Flugausfällen und stark gestiegenen Kerosinkosten führen, herausfordernd.
Die mit einer Flotte von 740 Flugzeugen größte Airline-Gruppe Europas schnitt mit einer Marge von rund fünf Prozent bei 39,6 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr schlechter ab als die Rivalen Air France KLM(AIRF.PA) (sechs Prozent) und die britisch-spanische IAG (15 Prozent). Ziel von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sind acht bis zehn Prozent Rendite bis zum Ende des Jahrzehnts. Deshalb durchläuft die schwache Kernmarke mit dem Kranich seit zwei Jahren ein Spar- und Modernisierungsprogramm.
Für die Index-Überprüfung erstellt die Deutsche Börse eine Rangliste nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Basis hierfür ist diesmal jeweils der handelsgewichtete Durchschnittskurs des Monats August.
In den Nebenwerteindizes MDax(.MDAXI) und SDax(.SDAXI) tauschen wie erwartet der Außenwerber Ströer(SAXG.DE) und der Modekonzern Hugo Boss(BOSSn.DE) die Plätze. Die seit Monaten von Übernahmespekulationen beflügelte Ströer-Aktie steigt zum 21. September in den MDax auf. Bei Hugo Boss ist der Streubesitz deutlich gesunken, nachdem der britischen Investor Frasers(FRAS.L) seine Beteiligung mit einem Übernahmeangebot auf fast 50 Prozent geschraubt hat. Boss steigt deshalb von MDax in den SDax ab. Nach dem vorzeitigen Einzug in den SDax im August steigt der Bremer Raumfahrtkonzern OHB(OHBG.DE) nun auch in den Technologieindex TecDax auf, wo er Cancom(COKG.DE) ersetzt.
(Bericht von Anika Ross Redigiert von Alexander Hübner Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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04.09.26
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Reuters
2020 hatte die Corona-Krise die Fluggesellschaft zum Abstieg verurteilt. Der Passagierverkehr kam weltweit praktisch zum Erliegen, die Airline erlitt Milliardenverluste und musste mit einem Rettungspaket vom Staat gestützt werden. Die Aktien rauschten in der Folge auf ein Rekordtief von knapp über fünf Euro. Zwar lag der Kurs mit zuletzt 7,71 Euro wieder deutlich darüber, von den Höchstständen von 22 Euro zum Jahreswechsel 2017/2018 ist er aber meilenweit entfernt. Das Branchenumfeld bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und dem Iran, die zu Luftraumsperrungen, Flugausfällen und stark gestiegenen Kerosinkosten führen, herausfordernd.
Die mit einer Flotte von 740 Flugzeugen größte Airline-Gruppe Europas schnitt mit einer Marge von rund fünf Prozent bei 39,6 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr schlechter ab als die Rivalen Air France KLM(AIRF.PA) (sechs Prozent) und die britisch-spanische IAG (15 Prozent). Ziel von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sind acht bis zehn Prozent Rendite bis zum Ende des Jahrzehnts. Deshalb durchläuft die schwache Kernmarke mit dem Kranich seit zwei Jahren ein Spar- und Modernisierungsprogramm.
Für die Index-Überprüfung erstellt die Deutsche Börse eine Rangliste nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Basis hierfür ist diesmal jeweils der handelsgewichtete Durchschnittskurs des Monats August.
In den Nebenwerteindizes MDax(.MDAXI) und SDax(.SDAXI) tauschen wie erwartet der Außenwerber Ströer(SAXG.DE) und der Modekonzern Hugo Boss(BOSSn.DE) die Plätze. Die seit Monaten von Übernahmespekulationen beflügelte Ströer-Aktie steigt zum 21. September in den MDax auf. Bei Hugo Boss ist der Streubesitz deutlich gesunken, nachdem der britischen Investor Frasers(FRAS.L) seine Beteiligung mit einem Übernahmeangebot auf fast 50 Prozent geschraubt hat. Boss steigt deshalb von MDax in den SDax ab. Nach dem vorzeitigen Einzug in den SDax im August steigt der Bremer Raumfahrtkonzern OHB(OHBG.DE) nun auch in den Technologieindex TecDax auf, wo er Cancom(COKG.DE) ersetzt.
(Bericht von Anika Ross Redigiert von Alexander Hübner Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter (für Politik und Konjunktur) oder (für Unternehmen und Märkte).)