03.09.26
03:49
Reuters
Tokio, 03. Sep (Reuters) - Aktien und Anleihen haben sich am Donnerstag in Asien erholt und Anleger warten auf neue US-Konjunkturdaten und Äußerungen von Notenbankern. Diese könnten Aufschluss darüber geben, ob die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik in diesem Monat strafft. Im Fokus steht dabei der wegweisende US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, nachdem die Daten zur Beschäftigung in der Privatwirtschaft im August enttäuscht hatten. Zudem wird eine Rede von Fed-Gouverneur Christopher Waller erwartet. Der Präsident der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, hatte die Erwartungen an eine Zinserhöhung im laufenden Monat gedämpft.
Dennoch setzten Händler zuletzt verstärkt auf einen solchen Schritt. Dem FedWatch-Tool der CME Group zufolge preisen sie nun eine Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln für eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte bei der anstehenden Sitzung ein. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 37 Prozent gelegen. Auch die Zinssitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der japanischen Notenbank (BOJ) werden genau beobachtet. Anleger wollen ausloten, wie stark die großen Zentralbanken ihre Geldpolitik angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks noch straffen werden.
Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) suchte am Donnerstag nach einer klaren Richtung. Nach Schwankungen zwischen der Gewinn- und Verlustzone legte der 225 Werte umfassende Index 0,2 Prozent auf 64.455,83 Punkte zu und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,0 Prozent höher bei 4.124,08 Zählern. Zu den größten Verlierern im Nikkei gehörten die Uniqlo-Mutter Fast Retailing(9983.T) mit einem Minus von 3,58 Prozent und der führende japanische Öl- und Gasförderer Inpex(1605.T), der 3,43 Prozent nachgab. Der Möbelhändler Nitori Holdings(9843.T) verzeichnete einen Kurssprung von 6,62 Prozent und der Autobauer Mitsubishi Motors(7211.T) gewann 4,09 Prozent. Damit führten sie die Gewinnerliste im Index an.
Wie Daten vom Donnerstag zeigten, wuchs der japanische Dienstleistungssektor im August so stark wie seit fünf Monaten nicht mehr. Dies untermauert die Einschätzung, dass die Wirtschaft des Landes robust genug für eine Zinserhöhung der BOJ ist.
Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,5 Prozent auf 3.960,44 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,5 Prozent auf 4.572,22 Punkte.
| DEVISEN |
| Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,4 |
| Prozent auf 158,11 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7179 |
| Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er auf 0,8121 |
| Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast |
| unverändert bei 1,1590 Dollar und zog leicht auf 0,9414 |
| Franken(EURCHF=) an. |
Im jüngsten Konflikt zwischen den USA und dem Iran blieben Anzeichen für neue Angriffe aus. "Sollte dieser Krieg beigelegt werden, wäre das sicherlich eine sehr positive Entwicklung, um die Renditen auf breiter Front wieder nach unten zu bringen", sagte Gavin Friend, leitender Marktstratege bei der Bank NAB, in einem Podcast. "Dies würde die Spannungen deutlich abbauen, da die Zentralbanken nach einiger Zeit wieder zu normalen geldpolitischen Überlegungen zurückkehren könnten", erklärte er weiter. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee bei 95,68 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 0,3 Prozent fester bei 91,24 Dollar.
| WALL STREET |
| Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am |
| Mittwoch mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 53.061,95 Punkten |
| aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) |
| gewann 0,5 Prozent auf 7.666,60 Zähler, und der |
| technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,5 Prozent auf |
| 26.217,83 Stellen an. Die Aktien von Broadcom(AVGO.O) gaben im |
| nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als drei Prozent nach. |
| Der kalifornische Anbieter von Chips und Infrastruktur-Software |
| hatte einen Quartalsumsatz unter den Erwartungen der Wall Street |
| in Aussicht gestellt. Diese Kursverluste "könnten die Gewinne |
| von Halbleiterwerten begrenzen, die den Nikkei für gewöhnlich |
| antreiben", erklärte Ryotaro Sawada, leitender Analyst beim |
| Tokai Tokyo Intelligence Laboratory, in einer Mitteilung. |
(Bericht von Rocky Swift und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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03:49
Reuters
Tokio, 03. Sep (Reuters) - Aktien und Anleihen haben sich am Donnerstag in Asien erholt und Anleger warten auf neue US-Konjunkturdaten und Äußerungen von Notenbankern. Diese könnten Aufschluss darüber geben, ob die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik in diesem Monat strafft. Im Fokus steht dabei der wegweisende US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, nachdem die Daten zur Beschäftigung in der Privatwirtschaft im August enttäuscht hatten. Zudem wird eine Rede von Fed-Gouverneur Christopher Waller erwartet. Der Präsident der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, hatte die Erwartungen an eine Zinserhöhung im laufenden Monat gedämpft.
Dennoch setzten Händler zuletzt verstärkt auf einen solchen Schritt. Dem FedWatch-Tool der CME Group zufolge preisen sie nun eine Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln für eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte bei der anstehenden Sitzung ein. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 37 Prozent gelegen. Auch die Zinssitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der japanischen Notenbank (BOJ) werden genau beobachtet. Anleger wollen ausloten, wie stark die großen Zentralbanken ihre Geldpolitik angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks noch straffen werden.
Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) suchte am Donnerstag nach einer klaren Richtung. Nach Schwankungen zwischen der Gewinn- und Verlustzone legte der 225 Werte umfassende Index 0,2 Prozent auf 64.455,83 Punkte zu und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,0 Prozent höher bei 4.124,08 Zählern. Zu den größten Verlierern im Nikkei gehörten die Uniqlo-Mutter Fast Retailing(9983.T) mit einem Minus von 3,58 Prozent und der führende japanische Öl- und Gasförderer Inpex(1605.T), der 3,43 Prozent nachgab. Der Möbelhändler Nitori Holdings(9843.T) verzeichnete einen Kurssprung von 6,62 Prozent und der Autobauer Mitsubishi Motors(7211.T) gewann 4,09 Prozent. Damit führten sie die Gewinnerliste im Index an.
Wie Daten vom Donnerstag zeigten, wuchs der japanische Dienstleistungssektor im August so stark wie seit fünf Monaten nicht mehr. Dies untermauert die Einschätzung, dass die Wirtschaft des Landes robust genug für eine Zinserhöhung der BOJ ist.
Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,5 Prozent auf 3.960,44 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,5 Prozent auf 4.572,22 Punkte.
Im jüngsten Konflikt zwischen den USA und dem Iran blieben Anzeichen für neue Angriffe aus. "Sollte dieser Krieg beigelegt werden, wäre das sicherlich eine sehr positive Entwicklung, um die Renditen auf breiter Front wieder nach unten zu bringen", sagte Gavin Friend, leitender Marktstratege bei der Bank NAB, in einem Podcast. "Dies würde die Spannungen deutlich abbauen, da die Zentralbanken nach einiger Zeit wieder zu normalen geldpolitischen Überlegungen zurückkehren könnten", erklärte er weiter. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee bei 95,68 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 0,3 Prozent fester bei 91,24 Dollar.
(Bericht von Rocky Swift und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)