06.08.26
09:20
Reuters
Frankfurt, 06. Aug (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
11.00 Uhr - Anleger greifen bei Aktien von WPP(WPP.L) zu, nachdem der Umsatz im ersten Halbjahr weniger stark zurückging als von Analysten befürchtet. Die Papiere legen um 26,3 Prozent auf 388 Pence zu und steuern damit auf ihren größten Tagesgewinn seit 1992 zu. Die Erlöse des Werbekonzerns schrumpften auf bereinigter Basis um 4,7 Prozent. Die Entwicklung habe sich in den vergangenen Monaten aber verbessert, insbesondere in der Planungs- und Einkaufseinheit WPP Media, teilte das britische Unternehmen mit. Die Analysten von Citi lobten die Fortschritte bei Veräußerungen von Geschäftsbereichen. Diese deuteten auf ein potenziell unentdecktes Wertpotenzial im breiteren Portfolio hin.
10.40 Uhr - Aurubis(NAFG.DE) kann mit seinen Geschäftszahlen bei den Anlegern nicht punkten. Die Papiere geben in der Spitze um 8,4 Prozent nach und steuern auf ihren größten Tagesverlust seit knapp zwei Jahren zu. Zwar stellte der Hamburger Kupferproduzent für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Gewinn am oberen Ende der Spanne von 425 bis 525 Millionen Euro in Aussicht. "Einige Anleger hätten sich aber wohl eine Anhebung der Prognose erhofft", sagte Analyst Maxime Kogge von ODDO BHF. Zudem habe der schwache Cashflow zum Kursrutsch beigetragen. Dieser lag unter dem Strich in den ersten neun Monaten bei minus 28 Millionen Euro nach plus 357 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
10.15 Uhr - Anleger ziehen bei PVA Tepla(TPEG.DE) nach einem vorsichtigen Ausblick den Stecker. Die Aktien brechen um bis zu 12,2 Prozent ein und steuern auf ihren größten Tagesverlust seit rund sechs Monaten zu. Gleichzeitig markieren sie bei 30,30 Euro ein Vier-Monats-Tief. Der Anlagenbauer rechnet im Gesamtjahr mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) in der unteren Hälfte der prognostizierten Spanne von 26 Millionen Euro bis 31 Millionen Euro. Jefferies zufolge fielen die Ergebnisse im Quartal gemischt aus. "Trotz der jüngsten Kurskorrektur könnte die geringer als erwartete Rentabilität die Kursentwicklung heute Vormittag belasten, trotz der Erwartung eines deutlich stärkeren zweiten Halbjahres", heißt es bei den Analysten.
09.45 Uhr - Trotz eines kräftigen Wachstums im Quartal machen Anleger bei Aktien von Siemens(SIEGn.DE) Kasse. Die Aktien verlieren bis zu 6,4 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 267,70 Euro. Damit steuern sie auf ihren stärksten Tagesverlust seit Mitte Februar zu. "Siemens liefert starke Zahlen, hebt die Jahresprognose an – und ist trotzdem einer der größten Verlierer im Dax", fasst Marktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets zusammen. "Ein klassischer Fall von 'Sell the Good News'". Die Analysten der Citibank bemerkten, dass das Wachstumstempo im Bereich Automatisierung nicht ganz mit dem einiger globaler Wettbewerber mithalten könne.
08.15 Uhr - Gewinnmitnahmen und schwache Vorgaben der US-Techaktien drücken die Börse in Südkorea kräftig ins Minus. Nach Kursgewinnen von mehr als fünf Prozent in den beiden vorangegangenen Handelstagen fällt der Leitindex Kospi(.KS11) um 4,8 Prozent auf 6281 Punkte. Besonders die Schwergewichte aus der Chip-Branche geraten unter die Räder: Die Aktien von Samsung Electronics(005930.KS) geben um 6,4 Prozent nach, die Papiere des Konkurrenten SK Hynix(000660.KS) brechen um mehr als zehn Prozent ein.
07.50 Uhr - Die Ölpreise geben weiter nach. Anleger warten gespannt auf Anzeichen für ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie auf Fortschritte zur Öffnung der Straße von Hormus. Ein Barrel der Nordseesorte Brent(LCoc1) verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 79,05 Dollar, die US-Sorte WTI(Clc1) fällt um 0,7 Prozent auf 74,72 Dollar. "Nach Berichten über Fortschritte in den Gesprächen zwischen dem Iran und Oman ist ein gewisser Verkaufsdruck entstanden", sagt Ökonom Yuki Takashima von Nomura Securities. Hintergrund sind Berichte, wonach der Iran und Oman sich auf Koordinaten für eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus geeinigt haben. Ein Anstieg der US-Öllagerbestände hatte die Ölpreise am Mittwoch gedrückt.
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