26.08.26
13:43
Reuters
Frankfurt, 26. Aug (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.35 Uhr - Eine angehobene Jahresprognose hat den Aktien des US-Modehändlers Abercrombie & Fitch(ANF.N) ein Kursfeuerwerk beschert. Die Papiere stiegen an der Wall Street um 22 Prozent. Nach einem starken zweiten Quartal rechnet Abercrombie für das Gesamtjahr nun mit einem Umsatzwachstum von fünf Prozent, nachdem der Konzern zuvor drei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt hatte. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 13,10 und 13,60 Dollar liegen, statt der bisher prognostizierten 10,20 bis 11,00 Dollar. Das Unternehmen verwies auf eine starke Nachfrage. Die Marke Abercrombie komme bei der Millennial-Generation weiterhin gut an, während Hollister jüngere Käufer anziehe, die sich zum Schulstart neu einkleiden.
15.25 Uhr - Spekulationen der Anleger auf eine Wiedereröffnung der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus belasten Aktien aus dem US-Energiesektor. Die Papiere der Ölkonzerne Exxon Mobil(XOM.N) und Chevron(CVX.N) geben vorbörslich um bis zu zwei Prozent nach. Occidental Petroleum(OXY.N) und der Ölfeldausrüster Halliburton(HAL.N) büßen gut ein Prozent ein. Die Aktien von Raffineriebetreibern wie Marathon Petroleum(MPC.N), Phillips 66(PSX.N) und PBF(PBF.N) verzeichnen Verluste zwischen einem und 2,5 Prozent. Zuvor waren die Ölpreise auf den tiefsten Stand seit dem 10. August gefallen. Hintergrund sind Gespräche zwischen dem Iran und dem Oman. Demnach haben sich die beiden Länder nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde über die Aufteilung der Kontrolle über die Meerenge und die Einnahmen aus den Schiffspassagen geeinigt. Der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge sagte ein Sprecher der Revolutionsgarde jedoch, die USA behinderten die Verhandlungen.
15.00 Uhr - Nach den jüngsten Daten zur Entwicklung der US-Inflation haben die Anleiherenditen erneut angezogen. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen(US10YT=RR) rentieren mit 4,653 nach zuvor 4,625 Prozent. Der PCE-Index der Verbraucherausgaben in den USA stieg im Juli binnen Jahresfrist um 3,7 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 3,6 Prozent gerechnet. Der Wert, der im Vergleich zum Juni unverändert blieb, ist das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß. Die an den Finanzmärkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im September stieg nach der Veröffentlichung der Daten auf rund 42 Prozent von zuvor etwa 36 Prozent. Die Erwartung steigender Zinsen treibt in der Regel die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe. Der Grund dafür ist, dass neu ausgegebene Anleihen dann eine höhere Verzinsung bieten würden. Bestehende Anleihen mit einer niedrigeren Verzinsung werden dadurch unattraktiver. Fallende Anleihekurse bedeuten im Umkehrschluss steigende Renditen.
10.45 Uhr - Eine schwache Umsatzprognose schickt die Aktien von Intuit(INTU.O) auf Talfahrt. Die Papiere des Anbieters von Steuersoftware wie TurboTax brechen im vorbörslichen US-Handel um fast zehn Prozent ein. Für das erste Quartal geht der Konzern von Einnahmen zwischen 4,29 und 4,31 Milliarden Dollar aus. Analysten hatten mit 4,36 Milliarden Dollar gerechnet. Auch die Jahresprognose fiel schwächer aus als erwartet. Als Grund nannte Intuit den Kampf um Kundenwachstum und Marktanteilsgewinne, der die Erlöse kurzfristig belasten dürfte.
10.10 Uhr - Der Goldpreis verbucht nach einer dreitägigen Gewinnserie wieder Verluste. Eine Feinunze Gold(XAU=) verbilligt sich um 0,7 Prozent auf 4624 Dollar, nachdem sie am Dienstag ein Drei-Monats-Hoch erreicht hatte. Anleger warten auf den PCE-Inflationsindikator aus den USA am Nachmittag, der Aufschluss über den Zinskurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) geben könnte. "Für Gold wäre das günstigste Ergebnis eine niedriger als erwartet ausfallende Inflation", sagte Wael Makarem, Stratege bei Exness. Dies würde die Opportunitätskosten für den Besitz des zinslosen Edelmetalls verringern.
08.10 Uhr - SAP(SAPG.DE)-Aktien verlieren im Frankfurter Frühhandel mehr als zwei Prozent und rutschen damit ans Dax-Ende. Händler verweisen auf eine Herabstufung der Aktien durch die Analysten der UBS, die die Bewertung auf "Neutral" von "Buy" gesenkt hätten. Zudem enttäuschte der US-Anbieter von Unternehmenssoftware Intuit(INTU.O) mit seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Die Titel brachen im nachbörslichen US-Geschäft um mehr als zehn Prozent ein.
07.20 Uhr - Die Hoffnung auf eine Wiederöffnung der wichtigen Schifffahrtsroute Straße von Hormus drückt die Ölpreise weiter nach unten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCoc1) verbilligt sich um bis zu 2,9 Prozent auf 86,05 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI(Clc1) sinkt um 2,8 Prozent auf 80,08 Dollar. Am Dienstag hatten beide Kontrakte je rund drei Prozent nachgegeben. Der Iran hatte mitgeteilt, die Gespräche mit dem Oman über die Meerenge wieder aufgenommen zu haben. "Der Markt reagiert weiterhin auf die Entwicklungen rund um den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, und die Aussicht auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen Iran und Oman hat zu Verkäufen geführt", sagte Mitsuru Muraishi, Analyst bei Fujitomi Securities.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |
26.08.26
13:43
Reuters
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)