24.08.26
03:31
Reuters
Tokio, 24. Aug (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben zum Wochenstart eine abwartende Haltung eingenommen. Die japanische Börse hat sich am Montag kaum bewegt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) fast unverändert bei 65.968,71 Punkten und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,3 Prozent höher bei 4.080,30 Zählern. Auch in China gaben die Kurse nach: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,6 Prozent auf 3.880,33 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 1,1 Prozent auf 4.566,57 Punkte.
Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des US-Chipriesen Nvidia(NVDA.O) am Mittwoch gerieten in Tokio vor allem Werte aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) unter Druck. So gehörten Fujikura(5803.T) mit einem Minus von 3,5 Prozent und SoftBank(9984.T) mit einem Abschlag von 3,3 Prozent zu den Verlierern, während der Chipanlagenbauer Tokyo Electron(8035.T) um 2,1 Prozent zulegte. "Wir betrachten die Sorgen über die Rentabilität von Halbleiterunternehmen lediglich als Vorwand für Verkäufe", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Die Stimmung wurde zudem von geopolitischen Spannungen getrübt. Anleger blickten nervös auf drohende US-Sanktionen gegen den Iran sowie einen heraufziehenden Handelskrieg zwischen den USA und Kanada.
In Südkorea sorgte Samsung Electronics(005930.KS) für eine herbe Enttäuschung und schickte die Aktie um acht Prozent in die Tiefe. Das 79 Milliarden Dollar schwere Programm zur Kapitalrückführung blieb weit hinter den Erwartungen der Investoren zurück. Der Rivale SK Hynix(000660.KS) gewann dagegen 0,4 Prozent. "Im Gegensatz zu SK Hynix hat Samsung keinen Plan zur Annullierung eigener Aktien angekündigt, was enttäuschend ist", erklärte Analyst Sohn In-joon von Eugene Securities. Gleichzeitig belasteten Inflationssorgen und die Erwartung steigender Zinsen durch die Bank of Japan im September den Markt. Zudem erhoffen sich Investoren von der Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh am Freitag neue Hinweise zur Zinspolitik.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,87 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7235 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8000 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1681 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9345 Franken(EURCHF=) nach. Der Dollar stand generell leicht unter Druck, da Investoren befürchten, dass die wachsende US-Verschuldung und politische Unsicherheiten die Kaufkraft der Währung aushöhlen könnten. Der kanadische Dollar gab im Vorfeld des drohenden Handelskriegs mit den USA ebenfalls leicht nach.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 92,94 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,7 Prozent schwächer bei 85,61 Dollar. Die Ölpreise gaben damit nach den kräftigen Gewinnen der Vorwoche wieder nach. Händler hielten sich im Vorfeld einer Pressekonferenz von US-Finanzminister Scott Bessent zurück. Es wird erwartet, dass er im Laufe des Tages Details zu den geplanten US-Sanktionen gegen den Iran vorstellt, der bislang keine Anzeichen zeigt, die Kontrolle über die wichtige Straße von Hormus aufzugeben.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 1,0 Prozent bei 53.277,01 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,4 Prozent auf 7.674,37 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,4 Prozent auf 26.180,46 Stellen an. Die US-Börsen zeigten sich im Vorfeld der Nvidia-Zahlen robust, auch wenn die hohen Renditen am Anleihemarkt die Aktienbewertungen belasten. Die Bemühungen der US-Regierung, den Anstieg der Renditen durch verstärkte Anleiherückkäufe zu bremsen, zeigten laut Analysten bislang kaum Wirkung.
Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE]
(Bericht von Kevin Buckland, Hyunjoo Jin, Jihoon Lee, Tom Westbrook and Wayne Cole, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
24.08.26
03:31
Reuters
Tokio/Seoul/Sydney, 24. Aug (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben zum Wochenstart eine abwartende Haltung eingenommen. Die japanische Börse hat sich am Montag kaum bewegt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) fast unverändert bei 65.968,71 Punkten und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,3 Prozent höher bei 4.080,30 Zählern. Auch in China gaben die Kurse nach: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,6 Prozent auf 3.880,33 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 1,1 Prozent auf 4.566,57 Punkte.
Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des US-Chipriesen Nvidia(NVDA.O) am Mittwoch gerieten in Tokio vor allem Werte aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) unter Druck. So gehörten Fujikura(5803.T) mit einem Minus von 3,5 Prozent und SoftBank(9984.T) mit einem Abschlag von 3,3 Prozent zu den Verlierern, während der Chipanlagenbauer Tokyo Electron(8035.T) um 2,1 Prozent zulegte. "Wir betrachten die Sorgen über die Rentabilität von Halbleiterunternehmen lediglich als Vorwand für Verkäufe", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Die Stimmung wurde zudem von geopolitischen Spannungen getrübt. Anleger blickten nervös auf drohende US-Sanktionen gegen den Iran sowie einen heraufziehenden Handelskrieg zwischen den USA und Kanada.
In Südkorea sorgte Samsung Electronics(005930.KS) für eine herbe Enttäuschung und schickte die Aktie um acht Prozent in die Tiefe. Das 79 Milliarden Dollar schwere Programm zur Kapitalrückführung blieb weit hinter den Erwartungen der Investoren zurück. Der Rivale SK Hynix(000660.KS) gewann dagegen 0,4 Prozent. "Im Gegensatz zu SK Hynix hat Samsung keinen Plan zur Annullierung eigener Aktien angekündigt, was enttäuschend ist", erklärte Analyst Sohn In-joon von Eugene Securities. Gleichzeitig belasteten Inflationssorgen und die Erwartung steigender Zinsen durch die Bank of Japan im September den Markt. Zudem erhoffen sich Investoren von der Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh am Freitag neue Hinweise zur Zinspolitik.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,87 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7235 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8000 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1681 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9345 Franken(EURCHF=) nach. Der Dollar stand generell leicht unter Druck, da Investoren befürchten, dass die wachsende US-Verschuldung und politische Unsicherheiten die Kaufkraft der Währung aushöhlen könnten. Der kanadische Dollar gab im Vorfeld des drohenden Handelskriegs mit den USA ebenfalls leicht nach.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 92,94 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,7 Prozent schwächer bei 85,61 Dollar. Die Ölpreise gaben damit nach den kräftigen Gewinnen der Vorwoche wieder nach. Händler hielten sich im Vorfeld einer Pressekonferenz von US-Finanzminister Scott Bessent zurück. Es wird erwartet, dass er im Laufe des Tages Details zu den geplanten US-Sanktionen gegen den Iran vorstellt, der bislang keine Anzeichen zeigt, die Kontrolle über die wichtige Straße von Hormus aufzugeben.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 1,0 Prozent bei 53.277,01 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,4 Prozent auf 7.674,37 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,4 Prozent auf 26.180,46 Stellen an. Die US-Börsen zeigten sich im Vorfeld der Nvidia-Zahlen robust, auch wenn die hohen Renditen am Anleihemarkt die Aktienbewertungen belasten. Die Bemühungen der US-Regierung, den Anstieg der Renditen durch verstärkte Anleiherückkäufe zu bremsen, zeigten laut Analysten bislang kaum Wirkung.
(Bericht von Kevin Buckland, Hyunjoo Jin, Jihoon Lee, Tom Westbrook and Wayne Cole, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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