27.08.26
14:02
Reuters
Frankfurt, 27. Aug (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.00 Uhr - Die Ankündigung einer milliardenschweren Wandelanleihe belastet die Aktien von Moderna(MRNA.O). Die Papiere des US-Impfstoffherstellers verlieren an der Wall Street 3,5 Prozent. Moderna will nach eigenen Angaben zwei Milliarden Dollar über eine privat platzierte Wandelanleihe mit Laufzeit bis 2032 aufnehmen. Der Erlös solle allgemeinen Unternehmenszwecken dienen, unter anderem dem Ausbau des Onkologie-Geschäfts und der Rückzahlung von Schulden. Ein Teil des Erlöses sei zudem für derivative Geschäfte vorgesehen, mit denen eine mögliche Verwässerung des Aktienkapitals durch die Wandelanleihe begrenzt werden soll. Die Ankündigung folgt auf einen starken Kursanstieg der Moderna-Aktie. Allein in diesem Monat waren die Papiere um 173 Prozent nach oben geschossen, nachdem das Unternehmen positive Studiendaten zu seinem Hautkrebs-Impfstoff veröffentlicht hatte.
14.25 Uhr - Ein Medienbericht über eine drohende Milliardenklage in den USA setzt die Aktien der Deutschen Telekom(DTEGn.DE) unter Druck. Die Papiere geben 3,3 Prozent nach und sind damit Schlusslicht im Dax(.GDAXI). Das "Handelsblatt" hatte berichtet, die Telekom müsse sich vor einem US-Gericht gegen den Vorwurf verteidigen, sich die Kontrolle über ihre Tochter T-Mobile US(TMUS.O) auf Kosten der Minderheitsaktionäre verschafft zu haben. Hintergrund sei die Fusion der US-Tochter mit dem Konkurrenten Sprint vor sechs Jahren. Im Zuge des Geschäfts habe sich die Telekom von Sprints damaligem Großaktionär Softbank(9984.T) Kaufoptionen auf T-Mobile-Aktien weit unter dem Marktpreis gesichert. Die Streubesitzaktionäre von T-Mobile US seien dabei mit lediglich 47 Millionen Dollar abgefunden worden. Die Kläger fordern dem Bericht zufolge bis zu 10,1 Milliarden Dollar Schadenersatz zuzüglich Zinsen. Die Telekom lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Händler bezeichnete den Bericht als einen weiteren Dämpfer für die Aktie, nachdem die Analysten von Kepler Cheuvreux sie zuvor herabgestuft hatten.
11.07 Uhr - Die Aktien des Anbieters für digitale Werbetechnologien Verve Group Media(VRV.DE) fallen nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen um mehr als 20 Prozent. Sie sind der mit Abstand schwächste SDax(.SDAXI)-Wert. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal ein anhaltendes Wachstum und bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr. Nach Angaben von Verve blieb das organische Wachstum im zweiten Quartal jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Werbeausgaben seien durch makroökonomische Belastungen beeinträchtigt worden, hieß es in einer Mitteilung.
10.16 Uhr - Anleger folgen einer Kaufempfehlung der UBS und greifen bei Bilfinger(GBFG.DE) zu. Die Aktien des Industriedienstleisters legen im Nebenwerte-Index MDax(.MDAXI) in der Spitze um mehr als fünf Prozent zu. Die Analysten haben die Titel auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft.
09.45 Uhr - Nach einer Herunterstufung finden sich die Aktien der Deutschen Telekom(DTEGn.DE) am Dax(.GDAXI)-Ende wieder. Die Papiere geben in der Spitze 2,1 Prozent nach. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben die Aktie auf "Hold" von "Buy" heruntergenommen. Sie sähen für das zweite Halbjahr derzeit keine unmittelbaren Kurstreiber, heißt es in dem Kommentar.
07.54 Uhr - Die angehobenen Jahresziele bei Salesforce(CRM.N) sorgen für gute Stimmung im Software-Sektor. Die Aktien von SAP(SAPG.DE) steigen im frühen Frankfurter Handel um 2,1 Prozent und gehören damit zu den stärksten Dax(.GDAXI)-Werten. Die Papiere des US-Konzerns Salesforce legten im nachbörslichen Handel um 14 Prozent zu. Kauflaune wecken laut einem Händler auch die Zahlen von Crowdstrike(CRWD.O). Das Cybersicherheitsunternehmen schraubte ebenfalls seine Jahresumsatzprognose nach oben.
07.23 Uhr - Die Hoffnung auf eine Öffnung der für den Öltransport wichtigen Wasserstraße von Hormus drückt die Notierungen für Brent(LCOc1) und WTI(CLc1). Die Preise für das Nordsee- und das US-Öl fallen in der Spitze um rund ein Prozent auf 87,01 und 81,44 Dollar je Fass. Seit Wochenbeginn sind sie um mehr als sechs Prozent gefallen. Iran und Oman arbeiten einer iranischen Quelle zufolge an den Details eines Abkommens zur Kontrolle der Straße von Hormus. Die für den internationalen Transport von Öl, Gas und anderen Gütern wichtige Meerenge ist seit Beginn des Kriegs der USA gegen den Iran vor einem halben Jahr weitgehend blockiert. Versorgungsängste haben den Ölpreis in den vergangenen Monaten deutlich nach oben getrieben und Inflationssorgen geschürt.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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27.08.26
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Frankfurt, 27. Aug (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
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