03.09.26
12:40
Reuters
Frankfurt, 03. Sep (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.35 Uhr - US-Softwareaktien sind nach einem ermutigenden Ausblick von Snowflake(SNOW.N) gefragt. Der Anbieter von Cloud-Datenplattformen hob seine Prognose für den Produktumsatz im Geschäftsjahr 2027 von 5,84 auf 6,07 Milliarden Dollar an. Die Papiere von Snowflake springen im vorbörslichen US-Geschäft um 23,8 Prozent nach oben. Auch andere Softwareunternehmen legen zu: ServiceNow (NOW.N) gewinnen 2,8 Prozent, Salesforce (CRM.N) rücken um 1,5 Prozent vor, Adobe (ADBE.O) steigen um 1,3 Prozent, Intuit (INTU.O) verbuchen ein Plus von 1,3 Prozent und Atlassian (TEAM.O) klettern um 1,9 Prozent.
14.10 Uhr - Der Ausblick von Broadcom(AVGO.O) auf das vierte Quartal schmeckt den Anlegern nicht. Die Aktien verlieren im vorbörslichen US-Handel 3,6 Prozent. Trotz eines starken Wachstums wird die Bruttomarge auf etwa 73 Prozent nach 78 Prozent im Vorjahreszeitraum sinken, was dem Unternehmen zufolge unter anderem an einem veränderten Produktmix liegt. Für 2026 rechnet Broadcom mit mehr KI-Erlösen als zuvor und stellte für 2027 eine Verdoppelung in Aussicht. "Wir halten die Prognose für glaubwürdig und gehen davon aus, dass die zugrunde liegende Nachfrage nach KI-Infrastruktur bis 2030 weiter steigen wird", sagen die Analysten von Morningstar.
13.50 Uhr - Maue Umsatzzahlen haben Victoria's Secret(VSXY.N) die Flügel gestutzt. Die Aktien brechen im vorbörslichen US-Handel um 20 Prozent ein. Der Dessous-Hersteller setzte im zweiten Quartal mit 1,61 Milliarden Dollar etwas weniger um als von Analysten erwartet. Auch beim Ausblick für 2026 haben sich die Investoren offenbar Besseres erhofft: Der Konzern geht von Erlösen zwischen 7,10 und 7,18 Milliarden Dollar aus, nachdem zuvor 7,03 und 7,13 Milliarden veranschlagt worden waren.
13.25 Uhr - Spekulationen über einen Werbevertrag mit dem US-Getränkeriesen PepsiCo(PEP.O) treiben die Aktien von Publicis(PUBP.PA) um mehr als drei Prozent an. Das Branchenportal ADWEEK hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass die Franzosen den Zuschlag für den Medienetat erhalten habe. Deswegen werde sich der Werbekonzern aus dem Rennen um den Auftrag von Coca-Cola(KO.N) zurückziehen. Das wiederum gibt den Aktien des Konkurrenten WPP(WPP.L) Auftrieb, die um 4,2 Prozent zulegen. Den Analysten von Citi zufolge hat WPP nun gute Chancen, das Geschäft mit Coca-Cola außerhalb der USA zu behalten.
12.25 Uhr - Eine angehobene Prognose gibt den Aktien des französischen Chip-Zulieferers Soitec(SOIT.PA) Auftrieb. Die Papiere des Infineon(IFXGn.DE)-Rivalen springen um 14,5 Prozent nach oben. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 rechnet Soitec nun mit einem Umsatzplus von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum von mehr als 30 Prozent in Aussicht gestellt. Soitec begründete seinen Optimismus mit einer gestiegenen Nachfrage nach Wafern, die in optischen Verbindungen für KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen. Die Experten von J.P. Morgan rechnen in diesem Zusammenhang mit einem Anstieg der durchschnittlichen Analystenschätzungen um etwa fünf Prozent. Laut UBS-Experten wird sich die Debatte nun auf die Nachhaltigkeit des Wachstums und der Profitabilität über das Jahr 2027 hinaus verlagern.
12.10 Uhr - Die Ölpreise haben ihren Anstieg deutlich verlangsamt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuern sich um jeweils rund 1,5 Prozent auf 97,00 und 92,48 Dollar je Fass (159 Liter). Am Mittwoch waren die Ölpreise um rund sechs und fünf Prozent gestiegen. Die erneute US-Militäroffensive gegen den Iran wird nach den Worten von Präsident Donald Trump "nicht zu lange" andauern. "Die US-Angriffe konzentrieren sich derzeit vor allem darauf, die Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu verringern", sagte Jürgen Molnar, Stratege beim Broker RoboMarkets. "Das nimmt etwas Druck aus dem Markt." Der jüngste Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran war der heftigste seit Juli. Am Mittwoch passierten weniger Schiffe die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus. Gleichzeitig erhöhte jedoch der Irak seine Ölexporte, was die Sorgen vor einer unmittelbaren Angebotsverknappung dämpfte. Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte zudem an, die Kapazität der durch ukrainische Drohnenangriffe beschädigten Ölraffinerien bald wiederherzustellen, drohte Kiew aber zugleich mit eigenen Angriffen.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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03.09.26
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Reuters
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