07.08.26
17:31
Reuters
* Überraschender Stellenabbau im Juli
* Börsianer rechnen mit Zinspause im September
* Atlassian heben nach Zahlen ab
(Neu: Fokus auf USA)
Frankfurt, 07. Aug (Reuters) - Überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag die Zinssorgen der US-Anleger verblassen lassen. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte kletterte um 0,1 Prozent auf 53.953 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stieg um 0,5 Prozent auf 7745 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) zog ein Prozent auf 26.606 Punkte an. Damit steuerten die US-Indizes auf ihre beste Börsenwoche seit April zu.
Unter dem Strich fielen im Juli 23.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft weg, wie aus dem Bericht der Regierung hervorging. Ökonomen hingegen hatten mit einem Aufbau von 80.000 Jobs gerechnet. Die Daten eröffneten der US-Notenbank Fed einen größeren Spielraum, sagte Anthony Saglimbene, Chef-Marktstratege bei Ameriprise Financial. "Es schien, als würde die Fed den Druck in Sachen Inflation verstärken, aber die Zahlen könnten diese Diskussion neu ausrichten und den Arbeitsmarktaspekt ihres Mandats in den Fokus rücken." An den Terminmärkten gingen die Wetten auf eine Zinserhöhung im September zurück, Händler sahen die Wahrscheinlichkeit dafür bei etwa 44 Prozent im Vergleich zu 55 Prozent vor der Veröffentlichung des Berichts.
Der Dollar geriet im Zuge dessen unter Druck, im Gegenzug wertete der Euro(EUR=) ein halbes Prozent auf 1,1576 Dollar auf. Der Goldpreis(XAU=) weitete seine Gewinne deutlich aus und legte drei Prozent auf ein Sieben-Wochen-Hoch zu. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen (US10YT=RR) sank um 4,7 Basispunkte auf 4,623 Prozent.
Die hohen Energiepreise bleiben angesichts der Inflation ein heikles Thema an den Börsen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Freitag um 1,4 Prozent auf 83,67 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 78,35 Dollar. Die Gespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Unterhändlern zur Beendigung der seit fünf Monaten andauernden Kämpfe lieferten keine klaren Signale. Zu Beginn der Woche waren die Ölpreise gefallen, da eine mögliche Lösung des Konflikts wahrscheinlicher erschien.
Ermutigende Firmenbilanzen beflügelten die Kurse von Chipherstellern und Softwarekonzernen. Der Produzent von Kollaborationssoftware Atlassian(TEAM.O) und der Chiphersteller Microchip Tech(MCHP.O) stellten Quartalsumsätze über den Erwartungen in Aussicht: Die Aktien von Atlassian stürmten um knapp 32 Prozent nach oben auf ein Sieben-Monats-Hoch, Papiere von Microchip gewannen rund 13 Prozent. Ein optimistischerer Blick nach vorne dank wachsender KI-Nachfrage beflügelte die Aktien des Cloud-Dienstleisters Cloudflare (NET.N), die 16 Prozent zulegten.
Aktien von Take-Two Interactive(TTWO.O) stiegen um mehr als drei Prozent. Der Videospielehersteller bestätigte den 19. November als Starttermin für "Grand Theft Auto VI", nachdem dieser zuvor bereits mehrfach verschoben worden war. Die Erwartungen an das Spiel sind extrem hoch - Fans haben mehr als 13 Jahre auf den neuen Teil der Reihe gewartet.
Aktien von Airbnb(ABNB.O) kletterten um 14,8 Prozent. Der Zimmervermittler hat im abgelaufenen Quartal dank einer starken weltweiten Reisenachfrage und der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika mehr umgesetzt und verdient als erwartet.
Trübe Geschäftsaussichten belasteten die Aktien des Sportartikelherstellers Under Armour(UAA.N). Die Papiere gaben um 3,6 Prozent nach. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatzminus im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.
