04.08.26
19:10
Reuters
04. Aug (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
21.00 Uhr - Die Furcht der Anleger vor einem neuen Lebensmittelskandal belastet die Aktien der US-Restaurantkette Chipotle(CMG.N). Die Papiere der Burrito-Kette rutschen an der Wall Street um fast neun Prozent ab. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, wegen eines Salmonellen-Ausbruchs in einigen Filialen Jalapenos aus dem Verkauf genommen zu haben. Die Gesundheitsbehörden haben die endgültige Ursache jedoch noch nicht ermittelt und gehen davon aus, dass auch andere Restaurants betroffen sein könnten. "Auch wenn Chipotle schnell reagiert hat und wir bislang keine Reaktionen auf die Nachricht in den sozialen Medien sehen, erwarten wir, dass das flächenbereinigte Umsatzwachstum im dritten Quartal hinter unseren Erwartungen zurückbleiben könnte, sollte sich die Situation zuspitzen", sagt Bernstein-Analyst Danilo Gargiulo. Ein Ausbruch von Cyclosporiasis in den USA hatte das Vertrauen der Kunden von Chipotle und Rivalen wie Yum Brands(YUM.N) im Juli beeinträchtigt. Dabei handelt es sich um eine durch verunreinigte Lebensmittel übertragene Darmerkrankung.
16.20 Uhr - Neu aufgekommene Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg haben die Ölpreise erneut ins Minus gedrückt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligen sich um jeweils rund fünf Prozent auf 79,96 und 76,16 Dollar je Fass (159 Liter). Damit erreichen sieden tiefsten Stand seit drei Wochen. Im früheren Tagesverlauf hatten sie um bis zu drei und 2,5 Prozent zugelegt. Auslöser für den erneuten Preisrutsch waren Äußerungen aus Katar und den USA. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums sagte, die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Konflikts würden fortgesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte dem Sender CNBC, eine Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus könne bereits am Dienstag oder Mittwoch zustande kommen. Durch die für den Öltransport entscheidende Meerenge wird rund ein Fünftel des globalen Angebots verschifft.
13.25 Uhr - Zweifel der Anleger an einer baldigen Lösung des Iran-Konflikts treiben die Ölpreise erneut nach oben. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuert sich in der Spitze um gut drei Prozent auf 86,33 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) legt um bis zu 2,5 Prozent auf 82,33 Dollar zu. Am Montag waren die Preise noch gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump von laufenden Verhandlungen gesprochen hatte. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies dies jedoch zurück. Am Dienstag sorgten erneute Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus für Verunsicherung unter den Anlegern. "Die Schiffspassagen haben sich von einem extrem niedrigen Niveau nur geringfügig erholt", schrieben die Analysten der Australia and New Zealand Banking Group. Auch die Produktion im Nahen Osten liege weiterhin unter dem Vorkriegsniveau, sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Die Experten von Goldman Sachs erwarten, dass der Preis für Brent zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel verharren wird, solange keine neue Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran bestätigt wird oder es zu einer deutlichen Eskalation der Angriffe kommt.
11.55 Uhr - Lufthansa(LHAG.DE)-Aktien bauen ihre Verluste weiter aus und büßen in der Spitze gut elf Prozent auf bis zu 8,19 Euro ein. Die Titel sind damit auf Kurs zum größten Tagesverlust seit gut viereinhalb Jahren. Die Aktie belastet Analysten der Deutschen Bank zufolge vor allem, dass die Airline trotz um 400 Millionen Euro geringerer Investitionen den Free-Cashflow-Ausblick nicht angehoben habe. Dies deute auf eine schwächere operative Mittelzufuhr hin. Im ersten Halbjahr sei der Free Cashflow schwächer als erwartet ausgefallen. Das Betriebsergebnis im zweiten Quartal brach um mehr als die Hälfte ein. Für 2026 schließt der MDax-Konzern einen Gewinnrückgang nicht mehr aus.
