07.08.26
03:33
Reuters
Tokio, 07. Aug (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten uneinheitlich gezeigt. Anleger erhoffen sich von dem später am Tag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht Hinweise auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank (Fed). Experten rechnen für Juli mit 80.000 neuen Stellen nach 57.000 im Juni und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. "Da Anleiherenditen und Inflation die größten Risiken für Aktien bleiben, gehen wir davon aus, dass gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt an den Börsen negativ aufgenommen werden", sagte Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan. Ein starkes Beschäftigungsplus würde die Erwartung längerfristig hoher Zinsen untermauern und für weiteren Aufwärtsdruck bei den Zinsen sorgen. Ob es im kommenden Monat zu einer Zinserhöhung kommt, gilt an den Märkten derzeit als völlig offen.
Der japanische Nikkei-Index(.N225) gab um 0,9 Prozent nach. Verluste bei KI- und Chip-Aktien machten breitere Kursgewinne am Markt zunichte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) legte dagegen leicht um 0,04 Prozent auf 4057,47 Zähler zu. Auf Wochensicht hat der Nikkei damit 1,2 Prozent gewonnen, der Topix 1,3 Prozent.
Auch die Aktien der SoftBank Group gaben nach, obwohl das Unternehmen die Markterwartungen für das erste Quartal übertroffen hatte. Die Papiere der SoftBank Group(9984.T) fielen am Freitag um 4,3 Prozent. Der Technologieinvestor hatte am Donnerstag für das erste Quartal einen Gewinnrückgang um 18 Prozent gemeldet, der damit geringer ausfiel als erwartet. "Das Ergebnis hat den Marktkonsens übertroffen, lieferte aber keine Impulse, die den Aktienkurs hätten beflügeln können", sagte Naoki Fujiwara, leitender Fondsmanager bei Shinkin Asset Management.
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) trat auf der Stelle. Der südkoreanische Kospi(.KS11) verlor 0,5 Prozent und verzeichnete damit die siebte Verlustwoche in Folge, während der chinesische CSI-300-Index(.CSI300) um 0,2 Prozent zulegte.
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,32 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7468 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er auf 0,8125 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1520 Dollar und zog leicht auf 0,9360 Franken(EURCHF=) an.
Die Spannungen im Nahen Osten trieben unterdessen die Ölpreise an. Nordsee-Öl der Sorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 83,46 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem der Preis bereits am Vorabend um 3,8 Prozent zugelegt hatte. Auf Wochensicht zeichnete sich für Brent jedoch weiter ein Minus von 7,5 Prozent ab; der Preis blieb deutlich unter dem jüngsten Höchststand von 102 Dollar, den die Sorte vor zwei Wochen erreicht hatte. Zuvor hatten jemenitische Huthi-Rebellen das wichtige Ölförderland Saudi-Arabien angegriffen. Die Regierung in Riad warnte, koordinierte Angriffe der Huthis und vom Iran unterstützter irakischer Milizen stünden unmittelbar bevor. Der Iran prüft zudem einen Gesetzentwurf, dem zufolge Schiffen unter der Flagge der USA, Israels und anderer als "feindlich" eingestufter Staaten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verboten wäre. Bei Verstößen sieht der Entwurf Geldstrafen von bis zu 20 Prozent des Frachtwerts vor.
Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 1,0 Prozent fester bei 78,09 Dollar.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 53.885,10 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7.709,96 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.348,35 Stellen.
(Bericht von Stella Qiu und Junko Fujita, geschrieben von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
07.08.26
03:33
Reuters
Tokio, 07. Aug (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten uneinheitlich gezeigt. Anleger erhoffen sich von dem später am Tag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht Hinweise auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank (Fed). Experten rechnen für Juli mit 80.000 neuen Stellen nach 57.000 im Juni und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. "Da Anleiherenditen und Inflation die größten Risiken für Aktien bleiben, gehen wir davon aus, dass gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt an den Börsen negativ aufgenommen werden", sagte Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan. Ein starkes Beschäftigungsplus würde die Erwartung längerfristig hoher Zinsen untermauern und für weiteren Aufwärtsdruck bei den Zinsen sorgen. Ob es im kommenden Monat zu einer Zinserhöhung kommt, gilt an den Märkten derzeit als völlig offen.
Der japanische Nikkei-Index(.N225) gab um 0,9 Prozent nach. Verluste bei KI- und Chip-Aktien machten breitere Kursgewinne am Markt zunichte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) legte dagegen leicht um 0,04 Prozent auf 4057,47 Zähler zu. Auf Wochensicht hat der Nikkei damit 1,2 Prozent gewonnen, der Topix 1,3 Prozent.
Auch die Aktien der SoftBank Group gaben nach, obwohl das Unternehmen die Markterwartungen für das erste Quartal übertroffen hatte. Die Papiere der SoftBank Group(9984.T) fielen am Freitag um 4,3 Prozent. Der Technologieinvestor hatte am Donnerstag für das erste Quartal einen Gewinnrückgang um 18 Prozent gemeldet, der damit geringer ausfiel als erwartet. "Das Ergebnis hat den Marktkonsens übertroffen, lieferte aber keine Impulse, die den Aktienkurs hätten beflügeln können", sagte Naoki Fujiwara, leitender Fondsmanager bei Shinkin Asset Management.
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) trat auf der Stelle. Der südkoreanische Kospi(.KS11) verlor 0,5 Prozent und verzeichnete damit die siebte Verlustwoche in Folge, während der chinesische CSI-300-Index(.CSI300) um 0,2 Prozent zulegte.
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,32 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7468 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er auf 0,8125 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1520 Dollar und zog leicht auf 0,9360 Franken(EURCHF=) an.
Die Spannungen im Nahen Osten trieben unterdessen die Ölpreise an. Nordsee-Öl der Sorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 83,46 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem der Preis bereits am Vorabend um 3,8 Prozent zugelegt hatte. Auf Wochensicht zeichnete sich für Brent jedoch weiter ein Minus von 7,5 Prozent ab; der Preis blieb deutlich unter dem jüngsten Höchststand von 102 Dollar, den die Sorte vor zwei Wochen erreicht hatte. Zuvor hatten jemenitische Huthi-Rebellen das wichtige Ölförderland Saudi-Arabien angegriffen. Die Regierung in Riad warnte, koordinierte Angriffe der Huthis und vom Iran unterstützter irakischer Milizen stünden unmittelbar bevor. Der Iran prüft zudem einen Gesetzentwurf, dem zufolge Schiffen unter der Flagge der USA, Israels und anderer als "feindlich" eingestufter Staaten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verboten wäre. Bei Verstößen sieht der Entwurf Geldstrafen von bis zu 20 Prozent des Frachtwerts vor.
Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 1,0 Prozent fester bei 78,09 Dollar.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 53.885,10 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,2 Prozent auf 7.709,96 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.348,35 Stellen.
(Bericht von Stella Qiu und Junko Fujita, geschrieben von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)