21.08.26
03:15
Reuters
Sydney/Tokio/Peking, 21. Aug (Reuters) - Steigende US-Anleiherenditen und geopolitische Spannungen haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenausklang am Freitag zugesetzt. Die japanische Börse hat am Freitag schwächer tendiert, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) in Tokio 0,3 Prozent auf 66.008,45 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,1 Prozent niedriger bei 4.054,66 Zählern. In China blieb die Börse Shanghai(.SSEC) fast unverändert bei 3.904,46 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg dagegen um 0,5 Prozent auf 4.615,62 Punkte.
In Japan stützten robuste Konjunkturdaten den Markt nur bedingt, obwohl die Industrie im August so schnell wuchs wie seit 2018 nicht mehr. "Die Fabriken verzeichneten einen starken Anstieg bei Produktion und Neuaufträgen", erklärte Annabel Fiddes von S&P Global. Dennoch drückte die anziehende Inflation die Stimmung, da sie eine weitere Zinserhöhung der japanischen Notenbank wahrscheinlicher macht. In Südkorea zählten die Chipbauer Samsung Electronics(005930.KS) und SK Hynix(000660.KS) im Leitindex Kospi(.KS11) zu den Gewinnern, angetrieben von starken US-Vorgaben. Zu den Verlierern gehörten der Batteriehersteller LG Energy Solution(373220.KS) sowie die Autobauer Hyundai(005380.KS) und Kia(000270.KS), die deutliche Abschläge verbuchten.
In China hofften Anleger derweil auf weitere staatliche Unterstützung für die stotternde Wirtschaft. Vize-Finanzminister Liao Min kündigte an, man werde zeitnah zusätzliche fiskalpolitische Maßnahmen auf den Weg bringen. Weltweit sorgten jedoch die rasant steigenden US-Schulden und die Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent, die Anleihekäufe auszuweiten, für Nervosität. Analysten bezweifeln, dass die US-Regierung das Haushaltsdefizit in den Griff bekommt. "Historisch gesehen wehren sich die Märkte, wenn sie glauben, dass die Fundamentaldaten wie Rekordschulden auf ihrer Seite sind", warnte Stratege Steven Zeng von der Deutschen Bank.
Devisen
Sorgen über die ausufernde US-Staatsverschuldung und einen möglichen Kaufkraftverlust des Dollars haben die US-Währung auf Wochensicht unter Druck gesetzt. Im asiatischen Devisenhandel am Freitag gewann der Dollar dennoch geringfügig auf 158,92 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7231 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7989 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,1696 Dollar und zog leicht auf 0,9344 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Iran mit beispiellosen Wirtschaftssanktionen zu belegen, hat die Sorge vor einem Engpass in der Straße von Hormus geschürt und die Ölpreise auf ein Monatshoch getrieben. Zum Wochenausklang setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein: Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 93,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 86,61 Dollar.
Wall Street
Die steigenden Anleiherenditen, die insbesondere die Bewertungen im Technologiesektor belasten, sowie enttäuschende Unternehmenszahlen hatten der Wall Street am Vortag schwer zugesetzt. So war die Aktie von Walmart(WMT.O) nach verfehlten Umsatzerwartungen um neun Prozent eingebrochen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 52.759,21 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,9 Prozent auf 7.641,16 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,0 Prozent auf 26.067,17 Stellen nach.
(Bericht von Wayne Cole, Satoshi Sugiyama, Li Lee und Kevin Yao, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Sydney/Tokio/Peking, 21. Aug (Reuters) - Steigende US-Anleiherenditen und geopolitische Spannungen haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenausklang am Freitag zugesetzt.
Die japanische Börse hat am Freitag schwächer tendiert, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) in Tokio 0,3 Prozent auf 66.008,45 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,1 Prozent niedriger bei 4.054,66 Zählern. In China blieb die Börse Shanghai(.SSEC) fast unverändert bei 3.904,46 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg dagegen um 0,5 Prozent auf 4.615,62 Punkte. In Japan stützten robuste Konjunkturdaten den Markt nur bedingt, obwohl die Industrie im August so schnell wuchs wie seit 2018 nicht mehr. "Die Fabriken verzeichneten einen starken Anstieg bei Produktion und Neuaufträgen", erklärte Annabel Fiddes von S&P Global. Dennoch drückte die anziehende Inflation die Stimmung, da sie eine weitere Zinserhöhung der japanischen Notenbank wahrscheinlicher macht. In Südkorea zählten die Chipbauer Samsung Electronics(005930.KS) und SK Hynix(000660.KS) im Leitindex Kospi(.KS11) zu den Gewinnern, angetrieben von starken US-Vorgaben. Zu den Verlierern gehörten der Batteriehersteller LG Energy Solution(373220.KS) sowie die Autobauer Hyundai(005380.KS) und Kia(000270.KS), die deutliche Abschläge verbuchten. In China hofften Anleger derweil auf weitere staatliche Unterstützung für die stotternde Wirtschaft. Vize-Finanzminister Liao Min kündigte an, man werde zeitnah zusätzliche fiskalpolitische Maßnahmen auf den Weg bringen. Weltweit sorgten jedoch die rasant steigenden US-Schulden und die Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent, die Anleihekäufe auszuweiten, für Nervosität. Analysten bezweifeln, dass die US-Regierung das Haushaltsdefizit in den Griff bekommt. "Historisch gesehen wehren sich die Märkte, wenn sie glauben, dass die Fundamentaldaten wie Rekordschulden auf ihrer Seite sind", warnte Stratege Steven Zeng von der Deutschen Bank.
Devisen
Sorgen über die ausufernde US-Staatsverschuldung und einen möglichen Kaufkraftverlust des Dollars haben die US-Währung auf Wochensicht unter Druck gesetzt. Im asiatischen Devisenhandel am Freitag gewann der Dollar dennoch geringfügig auf 158,92 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7231 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7989 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,1696 Dollar und zog leicht auf 0,9344 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Iran mit beispiellosen Wirtschaftssanktionen zu belegen, hat die Sorge vor einem Engpass in der Straße von Hormus geschürt und die Ölpreise auf ein Monatshoch getrieben. Zum Wochenausklang setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein: Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 93,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 86,61 Dollar.
Wall Street
Die steigenden Anleiherenditen, die insbesondere die Bewertungen im Technologiesektor belasten, sowie enttäuschende Unternehmenszahlen hatten der Wall Street am Vortag schwer zugesetzt. So war die Aktie von Walmart(WMT.O) nach verfehlten Umsatzerwartungen um neun Prozent eingebrochen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 52.759,21 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,9 Prozent auf 7.641,16 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,0 Prozent auf 26.067,17 Stellen nach.
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(Bericht von Wayne Cole, Satoshi Sugiyama, Li Lee und Kevin Yao, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)