10.08.26
03:34
Reuters
In Tokio profitierten Technologie- und KI-Werte von den positiven Vorgaben der US-Börsen. "Gewinne bei den Chip-Werten stützten den Nikkei", sagte Daisuke Hashizume, Chefstratege bei Daiwa Securities. "Treiber waren die nachlassenden Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank." Zu den größten Gewinnern zählten die Chip-Zulieferer Advantest(6857.T) mit einem Plus von 5,3 Prozent und Tokyo Electron(8035.T), die 3,4 Prozent gewannen. Für Aufmerksamkeit sorgte zudem ein Bericht der Zeitung "Nikkei", wonach Sony(6758.T) und der taiwanische Chip-Auftragsfertiger TSMC(2330.TW) rund eine Billion Yen (6,32 Milliarden Dollar) in die gemeinsame Produktion von Mikrochips für Bildsensoren investieren wollen. Zu den Verlierern gehörte der Batterie-Material-Hersteller Mitsui Kinzoku(5706.T), dessen Aktien nach enttäuschenden Zahlen um 17 Prozent einbrachen.
Gegen den regionalen Trend gaben chinesische Standardwerte(.CSI300) um 0,4 Prozent nach, nachdem schwächer als erwartet ausgefallene Inflationsdaten die anhaltende Flaute der Binnennachfrage unterstrichen hatten. Begrenzt wurden die Kursgewinne in Asien zudem durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Die Unsicherheit über eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus bremste die Risikobereitschaft, da der Iran für ein Abkommen weitere Zugeständnisse der USA forderte. In Japan sorgte zudem die Notenbank für Aufsehen: Warnungen der Währungshüter vor steigenden Inflationsrisiken schürten Spekulationen auf eine raschere Zinswende im September.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 158,24 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7462 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8090 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1551 Dollar und zog leicht auf 0,9344 Franken(EURCHF=) an. Die US-Währung stand zuletzt unter Druck, da sinkende Anleiherenditen und die schwindende Erwartung einer US-Zinserhöhung den Dollar belasteten. Gleichzeitig blieben Anleger beim Yen vorsichtig, da die jüngsten falkenhaften Signale der japanischen Notenbank stützend wirkten.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,9 Prozent auf 84,26 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent fester bei 78,67 Dollar. Die festgefahrenen Friedensgespräche am Golf und die unklare Lage rund um die wichtige Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus trieben die Preise nach oben. Der jüngste Anstieg der Energiekosten rückt nun die am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten in den Fokus der Anleger, da ein überraschender Preisanstieg die Zinsspekulationen in den USA neu entfachen könnte.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 54.036,93 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,6 Prozent auf 7.757,64 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,3 Prozent auf 26.690,62 Stellen an. Ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht hatte am Freitag die Hoffnung auf ausbleibende Zinserhöhungen geschürt und der Wall Street zu Rekordständen verholfen. Zudem stützten starke Unternehmensgewinne, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die Kurse.
(Bericht von Wayne Cole, Junko Fujita, Wen-Yee Lee, Sam Nussey, Kiyoshi Takenaka und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.08.26
03:34
Reuters
Sydney/Tokio, 10. Aug (Reuters) - Die nachlassende Sorge vor baldigen Zinserhöhungen in den USA hat die asiatischen Aktienmärkte am Montag angetrieben. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) ist um 2,0 Prozent auf 66.927,61 Punkte gestiegen, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) um 0,44 Prozent auf 4092,93 Zähler zulegte. Auch der südkoreanische Leitindex(.KS11) ging mit einem Plus von 1,1 Prozent aus dem Handel. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) verzeichnete einen Zuwachs von 0,8 Prozent. Schwache US-Arbeitsmarktdaten hatten zuvor die Erwartungen an eine baldige Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed gedämpft.
In Tokio profitierten Technologie- und KI-Werte von den positiven Vorgaben der US-Börsen. "Gewinne bei den Chip-Werten stützten den Nikkei", sagte Daisuke Hashizume, Chefstratege bei Daiwa Securities. "Treiber waren die nachlassenden Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank." Zu den größten Gewinnern zählten die Chip-Zulieferer Advantest(6857.T) mit einem Plus von 5,3 Prozent und Tokyo Electron(8035.T), die 3,4 Prozent gewannen. Für Aufmerksamkeit sorgte zudem ein Bericht der Zeitung "Nikkei", wonach Sony(6758.T) und der taiwanische Chip-Auftragsfertiger TSMC(2330.TW) rund eine Billion Yen (6,32 Milliarden Dollar) in die gemeinsame Produktion von Mikrochips für Bildsensoren investieren wollen. Zu den Verlierern gehörte der Batterie-Material-Hersteller Mitsui Kinzoku(5706.T), dessen Aktien nach enttäuschenden Zahlen um 17 Prozent einbrachen.
Gegen den regionalen Trend gaben chinesische Standardwerte(.CSI300) um 0,4 Prozent nach, nachdem schwächer als erwartet ausgefallene Inflationsdaten die anhaltende Flaute der Binnennachfrage unterstrichen hatten. Begrenzt wurden die Kursgewinne in Asien zudem durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Die Unsicherheit über eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus bremste die Risikobereitschaft, da der Iran für ein Abkommen weitere Zugeständnisse der USA forderte. In Japan sorgte zudem die Notenbank für Aufsehen: Warnungen der Währungshüter vor steigenden Inflationsrisiken schürten Spekulationen auf eine raschere Zinswende im September.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 158,24 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7462 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8090 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1551 Dollar und zog leicht auf 0,9344 Franken(EURCHF=) an. Die US-Währung stand zuletzt unter Druck, da sinkende Anleiherenditen und die schwindende Erwartung einer US-Zinserhöhung den Dollar belasteten. Gleichzeitig blieben Anleger beim Yen vorsichtig, da die jüngsten falkenhaften Signale der japanischen Notenbank stützend wirkten.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,9 Prozent auf 84,26 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent fester bei 78,67 Dollar. Die festgefahrenen Friedensgespräche am Golf und die unklare Lage rund um die wichtige Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus trieben die Preise nach oben. Der jüngste Anstieg der Energiekosten rückt nun die am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten in den Fokus der Anleger, da ein überraschender Preisanstieg die Zinsspekulationen in den USA neu entfachen könnte.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 54.036,93 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,6 Prozent auf 7.757,64 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,3 Prozent auf 26.690,62 Stellen an. Ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht hatte am Freitag die Hoffnung auf ausbleibende Zinserhöhungen geschürt und der Wall Street zu Rekordständen verholfen. Zudem stützten starke Unternehmensgewinne, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die Kurse.
(Bericht von Wayne Cole, Junko Fujita, Wen-Yee Lee, Sam Nussey, Kiyoshi Takenaka und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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