13.08.26
17:08
Reuters
* S&P markiert Rekordhoch
* Produzentenpreisinflation schwächer als erwartet
* Dell und HP legen nach soliden Gewinnen von Lenovo zu
(Neu: Fokus auf USA)
Frankfurt, 13. Aug (Reuters) - Dank gedämpfter Inflationssorgen und starker Firmenbilanzen haben die US-Anleger am Donnerstag bei Aktien überwiegend zugegriffen. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) markierte zwischenzeitlich ein Rekordhoch bei 7816,70 Punkten, bröckelte dann aber etwas ab und lag ein knappes halbes Prozent im Plus. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte stagnierte bei 53.721 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) kletterte um 0,6 Prozent auf 26.762 Punkte.
Die Erzeugerpreise blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Die Spekulationen auf eine Zinspause, die bereits nach dem positiv aufgenommenen US-Inflationsbericht vom Mittwoch zugenommen hatten, verstärkten sich. Es sehe nicht so aus, als würde sich der Energiepreisschock nennenswert auf andere Kernbereiche der Inflation auswirken, resümierte Brock Weimer, Analyst für Anlagestrategie bei Edward Jones.
Profiteure der stärkeren Risikolust an den Börsen waren wie so oft die wachstumsstarken Technologieaktien. Die Chipwerte Sandisk(SNDK.O) und Micron(MU.O) gehörten zu den größten Gewinnern und legten um 15 Prozent und sechs Prozent zu. Der breiter gefasste Chip-Index(.SOX) stieg um 1,8 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit fast einem Monat. Papiere von Microsoft(MSFT.O), Nvidia(NVDA.O) und Apple(AAPL.O) legten je rund 0,5 Prozent zu. Die PC-Hersteller Dell Technologies (DELL.N) und HP(HPQ.N) legten um je 2,5 Prozent zu, nachdem die Gewinne des chinesischen Rivalen Lenovo (0992.HK) die Erwartungen übertroffen hatten.
Hingegen fielen die Papiere von Cisco Systems(CSCO.O) um neun Prozent, obwohl der Netzwerkausrüster für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz über den Erwartungen der Wall Street in Aussicht stellte. Anleger waren mit dem Umsatzwachstum des KI-Chipentwicklers Cerebras(CBRS.O) unzufrieden: Die Aktien brachen um mehr als elf Prozent ein. Der Erlös stieg im Quartal zwar auf rund 180 Millionen Dollar, Analysten hatten jedoch LSEG-Daten zufolge mit rund 194 Millionen Dollar gerechnet.
Bei den Gewinnern stachen Birkenstock(BIRK.N) mit einem Kursplus von 13 Prozent heraus. Dank der ungebrochen starken Nachfrage nach seinen Korksandalen hat der Schuhhersteller seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben.
Energiewerte notierten hingegen überwiegend im Minus, da die Ölpreise aufgrund von Spekulationen auf eine schwächere Nachfrage sanken. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und das US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligten sich um jeweils mehr als 1,5 Prozent. Die Preise hatten ihre Verluste eingegrenzt, nachdem die jemenitischen Huthi-Rebellen einer Meldung ihrer Nachrichtenagentur Saba zufolge eine Raffinerie des Ölkonzerns Aramco im saudi-arabischen Dschasan mit zwei Drohnen angegriffen hatten. Experten rechnen wegen der festgefahrenen Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA nicht mit einem signifikanten Ölpreisrückgang. Knackpunkt ist vor allem die Straße von Hormus. Die Meerenge, durch die vor dem Iran-Krieg ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen transportiert wurde, ist seit Monaten weitgehend gesperrt.
(Bericht von Avinash P, Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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13.08.26
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Reuters
(Neu: Fokus auf USA) Frankfurt, 13. Aug (Reuters) - Dank gedämpfter Inflationssorgen und starker Firmenbilanzen haben die US-Anleger am Donnerstag bei Aktien überwiegend zugegriffen. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) markierte zwischenzeitlich ein Rekordhoch bei 7816,70 Punkten, bröckelte dann aber etwas ab und lag ein knappes halbes Prozent im Plus. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte stagnierte bei 53.721 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) kletterte um 0,6 Prozent auf 26.762 Punkte. Die Erzeugerpreise blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Die Spekulationen auf eine Zinspause, die bereits nach dem positiv aufgenommenen US-Inflationsbericht vom Mittwoch zugenommen hatten, verstärkten sich. Es sehe nicht so aus, als würde sich der Energiepreisschock nennenswert auf andere Kernbereiche der Inflation auswirken, resümierte Brock Weimer, Analyst für Anlagestrategie bei Edward Jones.
HALBLEITER-SEKTOR STARK - CISCO KNICKEN EIN
Profiteure der stärkeren Risikolust an den Börsen waren wie so oft die wachstumsstarken Technologieaktien. Die Chipwerte Sandisk(SNDK.O) und Micron(MU.O) gehörten zu den größten Gewinnern und legten um 15 Prozent und sechs Prozent zu. Der breiter gefasste Chip-Index(.SOX) stieg um 1,8 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit fast einem Monat. Papiere von Microsoft(MSFT.O), Nvidia(NVDA.O) und Apple(AAPL.O) legten je rund 0,5 Prozent zu. Die PC-Hersteller Dell Technologies (DELL.N) und HP(HPQ.N) legten um je 2,5 Prozent zu, nachdem die Gewinne des chinesischen Rivalen Lenovo (0992.HK) die Erwartungen übertroffen hatten. Hingegen fielen die Papiere von Cisco Systems(CSCO.O) um neun Prozent, obwohl der Netzwerkausrüster für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz über den Erwartungen der Wall Street in Aussicht stellte. Anleger waren mit dem Umsatzwachstum des KI-Chipentwicklers Cerebras(CBRS.O) unzufrieden: Die Aktien brachen um mehr als elf Prozent ein. Der Erlös stieg im Quartal zwar auf rund 180 Millionen Dollar, Analysten hatten jedoch LSEG-Daten zufolge mit rund 194 Millionen Dollar gerechnet.
ÖLPREISE GRENZEN VERLUSTE NACH HUTHI-ANGRIFFEN EIN
Bei den Gewinnern stachen Birkenstock(BIRK.N) mit einem Kursplus von 13 Prozent heraus. Dank der ungebrochen starken Nachfrage nach seinen Korksandalen hat der Schuhhersteller seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Energiewerte notierten hingegen überwiegend im Minus, da die Ölpreise aufgrund von Spekulationen auf eine schwächere Nachfrage sanken. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und das US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligten sich um jeweils mehr als 1,5 Prozent. Die Preise hatten ihre Verluste eingegrenzt, nachdem die jemenitischen Huthi-Rebellen einer Meldung ihrer Nachrichtenagentur Saba zufolge eine Raffinerie des Ölkonzerns Aramco im saudi-arabischen Dschasan mit zwei Drohnen angegriffen hatten. Experten rechnen wegen der festgefahrenen Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA nicht mit einem signifikanten Ölpreisrückgang. Knackpunkt ist vor allem die Straße von Hormus. Die Meerenge, durch die vor dem Iran-Krieg ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen transportiert wurde, ist seit Monaten weitgehend gesperrt.
(Bericht von Avinash P, Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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