10.08.26
16:00
Reuters
10. Aug (Reuters) - Die Ölpreise ziehen rund vier Prozent an, nachdem der Iran Hoffnungen auf eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormus gedämpft hat. Bevor die strategisch wichtige Meerenge wieder geöffnet werde, müssten die USA mehrere Bedingungen erfüllen, bekräftigte der iranische Außenminister Abbas Aragtschi am Sonntag. Dazu gehören Entschädigungszahlungen für US-Angriffe sowie die Aufhebung von Sanktionen. Gespräche mit dem Oman über Regelungen zur Schifffahrt durch die Straße von Hormus verliefen reibungslos und konstruktiv, sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums am Montag. Einige technische Fragen seien aber noch ungeklärt. Als Gegenleistung für Dienstleistungen werde die Erhebung von Gebühren für die Durchfahrt erwogen.
Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich am Montag jeweils um rund vier Prozent auf bis zu 86,85 Dollar und 81,30 Dollar je Barrel. Die Aussicht, dass der Iran und der Oman kurz vor einer Einigung stünden, die zu einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen würde, hatte die Ölpreise vergangene Woche um mehr als sieben Prozent gedrückt. Der Iran und die USA führen derzeit keine direkten Gespräche. Die Regierung in Teheran werde diese nicht aufnehmen, solange die US-Seite gegen das im Juni unterzeichnete Interimsabkommen verstoße, erklärte der iranische Außenminister. "Angesichts der zusätzlichen Forderungen des Iran gehen die meisten Händler davon aus, dass ein knapperes Angebot kurzfristig länger anhalten dürfte", sagte Dennis Kissler von BOK Financial.
Versorgungssorgen schürten zudem die mit dem Iran verbündeten Huthis, die nach eigenen Angaben am Sonntag die Raffinerie von Saudi Aramco in Dschasan am Roten Meer angegriffen haben. Einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mitteilung des Branchenbeobachters IIR zufolge hat Saudi Aramco das Wiederanfahren der Raffinerie mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag nach zwei Huthi-Angriffen in den vergangenen Wochen auf den 30. August verschoben. Die Ölgesellschaft ADNOC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass seit Beginn des Konflikts 15 ihrer Schiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus angegriffen worden seien. Zudem setzte das ukrainische Militär seine Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur fort.
(Bericht von Arathy Somasekhar, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Reuters
Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich am Montag jeweils um rund vier Prozent auf bis zu 86,85 Dollar und 81,30 Dollar je Barrel. Die Aussicht, dass der Iran und der Oman kurz vor einer Einigung stünden, die zu einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen würde, hatte die Ölpreise vergangene Woche um mehr als sieben Prozent gedrückt. Der Iran und die USA führen derzeit keine direkten Gespräche. Die Regierung in Teheran werde diese nicht aufnehmen, solange die US-Seite gegen das im Juni unterzeichnete Interimsabkommen verstoße, erklärte der iranische Außenminister. "Angesichts der zusätzlichen Forderungen des Iran gehen die meisten Händler davon aus, dass ein knapperes Angebot kurzfristig länger anhalten dürfte", sagte Dennis Kissler von BOK Financial.
Versorgungssorgen schürten zudem die mit dem Iran verbündeten Huthis, die nach eigenen Angaben am Sonntag die Raffinerie von Saudi Aramco in Dschasan am Roten Meer angegriffen haben. Einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mitteilung des Branchenbeobachters IIR zufolge hat Saudi Aramco das Wiederanfahren der Raffinerie mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag nach zwei Huthi-Angriffen in den vergangenen Wochen auf den 30. August verschoben. Die Ölgesellschaft ADNOC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass seit Beginn des Konflikts 15 ihrer Schiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus angegriffen worden seien. Zudem setzte das ukrainische Militär seine Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur fort.
(Bericht von Arathy Somasekhar, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder (für Unternehmen und Märkte))