(Bericht von Johann M Cherian und Shashwat Chauhan, Anika Ross. Redigiert von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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07.08.26
17:31
Reuters
(Neu: Fokus auf USA) Frankfurt, 07. Aug (Reuters) - Überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag die Zinssorgen der US-Anleger verblassen lassen. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte kletterte um 0,1 Prozent auf 53.953 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stieg um 0,5 Prozent auf 7745 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) zog ein Prozent auf 26.606 Punkte an. Damit steuerten die US-Indizes auf ihre beste Börsenwoche seit April zu.
Unter dem Strich fielen im Juli 23.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft weg, wie aus dem Bericht der Regierung hervorging. Ökonomen hingegen hatten mit einem Aufbau von 80.000 Jobs gerechnet. Die Daten eröffneten der US-Notenbank Fed einen größeren Spielraum, sagte Anthony Saglimbene, Chef-Marktstratege bei Ameriprise Financial. "Es schien, als würde die Fed den Druck in Sachen Inflation verstärken, aber die Zahlen könnten diese Diskussion neu ausrichten und den Arbeitsmarktaspekt ihres Mandats in den Fokus rücken." An den Terminmärkten gingen die Wetten auf eine Zinserhöhung im September zurück, Händler sahen die Wahrscheinlichkeit dafür bei etwa 44 Prozent im Vergleich zu 55 Prozent vor der Veröffentlichung des Berichts.
ÖLPREISE ZIEHEN WIEDER AN - GOLD AUF SIEBEN-WOCHEN-HOCH Der Dollar geriet im Zuge dessen unter Druck, im Gegenzug wertete der Euro(EUR=) ein halbes Prozent auf 1,1576 Dollar auf. Der Goldpreis(XAU=) weitete seine Gewinne deutlich aus und legte drei Prozent auf ein Sieben-Wochen-Hoch zu. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen (US10YT=RR) sank um 4,7 Basispunkte auf 4,623 Prozent.
Die hohen Energiepreise bleiben angesichts der Inflation ein heikles Thema an den Börsen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Freitag um 1,4 Prozent auf 83,67 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 78,35 Dollar. Die Gespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Unterhändlern zur Beendigung der seit fünf Monaten andauernden Kämpfe lieferten keine klaren Signale. Zu Beginn der Woche waren die Ölpreise gefallen, da eine mögliche Lösung des Konflikts wahrscheinlicher erschien.
THEMA KI BLEIBT ZUGPFERD AN DER BÖRSE Ermutigende Firmenbilanzen beflügelten die Kurse von Chipherstellern und Softwarekonzernen. Der Produzent von Kollaborationssoftware Atlassian(TEAM.O) und der Chiphersteller Microchip Tech(MCHP.O) stellten Quartalsumsätze über den Erwartungen in Aussicht: Die Aktien von Atlassian stürmten um knapp 32 Prozent nach oben auf ein Sieben-Monats-Hoch, Papiere von Microchip gewannen rund 13 Prozent. Ein optimistischerer Blick nach vorne dank wachsender KI-Nachfrage beflügelte die Aktien des Cloud-Dienstleisters Cloudflare (NET.N), die 16 Prozent zulegten.
Aktien von Take-Two Interactive(TTWO.O) stiegen um mehr als drei Prozent. Der Videospielehersteller bestätigte den 19. November als Starttermin für "Grand Theft Auto VI", nachdem dieser zuvor bereits mehrfach verschoben worden war. Die Erwartungen an das Spiel sind extrem hoch - Fans haben mehr als 13 Jahre auf den neuen Teil der Reihe gewartet.
Aktien von Airbnb(ABNB.O) kletterten um 14,8 Prozent. Der Zimmervermittler hat im abgelaufenen Quartal dank einer starken weltweiten Reisenachfrage und der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika mehr umgesetzt und verdient als erwartet.
Trübe Geschäftsaussichten belasteten die Aktien des Sportartikelherstellers Under Armour(UAA.N). Die Papiere gaben um 3,6 Prozent nach. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatzminus im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.
(Bericht von Johann M Cherian und Shashwat Chauhan, Anika Ross. Redigiert von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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