12.08.26
09:04
Reuters
Peking, 12. Aug (Reuters) - Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus und erneute Zweifel an einem US-Iran-Abkommen schieben die Ölpreise weiter an. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl verteuerten sich in der Spitze um jeweils rund 1,5 Prozent auf 90,07 und 84,35 Dollar je Fass (159 Liter). Seit Mittwoch vergangener Woche haben die Preise um jeweils mehr als zehn Prozent zugelegt. "Der Nahe Osten entwickelt sich immer mehr zu einer Wippe zwischen 'Deal' und 'Krieg', was die Ölpreise wie ein Pendel zwischen 70 und 90 Dollar pro Barrel hin- und herschwingen lässt", kommentierte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin beim Broker Phillip Nova.
Die USA und die jemenitische Huthi-Miliz meldeten am Dienstag getrennte Angriffe auf die Schifffahrt in der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus und der Meerenge Bab al-Mandab. Der iranische Sicherheitsvertreter Mohsen Resai sagte, die Straße von Hormus werde geschlossen bleiben, wenn die USA nicht die iranischen Bedingungen für ein Ende des Krieges akzeptierten. US-Präsident Donald Trump hatte darauf am Montag mit eigenen Forderungen reagiert und vom Iran verlangt, Entschädigungen für die Opfer von Kriegen, Anschlägen und Protesten zu zahlen.
Diese Unsicherheit könnte für einige Marktteilnehmer gewinnbringend sein, sagte Phillip-Nova-Expertin Sachdeva. "Wir treten möglicherweise in eine Phase ein, in der sich die Märkte an den wöchentlichen Wechsel des Narrativs anpassen", sagte sie. "Das schafft ein hochvolatiles, aber chancenreiches Marktumfeld für Tageshändler, Scalper und kurzfristige Spekulanten."
Daten des US-Ölbranchenverbands American Petroleum Institute (API) begrenzten jedoch die Gewinne am Ölmarkt. Demnach stiegen die US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche überraschend stark um rund 9,1 Millionen Barrel. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Die offiziellen Daten der US-Energiebehörde EIA werden im weiteren Tagesverlauf erwartet. Sollte sich der Lageraufbau bestätigen, könnte dies die Sorgen der Marktteilnehmer über eine Angebotsverknappung lindern, schrieben die Analysten des Finanzdienstleisters Haitong.
(Bericht von Sam Li und Colleen Howe, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Peking, 12. Aug (Reuters) - Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus und erneute Zweifel an einem US-Iran-Abkommen schieben die Ölpreise weiter an. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl verteuerten sich in der Spitze um jeweils rund 1,5 Prozent auf 90,07 und 84,35 Dollar je Fass (159 Liter). Seit Mittwoch vergangener Woche haben die Preise um jeweils mehr als zehn Prozent zugelegt. "Der Nahe Osten entwickelt sich immer mehr zu einer Wippe zwischen 'Deal' und 'Krieg', was die Ölpreise wie ein Pendel zwischen 70 und 90 Dollar pro Barrel hin- und herschwingen lässt", kommentierte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin beim Broker Phillip Nova.
Die USA und die jemenitische Huthi-Miliz meldeten am Dienstag getrennte Angriffe auf die Schifffahrt in der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus und der Meerenge Bab al-Mandab. Der iranische Sicherheitsvertreter Mohsen Resai sagte, die Straße von Hormus werde geschlossen bleiben, wenn die USA nicht die iranischen Bedingungen für ein Ende des Krieges akzeptierten. US-Präsident Donald Trump hatte darauf am Montag mit eigenen Forderungen reagiert und vom Iran verlangt, Entschädigungen für die Opfer von Kriegen, Anschlägen und Protesten zu zahlen.
Diese Unsicherheit könnte für einige Marktteilnehmer gewinnbringend sein, sagte Phillip-Nova-Expertin Sachdeva. "Wir treten möglicherweise in eine Phase ein, in der sich die Märkte an den wöchentlichen Wechsel des Narrativs anpassen", sagte sie. "Das schafft ein hochvolatiles, aber chancenreiches Marktumfeld für Tageshändler, Scalper und kurzfristige Spekulanten."
Daten des US-Ölbranchenverbands American Petroleum Institute (API) begrenzten jedoch die Gewinne am Ölmarkt. Demnach stiegen die US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche überraschend stark um rund 9,1 Millionen Barrel. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Die offiziellen Daten der US-Energiebehörde EIA werden im weiteren Tagesverlauf erwartet. Sollte sich der Lageraufbau bestätigen, könnte dies die Sorgen der Marktteilnehmer über eine Angebotsverknappung lindern, schrieben die Analysten des Finanzdienstleisters Haitong.
(Bericht von Sam Li und Colleen Howe, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)