24.08.26
20:18
Reuters
* Unruhe durch neuen Handelsstreit von USA und Kanada
* Spannung vor Nvidia-Zahlen drückt Technologiewerte
(Neu: Schlusskurse)
New York, 24. Aug (Reuters) - Sorgen über den Technologiesektor und neue geopolitische Spannungen haben die US-Börsen am Montag uneinheitlich schließen lassen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) gewann 0,3 Prozent auf 53.417 Punkte. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab hingegen 0,8 Prozent auf 25.980 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500(.SPX) büßte 0,3 Prozent auf 7653 Stellen ein.
Belastet wurde die Stimmung unter anderem durch den wachsenden politischen Widerstand gegen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Zuvor hatte der texanische Gouverneur Greg Abbott die Genehmigung neuer KI-Rechenzentren in seinem Bundesstaat vorerst gestoppt und der Branche eine Mitschuld am wachsenden Widerstand in der Bevölkerung gegeben. Die Unternehmen hätten sich "ihr eigenes Grab geschaufelt", berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag unter Berufung auf den Republikaner.
Die Aktien von Chipkonzernen wie Nvidia(NVDA.O), Micron Technology(MU.O) und Broadcom(AVGO.O) verzeichneten Kursverluste. "Die größte Sorge, die wir haben, sind die scharfen Töne, die wir von Politikern über KI und Rechenzentren zu hören bekommen", sagte Ohsung Kwon, Chef-Aktienstratege bei Wells Fargo. Er hob dies als großes Risiko im Vorfeld der Zwischenwahlen hervor.
Auch die Autobauer Ford(F.N) und General Motors(GM.N) sowie das Logistikunternehmen J.B. Hunt Transport(JBHT.O) gaben deutlich nach. US-Präsident Donald Trump hatte gewarnt, die Zölle auf Autos und Autoteile aus Kanada ab dem 1. Januar auf 50 Prozent zu erhöhen, nachdem Handelsgespräche am Wochenende gescheitert waren. Gestützt wurde der Dow Jones hingegen von Finanzwerten wie JPMorgan Chase(JPM.N) und Visa(V.N).
Die US-Regierung sorgte auch mit der Androhung neuer Sanktionen gegen den Iran für Verunsicherung. Sie stellte als Teil eines von ihr so bezeichneten "wirtschaftlichen D-Days" eine Ausweitung der Strafmaßnahmen auf Länder in Aussicht, die Geschäfte mit der Islamischen Republik machen, verzichtete jedoch vorerst auf konkrete Schritte.
Im weiteren Wochenverlauf richten Investoren ihren Blick auf die Quartalszahlen des KI-Vorreiters Nvidia sowie auf neue Inflationsdaten. Am Mittwoch wird der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) veröffentlicht, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Fed. Händler erwarten LSEG-Daten zufolge bis Ende 2026 eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Zudem steht am Freitag eine Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im Fokus. Dort erhoffen sich Anleger Hinweise auf die Einschätzung der jüngsten Stützungsmaßnahmen des Finanzministeriums. Zuvor war die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf ein 19-Jahres-Hoch gestiegen und hielt sich zuletzt über der Marke von fünf Prozent. Einem Bericht des Senders CNBC zufolge könnte Finanzminister Scott Bessent fast eine Billion Dollar aus den Rücklagen des Ministeriums nutzen, um Anleiherückkäufe zu finanzieren. "Nvidia muss überzeugen, um das eine Standbein des Aktienmarktes stabil zu halten, und Warsh muss Klarheit über die Zinssätze schaffen, um das andere Standbein zu stabilisieren", sagte Richard Reyle, Chefinvestor bei Questar Capital Partners.
(Bericht von Purvi Agarwal, Niket Nishant und Arasu Kannagi Basil. Geschrieben von Ralf Bode Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)
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24.08.26
20:18
Reuters
(Neu: Schlusskurse)
New York, 24. Aug (Reuters) - Sorgen über den Technologiesektor und neue geopolitische Spannungen haben die US-Börsen am Montag uneinheitlich schließen lassen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) gewann 0,3 Prozent auf 53.417 Punkte. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab hingegen 0,8 Prozent auf 25.980 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500(.SPX) büßte 0,3 Prozent auf 7653 Stellen ein.
Belastet wurde die Stimmung unter anderem durch den wachsenden politischen Widerstand gegen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Zuvor hatte der texanische Gouverneur Greg Abbott die Genehmigung neuer KI-Rechenzentren in seinem Bundesstaat vorerst gestoppt und der Branche eine Mitschuld am wachsenden Widerstand in der Bevölkerung gegeben. Die Unternehmen hätten sich "ihr eigenes Grab geschaufelt", berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag unter Berufung auf den Republikaner.
Die Aktien von Chipkonzernen wie Nvidia(NVDA.O), Micron Technology(MU.O) und Broadcom(AVGO.O) verzeichneten Kursverluste. "Die größte Sorge, die wir haben, sind die scharfen Töne, die wir von Politikern über KI und Rechenzentren zu hören bekommen", sagte Ohsung Kwon, Chef-Aktienstratege bei Wells Fargo. Er hob dies als großes Risiko im Vorfeld der Zwischenwahlen hervor.
Auch die Autobauer Ford(F.N) und General Motors(GM.N) sowie das Logistikunternehmen J.B. Hunt Transport(JBHT.O) gaben deutlich nach. US-Präsident Donald Trump hatte gewarnt, die Zölle auf Autos und Autoteile aus Kanada ab dem 1. Januar auf 50 Prozent zu erhöhen, nachdem Handelsgespräche am Wochenende gescheitert waren. Gestützt wurde der Dow Jones hingegen von Finanzwerten wie JPMorgan Chase(JPM.N) und Visa(V.N).
Die US-Regierung sorgte auch mit der Androhung neuer Sanktionen gegen den Iran für Verunsicherung. Sie stellte als Teil eines von ihr so bezeichneten "wirtschaftlichen D-Days" eine Ausweitung der Strafmaßnahmen auf Länder in Aussicht, die Geschäfte mit der Islamischen Republik machen, verzichtete jedoch vorerst auf konkrete Schritte.
Im weiteren Wochenverlauf richten Investoren ihren Blick auf die Quartalszahlen des KI-Vorreiters Nvidia sowie auf neue Inflationsdaten. Am Mittwoch wird der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) veröffentlicht, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Fed. Händler erwarten LSEG-Daten zufolge bis Ende 2026 eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
<p align=center><b>* * * *</p></b>Zudem steht am Freitag eine Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im Fokus. Dort erhoffen sich Anleger Hinweise auf die Einschätzung der jüngsten Stützungsmaßnahmen des Finanzministeriums. Zuvor war die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf ein 19-Jahres-Hoch gestiegen und hielt sich zuletzt über der Marke von fünf Prozent. Einem Bericht des Senders CNBC zufolge könnte Finanzminister Scott Bessent fast eine Billion Dollar aus den Rücklagen des Ministeriums nutzen, um Anleiherückkäufe zu finanzieren. "Nvidia muss überzeugen, um das eine Standbein des Aktienmarktes stabil zu halten, und Warsh muss Klarheit über die Zinssätze schaffen, um das andere Standbein zu stabilisieren", sagte Richard Reyle, Chefinvestor bei Questar Capital Partners.
(Bericht von Purvi Agarwal, Niket Nishant und Arasu Kannagi Basil. Geschrieben von Ralf Bode Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)
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