31.07.26
13:42
Reuters
Frankfurt, 31. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.35 Uhr - Eine schwache Prognose für das laufende Quartal hat die Aktie der Spieleplattform Roblox(RBLX.N) einbrechen lassen. Die Papiere verlieren an der Wall Street fast 20 Prozent. Das Unternehmen rechnet für das dritte Quartal mit Buchungen zwischen 1,58 und 1,65 Milliarden Dollar. Analysten waren von 1,77 Milliarden Dollar ausgegangen. Das Unternehmen hatte sein Geschäft während der Pandemie auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet. Nach zunehmender Kritik an seinen Jugendschutzmaßnahmen führte es eine Altersprüfung ein. Diese zusätzlichen Schritte erschweren jedoch die Anmeldung und schränken den Zugang zu umsatzrelevanten Funktionen ein. Zudem lenkt eine Änderung am Empfehlungsalgorithmus jüngere Nutzer zu Spielen, die weniger Umsatz bringen. "Die Umsatzschwäche wird sich wahrscheinlich fortsetzen", sagte Finanzchef Naveen Chopra. Die Änderungen würden jedoch die langfristige Kundenbindung verbessern und die kurzfristigen Einbußen letztlich ausgleichen.
11.30 Uhr - Sorgen über ein nachlassendes Wachstum im Streaming-Geschäft schicken die Aktien von Universal Music(UMG.AS) auf Talfahrt. Die Papiere des weltgrößten Musikkonzerns brechen an der Amsterdamer Börse um 23 Prozent ein. Im Sog dessen stürzen die Aktien des Großaktionärs Vivendi(VIV.PA) um 14 Prozent ab. Das Wachstum der Abo-Einnahmen von Universal verlangsamte sich auf 6,7 Prozent von 7,9 Prozent im ersten Quartal.
11.10 - Ein plötzlich wieder anziehender Yen(JPY=) steht im Fokus der Marktteilnehmer, die nach möglichen Eingriffen Japans in den Devisenmarkt Ausschau halten. Der Dollar rutschte zeitweise um 0,5 Prozent auf 158,60 Yen ab, nachdem er zuvor bis zu 0,9 Prozent zugelegt hatte. Die Kursbewegung fiel allerdings schnell wieder in sich zusammen, der Dollar tritt mittlerweile bei 159,51 Yen auf der Stelle. Am Donnerstag hatten die japanischen Behörden Insidern zufolge mit Yen-Käufen und Dollar-Verkäufen interveniert, um ihre hartnäckig schwache Währung zu stützen. Die japanische Währung hatte bis zu 3,6 Prozent zugelegt.
10.00 Uhr - Anleger ziehen bei Puma(PUMG.DE) angesichts einer anhaltenden Umsatzschwäche des Sportartikelherstellers den Stecker. Die Aktien fallen um bis zu 6,6 Prozent auf ein Vier-Wochen-Tief von 26,34 Euro und sind damit Schlusslicht im MDax(.MDAXI). Die sinkenden Umsätze verdeutlichten die Schwierigkeit, die Attraktivität der Marke wieder zu steigern, urteilen die Analysten von Jefferies. Die Ergebnisse im Quartal seien im Großen und Ganzen wie erwartet ausgefallen und deuteten darauf hin, dass sich das Unternehmen in einem Übergangsjahr auf dem richtigen Weg befinde, kommentieren die Analysten von JP Morgan. Dass der Ausblick zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht angehoben werde, sei eine leichte Enttäuschung.
08.05 Uhr - Angetrieben von einer Erholungsrally bei Chipwerten steigt der südkoreanische Leitindex Kospi(.KS11) um bis zu 18,5 Prozent und damit so stark wie noch nie. Positive Ergebnisse und Prognosen der KI-Schwergewichte Microsoft(MSFT.O) und Amazon(AMZN.O) linderten die Sorgen der Anleger um hohe Investitionsausgaben. Die Papiere der Branchenschwergewichte Samsung Electronics(005930.KS) und SK Hynix(000660.KS) schießen um fast 30 Prozent in die Höhe. Trotz der Rekordgewinne steuert der Kospi im Juli jedoch auf ein Minus von fast 25 Prozent zu. Dies wäre der größte monatliche Verlust seit der Asien-Finanzkrise 1997.
