20.08.26
13:56
Reuters
Frankfurt, 20. Aug (Reuters) - Steigende Anleiherenditen und negativ aufgenommene Konzernbilanzen belasten die Wall Street. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Donnerstag fast ein Prozent tiefer bei 53.035 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verloren jeweils knapp ein halbes Prozent auf 26.241 und 7688 Zähler.
Für Verunsicherung sorgte erneut der Anleihemarkt. Sorgen über hohe Ölpreise infolge des Iran-Konflikts und die steigende Staatsverschuldung hatten die Renditen diese Woche auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten getrieben. Eine Ankündigung des US-Finanzministeriums, langlaufende Anleihen zu stützen, sorgte am Mittwoch zwar für eine kurzzeitige Erleichterung. Diese erwies sich jedoch als kurzlebig. "Die Marktteilnehmer merken wahrscheinlich, dass dies nicht wirklich etwas Wesentliches ändert", sagte Joe Saluzzi von Themis Trading. Am Donnerstag stieg die Rendite der 30-jährigen Anleihe(US30YT=RR) erneut um fünf Basispunkte auf 5,244 Prozent. Die der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihe(US10YT=RR) zog ebenfalls an und lag zuletzt bei 4,69 Prozent.
Für schlechte Stimmung sorgten zudem negativ aufgenommene Quartalszahlen des Einzelhandelsriesen Walmart(WMT.O) und des Kosmetikkonzerns Coty(COTY.N). Die Aktien beider Unternehmen brachen um rund zwölf und acht Prozent ein. Coty hat die Anleger mit einem enttäuschenden Ausblick auf das laufende Quartal verschreckt, während Walmart die Umsatzerwartungen der Wall Street verfehlte.
Um knapp sechs und fünf Prozent nach oben ging es hingegen für die Papiere des Bitcoin-Investors MicroStrategy(MSTR.O) und der Kryptobörse Coinbase(COIN.O). US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch den Kongress aufgefordert, ein Gesetz zu verabschieden, das für eindeutigere Regelungen des wachsenden Kryptowährungssektors sorgen soll.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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13:56
Reuters
Frankfurt, 20. Aug (Reuters) - Steigende Anleiherenditen und negativ aufgenommene Konzernbilanzen belasten die Wall Street. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Donnerstag fast ein Prozent tiefer bei 53.035 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verloren jeweils knapp ein halbes Prozent auf 26.241 und 7688 Zähler.
Für Verunsicherung sorgte erneut der Anleihemarkt. Sorgen über hohe Ölpreise infolge des Iran-Konflikts und die steigende Staatsverschuldung hatten die Renditen diese Woche auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten getrieben. Eine Ankündigung des US-Finanzministeriums, langlaufende Anleihen zu stützen, sorgte am Mittwoch zwar für eine kurzzeitige Erleichterung. Diese erwies sich jedoch als kurzlebig. "Die Marktteilnehmer merken wahrscheinlich, dass dies nicht wirklich etwas Wesentliches ändert", sagte Joe Saluzzi von Themis Trading. Am Donnerstag stieg die Rendite der 30-jährigen Anleihe(US30YT=RR) erneut um fünf Basispunkte auf 5,244 Prozent. Die der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihe(US10YT=RR) zog ebenfalls an und lag zuletzt bei 4,69 Prozent.
Für schlechte Stimmung sorgten zudem negativ aufgenommene Quartalszahlen des Einzelhandelsriesen Walmart(WMT.O) und des Kosmetikkonzerns Coty(COTY.N). Die Aktien beider Unternehmen brachen um rund zwölf und acht Prozent ein. Coty hat die Anleger mit einem enttäuschenden Ausblick auf das laufende Quartal verschreckt, während Walmart die Umsatzerwartungen der Wall Street verfehlte.
Um knapp sechs und fünf Prozent nach oben ging es hingegen für die Papiere des Bitcoin-Investors MicroStrategy(MSTR.O) und der Kryptobörse Coinbase(COIN.O). US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch den Kongress aufgefordert, ein Gesetz zu verabschieden, das für eindeutigere Regelungen des wachsenden Kryptowährungssektors sorgen soll.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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