10.08.26
20:36
Reuters
New York, 10. Aug (Reuters) - Schwindende Hoffnungen auf eine Öffnung der Straße von Hormus haben der Wall Street am Montag Kursverluste eingebrockt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 53.976 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls 0,1 Prozent auf 7753 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 26.605 Punkte.
US-Präsident Donald Trump forderte vom Iran Entschädigungen für Menschen, die seiner Darstellung nach in Kriegen, bei Angriffen und Protesten getötet wurden. Die Regierung in Teheran hatte ihrerseits Bedingungen an Washington gestellt. Dazu zählte eine Entschädigung für Schäden, die seit den Angriffen der USA und Israels auf iranisches Territorium vor mehr als fünf Monaten entstanden seien.
Angesichts der geringeren Zuversicht der Anleger in eine Lösung der Nahost-Krise stieg der Preis für US-Rohöl um etwa fünf Prozent auf 82,13 Dollar pro Barrel. Eine Wiedereröffnung der Ölroute durch die Meerenge könnte die Sorgen vor höheren Energiepreisen lindern. Diese schüren Inflationsängste und die Befürchtung, dass die Zentralbanken die Zinsen anheben müssten.
"NOTLÖSUNGEN HALTEN NICHT EWIG"
Rekordmargen und Rekordgewinne hätten den Markt bislang geprägt, sagte Tom Hainlin, Anlagestratege bei U.S. Bank Wealth Management. Der Iran-Konflikt lasse die Risikobereitschaft jedoch immer wieder schwanken. Die direkten Auswirkungen zeigten sich bei den Ölpreisen, die hartnäckig über dem Niveau vor dem Konflikt verharrten, erklärte er weiter. "Bislang konnte die Welt damit umgehen, aber diese Notlösungen halten nicht ewig."
Die Papiere von Intel(INTC.O) fielen um 4,1 Prozent. Der Konzern plant nach eigenen Angaben, durch einen Aktienverkauf 15 Milliarden Dollar einzunehmen. Die Aktien von Nvidia(NVDA.O) gaben um 2,9 Prozent nach. Einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge arbeitet eine Gruppe von Finanzunternehmen, darunter Apollo Global(APO.N) und Blackstone(BX.N), mit Nvidia an einem Finanzierungspaket in Höhe von 500 Milliarden Dollar für den Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI).
Investoren erhoffen sich im weiteren Wochenverlauf Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank (Fed). Daten vom Freitag, wonach die US-Arbeitgeber im Juli überraschend 23.000 Arbeitsplätze abgebaut hatten, veranlassten Händler dazu, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September geringer einzuschätzen. Dem FedWatch-Tool der CME zufolge rechnen sie nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent für einen solchen Schritt.
Weitere Quartalszahlen stehen zudem auf der Agenda, darunter von Applied Materials(AMAT.O) und Cisco(CSCO.O). Rund 85 Prozent der 436 Unternehmen im S&P 500, die bislang ihre Bilanzen vorgelegt haben, übertrafen die Erwartungen. Dies geht aus Daten von LSEG hervor.
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(Bericht von Caroline Valetkevitch und Noel Randewich Bearbeitet von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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10.08.26
20:36
Reuters
(Neu: Schlusskurse)
New York, 10. Aug (Reuters) - Schwindende Hoffnungen auf eine Öffnung der Straße von Hormus haben der Wall Street am Montag Kursverluste eingebrockt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 53.976 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls 0,1 Prozent auf 7753 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 26.605 Punkte.
US-Präsident Donald Trump forderte vom Iran Entschädigungen für Menschen, die seiner Darstellung nach in Kriegen, bei Angriffen und Protesten getötet wurden. Die Regierung in Teheran hatte ihrerseits Bedingungen an Washington gestellt. Dazu zählte eine Entschädigung für Schäden, die seit den Angriffen der USA und Israels auf iranisches Territorium vor mehr als fünf Monaten entstanden seien.
Angesichts der geringeren Zuversicht der Anleger in eine Lösung der Nahost-Krise stieg der Preis für US-Rohöl um etwa fünf Prozent auf 82,13 Dollar pro Barrel. Eine Wiedereröffnung der Ölroute durch die Meerenge könnte die Sorgen vor höheren Energiepreisen lindern. Diese schüren Inflationsängste und die Befürchtung, dass die Zentralbanken die Zinsen anheben müssten.
Rekordmargen und Rekordgewinne hätten den Markt bislang geprägt, sagte Tom Hainlin, Anlagestratege bei U.S. Bank Wealth Management. Der Iran-Konflikt lasse die Risikobereitschaft jedoch immer wieder schwanken. Die direkten Auswirkungen zeigten sich bei den Ölpreisen, die hartnäckig über dem Niveau vor dem Konflikt verharrten, erklärte er weiter. "Bislang konnte die Welt damit umgehen, aber diese Notlösungen halten nicht ewig."
Die Papiere von Intel(INTC.O) fielen um 4,1 Prozent. Der Konzern plant nach eigenen Angaben, durch einen Aktienverkauf 15 Milliarden Dollar einzunehmen. Die Aktien von Nvidia(NVDA.O) gaben um 2,9 Prozent nach. Einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge arbeitet eine Gruppe von Finanzunternehmen, darunter Apollo Global(APO.N) und Blackstone(BX.N), mit Nvidia an einem Finanzierungspaket in Höhe von 500 Milliarden Dollar für den Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI).
Investoren erhoffen sich im weiteren Wochenverlauf Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank (Fed). Daten vom Freitag, wonach die US-Arbeitgeber im Juli überraschend 23.000 Arbeitsplätze abgebaut hatten, veranlassten Händler dazu, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September geringer einzuschätzen. Dem FedWatch-Tool der CME zufolge rechnen sie nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent für einen solchen Schritt.
Weitere Quartalszahlen stehen zudem auf der Agenda, darunter von Applied Materials(AMAT.O) und Cisco(CSCO.O). Rund 85 Prozent der 436 Unternehmen im S&P 500, die bislang ihre Bilanzen vorgelegt haben, übertrafen die Erwartungen. Dies geht aus Daten von LSEG hervor.
(Bericht von Caroline Valetkevitch und Noel Randewich Bearbeitet von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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