28.08.26
03:30
Reuters
Sydney/Tokio/Seoul, 28. Aug (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben am Freitag vor einer mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs keine einheitliche Richtung gefunden, tendierten aber überwiegend fester. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 0,8 Prozent auf 66.682,88 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,9 Prozent höher bei 4.152,38 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,1 Prozent auf 3.961,87 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte dagegen bei 4.625,76 Punkten.
In Japan rückte die Inflation in den Fokus, nachdem die Kernverbraucherpreise in Tokio im August um 1,8 Prozent gestiegen waren. Dies schürte die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung durch die japanische Notenbank. "Eine erneute Eskalation im Nahostkonflikt dürfte die Energiekosten in die Höhe treiben, was in der Folge zu breiteren Preissteigerungen führen wird", sagte Masato Koike, Chefökonom beim Sompo Institute Plus. Während der japanische Markt zulegte, verblasste in Südkorea der jüngste Hype um Künstliche Intelligenz (KI). Dort gehörten die Papiere von Samsung Electronics(005930.KS) mit einem Minus von 2,26 Prozent und SK Hynix(000660.KS) mit einem Abschlag von 1,45 Prozent zu den Verlierern. Zu den Gewinnern zählten dagegen die Autobauer Hyundai Motor(005380.KS) und Kia(000270.KS) mit Aufschlägen von 0,25 und 0,63 Prozent.
Die Anleger blickten zudem gebannt auf das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, wo eine Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh erwartet wurde. Analysten der Bank ANZ erklärten in einer Mitteilung an Kunden: "Obwohl wir nicht erwarten, dass er eine Prognose abgibt, hoffen die Märkte, dass er einen Teil der Unsicherheit über die Reaktionsfunktion der Fed abbauen wird." Sollte Warsh zu wenig konkrete Schritte zur Bekämpfung der hartnäckigen Inflation in Aussicht stellen, könnte dies zu negativen Marktreaktionen führen. Diese geldpolitische Hängepartie in den USA sorgte für eine abwartende Haltung an den chinesischen Handelsplätzen, wo die Indizes kaum vom Fleck kamen.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel hielten sich die Investoren vor den geldpolitischen Signalen aus den USA ebenfalls zurück. Der Dollar gewann geringfügig auf 159,43 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7211 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8044 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1647 Dollar und zog leicht auf 0,9368 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt gaben die Preise nach, da der Iran und der Oman eine Vereinbarung zur Verwaltung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus und zur Aufteilung der Einnahmen getroffen hatten. Dies dämpfte die Sorgen vor Lieferengpässen, obwohl die USA wenig Interesse an direkten Gesprächen mit Teheran zeigten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 89,39 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent schwächer bei 83,24 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen hatten am Vortag von der Euphorie um Künstliche Intelligenz und den starken Quartalszahlen von Nvidia(NVDA.O) profitiert. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 53.569,44 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,7 Prozent auf 7.730,99 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,6 Prozent auf 26.541,35 Stellen an.
(Bericht von Stella Qui, Leika Kihara und Cynthia Kim, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Sydney/Tokio/Seoul, 28. Aug (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben am Freitag vor einer mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs keine einheitliche Richtung gefunden, tendierten aber überwiegend fester. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 0,8 Prozent auf 66.682,88 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,9 Prozent höher bei 4.152,38 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,1 Prozent auf 3.961,87 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte dagegen bei 4.625,76 Punkten.
In Japan rückte die Inflation in den Fokus, nachdem die Kernverbraucherpreise in Tokio im August um 1,8 Prozent gestiegen waren. Dies schürte die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung durch die japanische Notenbank. "Eine erneute Eskalation im Nahostkonflikt dürfte die Energiekosten in die Höhe treiben, was in der Folge zu breiteren Preissteigerungen führen wird", sagte Masato Koike, Chefökonom beim Sompo Institute Plus. Während der japanische Markt zulegte, verblasste in Südkorea der jüngste Hype um Künstliche Intelligenz (KI). Dort gehörten die Papiere von Samsung Electronics(005930.KS) mit einem Minus von 2,26 Prozent und SK Hynix(000660.KS) mit einem Abschlag von 1,45 Prozent zu den Verlierern. Zu den Gewinnern zählten dagegen die Autobauer Hyundai Motor(005380.KS) und Kia(000270.KS) mit Aufschlägen von 0,25 und 0,63 Prozent.
Die Anleger blickten zudem gebannt auf das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, wo eine Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh erwartet wurde. Analysten der Bank ANZ erklärten in einer Mitteilung an Kunden: "Obwohl wir nicht erwarten, dass er eine Prognose abgibt, hoffen die Märkte, dass er einen Teil der Unsicherheit über die Reaktionsfunktion der Fed abbauen wird." Sollte Warsh zu wenig konkrete Schritte zur Bekämpfung der hartnäckigen Inflation in Aussicht stellen, könnte dies zu negativen Marktreaktionen führen. Diese geldpolitische Hängepartie in den USA sorgte für eine abwartende Haltung an den chinesischen Handelsplätzen, wo die Indizes kaum vom Fleck kamen.
Im asiatischen Devisenhandel hielten sich die Investoren vor den geldpolitischen Signalen aus den USA ebenfalls zurück. Der Dollar gewann geringfügig auf 159,43 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7211 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8044 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1647 Dollar und zog leicht auf 0,9368 Franken(EURCHF=) an.
Am Rohstoffmarkt gaben die Preise nach, da der Iran und der Oman eine Vereinbarung zur Verwaltung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus und zur Aufteilung der Einnahmen getroffen hatten. Dies dämpfte die Sorgen vor Lieferengpässen, obwohl die USA wenig Interesse an direkten Gesprächen mit Teheran zeigten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 89,39 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent schwächer bei 83,24 Dollar.
Die US-Börsen hatten am Vortag von der Euphorie um Künstliche Intelligenz und den starken Quartalszahlen von Nvidia(NVDA.O) profitiert. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 53.569,44 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,7 Prozent auf 7.730,99 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,6 Prozent auf 26.541,35 Stellen an.
(Bericht von Stella Qui, Leika Kihara und Cynthia Kim, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)