19.08.26
17:14
Reuters
New York/Frankfurt, 19. Aug (Reuters) - Die Aussicht auf weitere staatliche Gelder für die strauchelnden US-Anleihemärkte hat den Renditeanstieg bei Staatspapieren am Mittwoch gestoppt und den Dollar auf Talfahrt geschickt. Das US-Finanzministerium kündigte an, den Umfang der Liquiditätshilfe-Rückkaufprogramme für bestimmte längerfristige Papiere von zwei Milliarden auf je mindestens vier Milliarden Dollar zu verdoppeln.
Experten sahen darin eine Reaktion auf den jüngsten Ausverkauf bei Anleihen, der die wachsenden Sorgen um Inflation und hohe Verschuldung widerspiegelte. "Ich denke, das zeigt, dass die Regierung ziemlich deutlich anerkennt, dass die Nachfrage schwankt, insbesondere bei Anleihen mit geringer Rendite am hinteren Ende der Zinskurve von US-Staatsanleihen", sagte Michael Lorizio, Leiter des US-Zins- und Hypothekenhandels bei Manulife Investment Management. Das Finanzministerium hatte das Rückkaufprogramm im Mai 2024 begonnen, um die Liquidität im 32 Billionen Dollar schweren US-Staatsanleihenmarkt zu verbessern.
Die Rendite der US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren(US30YT=RR) fiel nach der Ankündigung des Ministeriums auf 5,20 Prozent. Sie hatte am Dienstag mit knapp 5,34 Prozent ihren höchsten Stand seit fast 20 Jahren erreicht. Die zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) sackten auf 4,637 von 4,706 Prozent ab. Am Devisenmarkt rutschte der Dollar-Index(=USD), der den Wert des Dollar zu anderen wichtigen Währungen misst, deutlich und verlor bis zu 0,9 Prozent auf 98,769 Punkte. Der Euro(EUR=) wertete im Gegenzug auf 1,1677 Dollar auf - der höchste Stand seit Ende Mai. Der Goldpreis(XAU=) legte um 3,4 Prozent auf 4481,85 Dollar pro Feinunze zu.
(Bericht von Karen Brettell, Iain Withers und Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)
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New York/Frankfurt, 19. Aug (Reuters) - Die Aussicht auf weitere staatliche Gelder für die strauchelnden US-Anleihemärkte hat den Renditeanstieg bei Staatspapieren am Mittwoch gestoppt und den Dollar auf Talfahrt geschickt. Das US-Finanzministerium kündigte an, den Umfang der Liquiditätshilfe-Rückkaufprogramme für bestimmte längerfristige Papiere von zwei Milliarden auf je mindestens vier Milliarden Dollar zu verdoppeln.
Experten sahen darin eine Reaktion auf den jüngsten Ausverkauf bei Anleihen, der die wachsenden Sorgen um Inflation und hohe Verschuldung widerspiegelte. "Ich denke, das zeigt, dass die Regierung ziemlich deutlich anerkennt, dass die Nachfrage schwankt, insbesondere bei Anleihen mit geringer Rendite am hinteren Ende der Zinskurve von US-Staatsanleihen", sagte Michael Lorizio, Leiter des US-Zins- und Hypothekenhandels bei Manulife Investment Management. Das Finanzministerium hatte das Rückkaufprogramm im Mai 2024 begonnen, um die Liquidität im 32 Billionen Dollar schweren US-Staatsanleihenmarkt zu verbessern.
Die Rendite der US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren(US30YT=RR) fiel nach der Ankündigung des Ministeriums auf 5,20 Prozent. Sie hatte am Dienstag mit knapp 5,34 Prozent ihren höchsten Stand seit fast 20 Jahren erreicht. Die zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) sackten auf 4,637 von 4,706 Prozent ab. Am Devisenmarkt rutschte der Dollar-Index(=USD), der den Wert des Dollar zu anderen wichtigen Währungen misst, deutlich und verlor bis zu 0,9 Prozent auf 98,769 Punkte. Der Euro(EUR=) wertete im Gegenzug auf 1,1677 Dollar auf - der höchste Stand seit Ende Mai. Der Goldpreis(XAU=) legte um 3,4 Prozent auf 4481,85 Dollar pro Feinunze zu.
(Bericht von Karen Brettell, Iain Withers und Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)