02.09.26
17:14
Reuters
| * Indizes nach drei Verlusttagen im Plus |
| * Dell hebt Prognosen an - Aktie steigt steil nach oben |
| * Zinsaussichten und Inflationssorgen bleiben Thema |
| (Neu: Fokus auf USA) |
| Frankfurt, 02. Sep (Reuters) - Die US-Anleger haben sich |
| zur Wochenmitte wieder an die Aktienmärkte zurückgetraut. Die |
| Geschäftsaussichten des Computerherstellers Dell(DELL.N) hellten |
| die Stimmung im KI-Sektor auf. Inflationssorgen und die |
| angespannte Lage im Nahen Osten bremsten allerdings die |
| Kauflust. Die drei US-Indizes standen bis zum Mittag (Ortszeit) |
| je 0,5 Prozent höher: Der Dow-Jones-Index(.DJI) der |
| Standardwerte notierte bei 52.977 Punkten, der breiter gefasste |
| S&P 500(.SPX) bei 7665 Zählern und der Index der |
| Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) bei 26.195 Punkten. |
An den zwei vorangegangenen Handelstagen hatten die Indizes belastet von Zinssorgen nachgegeben. Experten rechnen mit einem anhaltend volatilen Börsenumfeld. "Man muss anpassungsfähig sein. Man muss bereit sein, das Engagement zum richtigen Zeitpunkt zu reduzieren, und in der Lage sein, sehr schnell wieder zu investieren", sagte Yung-Shin Kung, Investmentexperte bei Mast Investments.
Dell überzeugte die Investoren mit einem optimistischeren Ausblick auf das Geschäftsjahr. Die Papiere verteuerten sich um sieben Prozent. Der Computerbauer hat wegen der boomenden Nachfrage nach Servern für Künstliche Intelligenz (KI) zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Umsatz- und Gewinnprognosen angehoben.
Anleger warteten auch gespannt auf die Bilanz von Broadcom(AVGO.O). Das Schwergewicht gilt bei Experten neben Nvidia(NVDA.O) als einer der wichtigsten Gradmesser dafür, wie breit sich der KI-Infrastrukturboom innerhalb der Halbleiterindustrie entwickelt. Die Erwartungen an Zahlen und Ausblick seien entsprechend hoch. Broadcom unterhält unter anderem Chip-Lieferverträge mit Anthropic und OpenAI. Cloud-Anbieter wie Alphabet(GOOGL.O), Amazon(AMZN.O) und Microsoft(MSFT.O) haben signalisiert, dass die Ausgaben für KI bis 2026 auf hohem Niveau bleiben werden.
Der KI-Ausbau wird zunehmend durch Schulden finanziert, weswegen Börsianer die zuletzt stark gestiegenen Zinsen an den Anleihemärkten im Blick behalten. "Die Anleger sind sehr besorgt über den Aufwärtstrend der globalen Anleiherenditen und reduzieren daher ihr Engagement in Aktien, bei denen sie erhebliche Gewinne erzielt haben", sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege bei CFRA Research. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen(US10YT=RR) kletterte auf 4,792 Prozent. Damit nähert sie sich Niveaus, die seit Januar 2025 nicht mehr erreicht wurden. Die Lage am Ölmarkt blieb wegen der Militärschläge im Nahost-Konflikt angespannt. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) kletterten in der Spitze um jeweils rund 2,5 Prozent auf 97,04 und 92,29 Dollar je Fass - auf Wochensicht sind die Preise um mehr als sechs Prozent angezogen.
Die Investoren werden den am Freitag erscheinenden Arbeitsmarktbericht genau unter die Lupe nehmen. Einen kleinen Vorgeschmack lieferten die am Mittwoch veröffentlichten Daten des Personaldienstleisters ADP. Dem Bericht zufolge ist der Stellenaufbau der US-Unternehmen im August auf das niedrigste Niveau seit Jahresbeginn gesunken. Zuletzt hatten die Wetten auf eine Zinserhöhung der Notenbank Fed im September zugenommen. Am Abend wird die Fed ihren Konjunkturbericht "Beige Book" veröffentlichen.
