31.08.26
03:15
Reuters
Sydney/Singapore/Tokio/Peking, 31. Aug (Reuters) - Die Furcht vor steigenden Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart am Montag zugesetzt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,6 Prozent auf 65.361,60 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,4 Prozent niedriger bei 4.128,76 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger zurück. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,4 Prozent auf 3.937,66 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 1,0 Prozent auf 4.564,76 Punkte.
In Japan drückten Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf die Stimmung, der die Bekämpfung der Inflation in den Vordergrund rückte und damit Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung schürte. Zudem preisen die Märkte eine fast sichere Zinsanhebung der Bank of Japan (BOJ) im kommenden Monat ein. "Die wachsenden Erwartungen an US-Zinserhöhungen dürften die Stimmung der Anleger belasten", erklärte Takayuki Miyajima, Chefökonom bei der Sony Financial Group. Zu den größten Verlierern im Nikkei zählten Advantest(6857.T) mit einem Minus von sieben Prozent sowie Mitsubishi Materials(5711.T) und Japan Steel Works(5631.T).
In China rückten gemischte Konjunkturdaten in den Fokus. Die Fabrikaktivität verbesserte sich im August zwar leicht auf 49,8 Punkte, blieb aber den zweiten Monat in Folge im Schrumpfungsbereich. "Es ist zu früh, um auf eine Erholung der Wirtschaft zu schließen", sagte Zhiwei Zhang, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management. Gleichzeitig sorgte der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran für Verunsicherung. Nach US-Angriffen auf iranische Abschussanlagen auf der Insel Larak griff der Iran laut Medienberichten US-Luftwaffenstützpunkte in Jordanien an. Dies trieb die Sorge vor neuen globalen Inflationsrisiken durch steigende Energiekosten an.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 159,78 Yen(JPY=). US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die jüngste Schwäche der japanischen Währung als "ziemlich gut eingedämmt", was Spekulationen über eine erneute gemeinsame Intervention dämpfte. Zur chinesischen Währung legte der Dollar leicht auf 6,7225 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8086 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1589 Dollar und zog leicht auf 0,9371 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt sorgte der militärische Schlagabtausch zwischen Washington und Teheran für einen Preissprung. "Es sieht so aus, als befänden wir uns in einer weiteren Eskalationsphase", sagte IG-Marktanalyst Tony Sycamore. In der Folge verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,8 Prozent auf 90,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,5 Prozent fester bei 85,52 Dollar. US-Präsident Donald Trump kündigte an, Öl aus einem neuen Abkommen mit Venezuela zur Auffüllung der strategischen Reserven der USA nutzen zu wollen.
Wall Street
An der Wall Street hatten die Zinssorgen bereits vor dem Wochenende ihre Spuren hinterlassen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag kaum verändert bei 53.559,99 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7.711,76 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,5 Prozent auf 26.402,42 Stellen nach. Anleger blicken nun gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, der entscheidend für den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank im September sein dürfte.
(Bericht von Wayne Cole, Florence Tan, Rocky Swift, Yukun Zhang und Liz Lee, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Sydney/Singapore/Tokio/Peking, 31. Aug (Reuters) - Die Furcht vor steigenden Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart am Montag zugesetzt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,6 Prozent auf 65.361,60 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,4 Prozent niedriger bei 4.128,76 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger zurück. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,4 Prozent auf 3.937,66 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 1,0 Prozent auf 4.564,76 Punkte.
In Japan drückten Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf die Stimmung, der die Bekämpfung der Inflation in den Vordergrund rückte und damit Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung schürte. Zudem preisen die Märkte eine fast sichere Zinsanhebung der Bank of Japan (BOJ) im kommenden Monat ein. "Die wachsenden Erwartungen an US-Zinserhöhungen dürften die Stimmung der Anleger belasten", erklärte Takayuki Miyajima, Chefökonom bei der Sony Financial Group. Zu den größten Verlierern im Nikkei zählten Advantest(6857.T) mit einem Minus von sieben Prozent sowie Mitsubishi Materials(5711.T) und Japan Steel Works(5631.T).
In China rückten gemischte Konjunkturdaten in den Fokus. Die Fabrikaktivität verbesserte sich im August zwar leicht auf 49,8 Punkte, blieb aber den zweiten Monat in Folge im Schrumpfungsbereich. "Es ist zu früh, um auf eine Erholung der Wirtschaft zu schließen", sagte Zhiwei Zhang, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management. Gleichzeitig sorgte der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran für Verunsicherung. Nach US-Angriffen auf iranische Abschussanlagen auf der Insel Larak griff der Iran laut Medienberichten US-Luftwaffenstützpunkte in Jordanien an. Dies trieb die Sorge vor neuen globalen Inflationsrisiken durch steigende Energiekosten an.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 159,78 Yen(JPY=). US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die jüngste Schwäche der japanischen Währung als "ziemlich gut eingedämmt", was Spekulationen über eine erneute gemeinsame Intervention dämpfte. Zur chinesischen Währung legte der Dollar leicht auf 6,7225 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8086 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1589 Dollar und zog leicht auf 0,9371 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt sorgte der militärische Schlagabtausch zwischen Washington und Teheran für einen Preissprung. "Es sieht so aus, als befänden wir uns in einer weiteren Eskalationsphase", sagte IG-Marktanalyst Tony Sycamore. In der Folge verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,8 Prozent auf 90,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,5 Prozent fester bei 85,52 Dollar. US-Präsident Donald Trump kündigte an, Öl aus einem neuen Abkommen mit Venezuela zur Auffüllung der strategischen Reserven der USA nutzen zu wollen.
Wall Street
An der Wall Street hatten die Zinssorgen bereits vor dem Wochenende ihre Spuren hinterlassen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag kaum verändert bei 53.559,99 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7.711,76 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,5 Prozent auf 26.402,42 Stellen nach. Anleger blicken nun gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, der entscheidend für den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank im September sein dürfte.
(Bericht von Wayne Cole, Florence Tan, Rocky Swift, Yukun Zhang und Liz Lee, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)