31.08.26
15:06
Reuters
31. Aug (Reuters) - Ein Gesetzentwurf in Kalifornien zur Haftung bei Schäden durch Waldbrände schlägt Anleger bei kalifornischen Energieversorgern in die Flucht. Die Aktien von PG&E(PCG.N) brachen um mehr als 18 Prozent ein und steuerten auf den größten Tagesverlust seit mehr als sechs Jahren zu. Die Papiere von Edison International(EIX.N) stürzten um gut 20 Prozent ab, die Titel von Sempra(SRE.N) verloren vier Prozent. Hintergrund ist die Änderung eines Senatsentwurfs in Kalifornien. Diese sieht zwar die Ausgabe von Anleihen zur Finanzierung von Waldbrandschäden vor, ändert jedoch nichts am Recht der Versicherer, sich die Kosten von den Netzbetreibern zurückzuholen.
Den Stromnetzbetreibern machte daraufhin eine Reihe von Herabstufungen zu schaffen. TD Cowen erklärte, die Gesetzgebung biete den Energieversorgern gegenüber dem derzeitigen Rahmen "keinen nennenswerten zusätzlichen Nutzen". PG&E monierte, der Gesetzentwurf gehe nicht angemessen auf die Finanzierungsrisiken im Zusammenhang mit Kaliforniens Haftungsregelung für Waldbrände ein. Der Bundesstaat war in den letzten Jahren besonders anfällig für Waldbrände.
"Wir haben einen Kompromiss erzielt, der Hedgefonds daran hindert, aus dem Leid der Waldbrand-Opfer Profit zu schlagen, Manager von Versorgern von Bonuszahlungen ausschließt, wenn ihr Unternehmen ein Feuer verursacht, und dafür sorgt, dass die Opfer schneller an Geld kommen", sagte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom in einer Stellungnahme. Analysten zeigten sich jedoch skeptisch. Der Gesetzentwurf trage nicht dazu bei, die langfristige Zahlungsfähigkeit des Waldbrand-Fonds und die damit verbundene Haftungsbegrenzung zu sichern, was Investoren einem unbegrenzten Restrisiko im Zusammenhang mit Waldbränden aussetze, sagten Analysten des Brokerhauses BMO.
(Bericht von Johann M Cherian, Arunima Kumar, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Den Stromnetzbetreibern machte daraufhin eine Reihe von Herabstufungen zu schaffen. TD Cowen erklärte, die Gesetzgebung biete den Energieversorgern gegenüber dem derzeitigen Rahmen "keinen nennenswerten zusätzlichen Nutzen". PG&E monierte, der Gesetzentwurf gehe nicht angemessen auf die Finanzierungsrisiken im Zusammenhang mit Kaliforniens Haftungsregelung für Waldbrände ein. Der Bundesstaat war in den letzten Jahren besonders anfällig für Waldbrände.
"Wir haben einen Kompromiss erzielt, der Hedgefonds daran hindert, aus dem Leid der Waldbrand-Opfer Profit zu schlagen, Manager von Versorgern von Bonuszahlungen ausschließt, wenn ihr Unternehmen ein Feuer verursacht, und dafür sorgt, dass die Opfer schneller an Geld kommen", sagte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom in einer Stellungnahme. Analysten zeigten sich jedoch skeptisch. Der Gesetzentwurf trage nicht dazu bei, die langfristige Zahlungsfähigkeit des Waldbrand-Fonds und die damit verbundene Haftungsbegrenzung zu sichern, was Investoren einem unbegrenzten Restrisiko im Zusammenhang mit Waldbränden aussetze, sagten Analysten des Brokerhauses BMO.
Bericht von Johann M Cherian, Arunima Kumar, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)