17.08.26
03:39
Reuters
Sydney/Tokio, 17. Aug (Reuters) - Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die Anleger an den asiatischen Börsen am Montag in die Defensive gedrängt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) fast unverändert bei 68.721,44 Punkten, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent niedriger bei 4.172,15 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann hingegen 0,5 Prozent auf 3.948,15 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,4 Prozent auf 4.685,93 Punkte. Die Börsen in Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.
In Japan dämpften schwächer als erwartet ausgefallene Wachstumsdaten die Stimmung. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet lediglich um 1,1 Prozent, da ein schwacher privater Konsum und rückläufige Unternehmensinvestitionen die starken Exporte von Hybridfahrzeugen und KI-Chips teilweise zunichtemachten. "Das Wachstum war positiv, aber die Details fielen etwas schwächer aus als erwartet", sagte Kazutaka Maeda, Chefökonom beim Meiji Yasuda Research Institute. Da die enttäuschenden Ergebnisse jedoch auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen seien, werde dies den Zeitpunkt für die nächste Zinserhöhung der Notenbank voraussichtlich nicht beeinflussen.
Überschattet wurde der Handel in Asien von der festgefahrenen Lage im Nahen Osten, was Investoren vorsichtig agieren ließ. Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran kamen nicht voran, und der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus stockte nach Angriffen auf Öltanker. Gleichzeitig richteten sich die Blicke auf China, wo Investoren im Tagesverlauf neue Konjunkturdaten erwarteten, um die Stärke der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auszuloten.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 159,04 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7409 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8116 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1579 Dollar und zog leicht auf 0,9399 Franken(EURCHF=) an. Schwache US-Konjunkturdaten hatten den Dollar zuletzt belastet, da sie die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed verringerten.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent auf 88,89 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent fester bei 82,56 Dollar. Die schwindenden Hoffnungen auf einen Frieden zwischen den USA und dem Iran sowie der verlangsamte Tankerverkehr trieben die Preise an. "Die Ölpreise haben sich von ihren Tiefständen Anfang August fast vollständig erholt, da die geopolitischen Risikoprämien in den Markt zurückgekehrt sind", erklärte Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 53.732,41 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7.785,76 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,3 Prozent auf 26.729,16 Stellen nach. Ein überraschender Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze und eine eingetrübte Verbraucherstimmung hatten die Anleger vor dem Wochenende vorsichtig agieren lassen. In der neuen Woche warten die Investoren nun auf die Einkaufsmanagerindizes sowie Bilanzen großer Einzelhändler.
(Bericht von Stella Qiu, Florence Tan, Sethuraman NR, Makiko Yamazaki, Leika Kihara und Chang-Ran Kim, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Sydney/Tokio, 17. Aug (Reuters) - Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die Anleger an den asiatischen Börsen am Montag in die Defensive gedrängt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) fast unverändert bei 68.721,44 Punkten, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent niedriger bei 4.172,15 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann hingegen 0,5 Prozent auf 3.948,15 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,4 Prozent auf 4.685,93 Punkte. Die Börsen in Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.
In Japan dämpften schwächer als erwartet ausgefallene Wachstumsdaten die Stimmung. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet lediglich um 1,1 Prozent, da ein schwacher privater Konsum und rückläufige Unternehmensinvestitionen die starken Exporte von Hybridfahrzeugen und KI-Chips teilweise zunichtemachten. "Das Wachstum war positiv, aber die Details fielen etwas schwächer aus als erwartet", sagte Kazutaka Maeda, Chefökonom beim Meiji Yasuda Research Institute. Da die enttäuschenden Ergebnisse jedoch auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen seien, werde dies den Zeitpunkt für die nächste Zinserhöhung der Notenbank voraussichtlich nicht beeinflussen.
Überschattet wurde der Handel in Asien von der festgefahrenen Lage im Nahen Osten, was Investoren vorsichtig agieren ließ. Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran kamen nicht voran, und der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus stockte nach Angriffen auf Öltanker. Gleichzeitig richteten sich die Blicke auf China, wo Investoren im Tagesverlauf neue Konjunkturdaten erwarteten, um die Stärke der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auszuloten.
Devisen Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 159,04 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7409 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8116 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1579 Dollar und zog leicht auf 0,9399 Franken(EURCHF=) an. Schwache US-Konjunkturdaten hatten den Dollar zuletzt belastet, da sie die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed verringerten.
Ölpreise Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent auf 88,89 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent fester bei 82,56 Dollar. Die schwindenden Hoffnungen auf einen Frieden zwischen den USA und dem Iran sowie der verlangsamte Tankerverkehr trieben die Preise an. "Die Ölpreise haben sich von ihren Tiefständen Anfang August fast vollständig erholt, da die geopolitischen Risikoprämien in den Markt zurückgekehrt sind", erklärte Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova.
Wall Street Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 53.732,41 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7.785,76 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,3 Prozent auf 26.729,16 Stellen nach. Ein überraschender Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze und eine eingetrübte Verbraucherstimmung hatten die Anleger vor dem Wochenende vorsichtig agieren lassen. In der neuen Woche warten die Investoren nun auf die Einkaufsmanagerindizes sowie Bilanzen großer Einzelhändler.
(Bericht von Stella Qiu, Florence Tan, Sethuraman NR, Makiko Yamazaki, Leika Kihara und Chang-Ran Kim, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)