14.08.26
03:18
Reuters
Singapur/Shanghai, 14. Aug (Reuters) - Die Aussicht auf eine Zinspause in den USA und die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenschluss am Freitag Auftrieb verliehen. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) stieg um 0,28 Prozent und steuerte auf den stärksten Wochengewinn seit Mitte Juni zu. In Tokio gewann der japanische Leitindex Nikkei(.N225) 1,5 Prozent. Auch in Südkorea griffen Anleger zu: Der Leitindex Kospi(.KS11) legte um 0,82 Prozent auf 6868,89 Punkte zu und beendete damit eine siebenwöchige Verlustserie.
Trotz der stockenden Friedensgespräche im Nahen Osten und der US-Drohung, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran samt einer Seeblockade zu erhöhen, blendeten die Investoren die geopolitischen Risiken weitgehend aus. "Die Märkte scheinen vorerst bereit zu sein, ein erhebliches Maß an Unsicherheit zu tolerieren, ohne höhere Risikoprämien zu verlangen", sagte John Sidawi, Portfoliomanager bei Federated Hermes. In Südkorea profitierten Technologiewerte von der KI-Fantasie: Während die Papiere des Chipbauers SK Hynix(000660.KS) um 3,01 Prozent zulegten, gaben die Aktien des Konkurrenten Samsung Electronics(005930.KS) um 0,37 Prozent nach. Zu den Gewinnern zählten auch die Autobauer Hyundai Motor(005380.KS) und Kia(000270.KS) mit Aufschlägen von 5,73 und 1,97 Prozent.
In China rückte das Vorgehen der Notenbank in den Fokus. Die People's Bank of China (PBOC) pumpte 349 Milliarden Yuan in das Bankensystem und signalisierte damit eine stärkere Kontrolle der kurzfristigen Zinsen. Unterdessen warnte Charu Chanana, Anlagestratege bei Saxo, vor zu viel Optimismus an den asiatischen Märkten, da die Rally vor allem von Schlagzeilen getrieben sei. "Ohne Klarheit über den Nahen Osten könnte ein erneuter Ölpreisanstieg die Inflations- und Zinssorgen schnell wieder aufleben lassen", erklärte Chanana. Eine Eskalation des Konflikts könnte Investoren aus der Reserve locken und eine deutlich höhere Volatilität auslösen.
Devisen
Am Devisenmarkt rückte der japanische Yen(JPY=) wieder in den Fokus, da er sich der psychologisch wichtigen Marke von 160 nähert, was Spekulationen über eine erneute Intervention der Regierung in Tokio schürte. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,37 Yen und legte leicht auf 6,7435 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8135 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1536 Dollar und zog leicht auf 0,9387 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Trotz der Spannungen im Nahen Osten und der Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts mit dem Iran zeigten sich die Ölmärkte wenig bewegt. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 87,02 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 81,24 Dollar. Zuvor hatten die Preise nachgegeben, steuerten aber dennoch auf einen Wochengewinn von rund vier Prozent zu, da die Anleger die geopolitische Lage genau im Blick behielten.
Wall Street
Die Vorgaben aus den USA fielen positiv aus, nachdem milde Inflationsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed gedämpft hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag kaum verändert bei 53.839,99 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,7 Prozent auf 7.798,99 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,8 Prozent auf 26.803,03 Stellen an.
(Bericht von Ankur Banerjee und Newsroom Shanghai, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Singapur/Shanghai, 14. Aug (Reuters) - Die Aussicht auf eine Zinspause in den USA und die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenschluss am Freitag Auftrieb verliehen. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) stieg um 0,28 Prozent und steuerte auf den stärksten Wochengewinn seit Mitte Juni zu. In Tokio gewann der japanische Leitindex Nikkei(.N225) 1,5 Prozent. Auch in Südkorea griffen Anleger zu: Der Leitindex Kospi(.KS11) legte um 0,82 Prozent auf 6868,89 Punkte zu und beendete damit eine siebenwöchige Verlustserie.
Trotz der stockenden Friedensgespräche im Nahen Osten und der US-Drohung, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran samt einer Seeblockade zu erhöhen, blendeten die Investoren die geopolitischen Risiken weitgehend aus. "Die Märkte scheinen vorerst bereit zu sein, ein erhebliches Maß an Unsicherheit zu tolerieren, ohne höhere Risikoprämien zu verlangen", sagte John Sidawi, Portfoliomanager bei Federated Hermes. In Südkorea profitierten Technologiewerte von der KI-Fantasie: Während die Papiere des Chipbauers SK Hynix(000660.KS) um 3,01 Prozent zulegten, gaben die Aktien des Konkurrenten Samsung Electronics(005930.KS) um 0,37 Prozent nach. Zu den Gewinnern zählten auch die Autobauer Hyundai Motor(005380.KS) und Kia(000270.KS) mit Aufschlägen von 5,73 und 1,97 Prozent.
In China rückte das Vorgehen der Notenbank in den Fokus. Die People's Bank of China (PBOC) pumpte 349 Milliarden Yuan in das Bankensystem und signalisierte damit eine stärkere Kontrolle der kurzfristigen Zinsen. Unterdessen warnte Charu Chanana, Anlagestratege bei Saxo, vor zu viel Optimismus an den asiatischen Märkten, da die Rally vor allem von Schlagzeilen getrieben sei. "Ohne Klarheit über den Nahen Osten könnte ein erneuter Ölpreisanstieg die Inflations- und Zinssorgen schnell wieder aufleben lassen", erklärte Chanana. Eine Eskalation des Konflikts könnte Investoren aus der Reserve locken und eine deutlich höhere Volatilität auslösen.
Devisen
Am Devisenmarkt rückte der japanische Yen(JPY=) wieder in den Fokus, da er sich der psychologisch wichtigen Marke von 160 nähert, was Spekulationen über eine erneute Intervention der Regierung in Tokio schürte. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,37 Yen und legte leicht auf 6,7435 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8135 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1536 Dollar und zog leicht auf 0,9387 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Trotz der Spannungen im Nahen Osten und der Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts mit dem Iran zeigten sich die Ölmärkte wenig bewegt. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 87,02 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 81,24 Dollar. Zuvor hatten die Preise nachgegeben, steuerten aber dennoch auf einen Wochengewinn von rund vier Prozent zu, da die Anleger die geopolitische Lage genau im Blick behielten.
Wall Street
Die Vorgaben aus den USA fielen positiv aus, nachdem milde Inflationsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed gedämpft hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag kaum verändert bei 53.839,99 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,7 Prozent auf 7.798,99 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,8 Prozent auf 26.803,03 Stellen an.
(Bericht von Ankur Banerjee und Newsroom Shanghai, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)