(Bericht von Niket Nishant, Tharuniyaa Lakshmi, Anika Ross, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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02.09.26
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Reuters
(Neu: Fokus auf USA) Frankfurt, 02. Sep (Reuters) - Die US-Anleger haben sich zur Wochenmitte wieder an die Aktienmärkte zurückgetraut. Die Geschäftsaussichten des Computerherstellers Dell(DELL.N) hellten die Stimmung im KI-Sektor auf. Inflationssorgen und die angespannte Lage im Nahen Osten bremsten allerdings die Kauflust. Die drei US-Indizes standen bis zum Mittag (Ortszeit) je 0,5 Prozent höher: Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte bei 52.977 Punkten, der breiter gefasste S&P 500(.SPX) bei 7665 Zählern und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) bei 26.195 Punkten.
An den zwei vorangegangenen Handelstagen hatten die Indizes belastet von Zinssorgen nachgegeben. Experten rechnen mit einem anhaltend volatilen Börsenumfeld. "Man muss anpassungsfähig sein. Man muss bereit sein, das Engagement zum richtigen Zeitpunkt zu reduzieren, und in der Lage sein, sehr schnell wieder zu investieren", sagte Yung-Shin Kung, Investmentexperte bei Mast Investments.
<h5 align=center> KI-BOOM UND RENDITEN IM FOKUS DER ANLEGER</h5> Dell überzeugte die Investoren mit einem optimistischeren Ausblick auf das Geschäftsjahr. Die Papiere verteuerten sich um sieben Prozent. Der Computerbauer hat wegen der boomenden Nachfrage nach Servern für Künstliche Intelligenz (KI) zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Umsatz- und Gewinnprognosen angehoben.Anleger warteten auch gespannt auf die Bilanz von Broadcom(AVGO.O). Das Schwergewicht gilt bei Experten neben Nvidia(NVDA.O) als einer der wichtigsten Gradmesser dafür, wie breit sich der KI-Infrastrukturboom innerhalb der Halbleiterindustrie entwickelt. Die Erwartungen an Zahlen und Ausblick seien entsprechend hoch. Broadcom unterhält unter anderem Chip-Lieferverträge mit Anthropic und OpenAI. Cloud-Anbieter wie Alphabet(GOOGL.O), Amazon(AMZN.O) und Microsoft(MSFT.O) haben signalisiert, dass die Ausgaben für KI bis 2026 auf hohem Niveau bleiben werden.
<h5 align=center> STEIGENDE RENDITEN UND ENERGIEPREISE VERUNSICHERN</h5> Der KI-Ausbau wird zunehmend durch Schulden finanziert, weswegen Börsianer die zuletzt stark gestiegenen Zinsen an den Anleihemärkten im Blick behalten. "Die Anleger sind sehr besorgt über den Aufwärtstrend der globalen Anleiherenditen und reduzieren daher ihr Engagement in Aktien, bei denen sie erhebliche Gewinne erzielt haben", sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege bei CFRA Research. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen(US10YT=RR) kletterte auf 4,792 Prozent. Damit nähert sie sich Niveaus, die seit Januar 2025 nicht mehr erreicht wurden. Die Lage am Ölmarkt blieb wegen der Militärschläge im Nahost-Konflikt angespannt. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) kletterten in der Spitze um jeweils rund 2,5 Prozent auf 97,04 und 92,29 Dollar je Fass - auf Wochensicht sind die Preise um mehr als sechs Prozent angezogen.Die Investoren werden den am Freitag erscheinenden Arbeitsmarktbericht genau unter die Lupe nehmen. Einen kleinen Vorgeschmack lieferten die am Mittwoch veröffentlichten Daten des Personaldienstleisters ADP. Dem Bericht zufolge ist der Stellenaufbau der US-Unternehmen im August auf das niedrigste Niveau seit Jahresbeginn gesunken. Zuletzt hatten die Wetten auf eine Zinserhöhung der Notenbank Fed im September zugenommen. Am Abend wird die Fed ihren Konjunkturbericht "Beige Book" veröffentlichen.
(Bericht von Niket Nishant, Tharuniyaa Lakshmi, Anika Ross, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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