07.48 Uhr - Fresenius Medical Care(FMEG.DE) kann mit einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnis nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien des Dialysespezialisten rutschen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 8,2 Prozent ab und gehören damit zu den schwächsten Dax-Werten. Hintergrund sei, dass die Behandlungszahlen im US-Markt erneut enttäuscht hätten, sagte ein Händler. Der Rückgang sei mit einem Minus von 0,9 Prozent stärker ausgefallen als erwartet und habe sich auch im Vergleich zum ersten Quartal beschleunigt.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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04.08.26
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Reuters
21.00 Uhr - Die Furcht der Anleger vor einem neuen Lebensmittelskandal belastet die Aktien der US-Restaurantkette Chipotle(CMG.N). Die Papiere der Burrito-Kette rutschen an der Wall Street um fast neun Prozent ab. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, wegen eines Salmonellen-Ausbruchs in einigen Filialen Jalapenos aus dem Verkauf genommen zu haben. Die Gesundheitsbehörden haben die endgültige Ursache jedoch noch nicht ermittelt und gehen davon aus, dass auch andere Restaurants betroffen sein könnten. "Auch wenn Chipotle schnell reagiert hat und wir bislang keine Reaktionen auf die Nachricht in den sozialen Medien sehen, erwarten wir, dass das flächenbereinigte Umsatzwachstum im dritten Quartal hinter unseren Erwartungen zurückbleiben könnte, sollte sich die Situation zuspitzen", sagt Bernstein-Analyst Danilo Gargiulo. Ein Ausbruch von Cyclosporiasis in den USA hatte das Vertrauen der Kunden von Chipotle und Rivalen wie Yum Brands(YUM.N) im Juli beeinträchtigt. Dabei handelt es sich um eine durch verunreinigte Lebensmittel übertragene Darmerkrankung.
16.20 Uhr - Neu aufgekommene Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg haben die Ölpreise erneut ins Minus gedrückt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligen sich um jeweils rund fünf Prozent auf 79,96 und 76,16 Dollar je Fass (159 Liter). Damit erreichen sieden tiefsten Stand seit drei Wochen. Im früheren Tagesverlauf hatten sie um bis zu drei und 2,5 Prozent zugelegt. Auslöser für den erneuten Preisrutsch waren Äußerungen aus Katar und den USA. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums sagte, die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Konflikts würden fortgesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte dem Sender CNBC, eine Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus könne bereits am Dienstag oder Mittwoch zustande kommen. Durch die für den Öltransport entscheidende Meerenge wird rund ein Fünftel des globalen Angebots verschifft.
13.25 Uhr - Zweifel der Anleger an einer baldigen Lösung des Iran-Konflikts treiben die Ölpreise erneut nach oben. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuert sich in der Spitze um gut drei Prozent auf 86,33 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) legt um bis zu 2,5 Prozent auf 82,33 Dollar zu. Am Montag waren die Preise noch gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump von laufenden Verhandlungen gesprochen hatte. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies dies jedoch zurück. Am Dienstag sorgten erneute Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus für Verunsicherung unter den Anlegern. "Die Schiffspassagen haben sich von einem extrem niedrigen Niveau nur geringfügig erholt", schrieben die Analysten der Australia and New Zealand Banking Group. Auch die Produktion im Nahen Osten liege weiterhin unter dem Vorkriegsniveau, sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Die Experten von Goldman Sachs erwarten, dass der Preis für Brent zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel verharren wird, solange keine neue Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran bestätigt wird oder es zu einer deutlichen Eskalation der Angriffe kommt.
11.55 Uhr - Lufthansa(LHAG.DE)-Aktien bauen ihre Verluste weiter aus und büßen in der Spitze gut elf Prozent auf bis zu 8,19 Euro ein. Die Titel sind damit auf Kurs zum größten Tagesverlust seit gut viereinhalb Jahren. Die Aktie belastet Analysten der Deutschen Bank zufolge vor allem, dass die Airline trotz um 400 Millionen Euro geringerer Investitionen den Free-Cashflow-Ausblick nicht angehoben habe. Dies deute auf eine schwächere operative Mittelzufuhr hin. Im ersten Halbjahr sei der Free Cashflow schwächer als erwartet ausgefallen. Das Betriebsergebnis im zweiten Quartal brach um mehr als die Hälfte ein. Für 2026 schließt der MDax-Konzern einen Gewinnrückgang nicht mehr aus.
07.48 Uhr - Fresenius Medical Care(FMEG.DE) kann mit einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnis nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien des Dialysespezialisten rutschen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 8,2 Prozent ab und gehören damit zu den schwächsten Dax-Werten. Hintergrund sei, dass die Behandlungszahlen im US-Markt erneut enttäuscht hätten, sagte ein Händler. Der Rückgang sei mit einem Minus von 0,9 Prozent stärker ausgefallen als erwartet und habe sich auch im Vergleich zum ersten Quartal beschleunigt.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)