07.45 Uhr - Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten geben die Ölpreise nach. Für etwas Entspannung sorgten Anzeichen für einen Anstieg der Schiffsströme in der Straße von Hormus, sagt Daniel Hynes, Rohstoffanalyst bei ANZ. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 87,14 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,6 Prozent schwächer bei 81,40 Dollar. "Auch wenn die Preise von den jüngsten Höchstständen nachgelassen haben, bleibt der allgemeine Trend aufwärtsgerichtet", sagt Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova. Höhere Sicherheitsrisiken hätten die Frachtkosten und Versicherungsprämien im Tankerverkehr erhöht, weswegen die Ölpreise eine "signifikante geopolitische Risikoprämie" enthielten.
07.20 Uhr - Der japanische Yen(JPY=) fällt nach dem Zinsentscheid der japanischen Notenbank (BOJ). Der Dollar steigt im Gegenzug um 0,7 Prozent auf 160,70 Yen. Am Donnerstag hatte die japanische Währung bis zu 3,6 Prozent zugelegt. Insidern zufolge hatten die Behörden mit Yen-Käufen und Dollar-Verkäufen am Devisenmarkt interveniert. Wenn diese Intervention zeitlich auf die BOJ-Sitzung abgestimmt gewesen sei, könne dies als Botschaft interpretiert werden, dass die Regierung eine Zinserhöhung allein wegen der Yen-Schwäche nicht wünsche, sagte Kazutaka Maeda, leitender Volkswirt am Meiji Yasuda Research Institute. Die japanische Zentralbank tastete den Leitzins nicht an, signalisierte jedoch weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Frankfurt, 31. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.35 Uhr - Eine schwache Prognose für das laufende Quartal hat die Aktie der Spieleplattform Roblox(RBLX.N) einbrechen lassen. Die Papiere verlieren an der Wall Street fast 20 Prozent. Das Unternehmen rechnet für das dritte Quartal mit Buchungen zwischen 1,58 und 1,65 Milliarden Dollar. Analysten waren von 1,77 Milliarden Dollar ausgegangen. Das Unternehmen hatte sein Geschäft während der Pandemie auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet. Nach zunehmender Kritik an seinen Jugendschutzmaßnahmen führte es eine Altersprüfung ein. Diese zusätzlichen Schritte erschweren jedoch die Anmeldung und schränken den Zugang zu umsatzrelevanten Funktionen ein. Zudem lenkt eine Änderung am Empfehlungsalgorithmus jüngere Nutzer zu Spielen, die weniger Umsatz bringen. "Die Umsatzschwäche wird sich wahrscheinlich fortsetzen", sagte Finanzchef Naveen Chopra. Die Änderungen würden jedoch die langfristige Kundenbindung verbessern und die kurzfristigen Einbußen letztlich ausgleichen.
11.30 Uhr - Sorgen über ein nachlassendes Wachstum im Streaming-Geschäft schicken die Aktien von Universal Music(UMG.AS) auf Talfahrt. Die Papiere des weltgrößten Musikkonzerns brechen an der Amsterdamer Börse um 23 Prozent ein. Im Sog dessen stürzen die Aktien des Großaktionärs Vivendi(VIV.PA) um 14 Prozent ab. Das Wachstum der Abo-Einnahmen von Universal verlangsamte sich auf 6,7 Prozent von 7,9 Prozent im ersten Quartal.
11.10 Uhr - Ein plötzlich wieder anziehender Yen(JPY=) steht im Fokus der Marktteilnehmer, die nach möglichen Eingriffen Japans in den Devisenmarkt Ausschau halten. Der Dollar rutschte zeitweise um 0,5 Prozent auf 158,60 Yen ab, nachdem er zuvor bis zu 0,9 Prozent zugelegt hatte. Die Kursbewegung fiel allerdings schnell wieder in sich zusammen, der Dollar tritt mittlerweile bei 159,51 Yen auf der Stelle. Am Donnerstag hatten die japanischen Behörden Insidern zufolge mit Yen-Käufen und Dollar-Verkäufen interveniert, um ihre hartnäckig schwache Währung zu stützen. Die japanische Währung hatte bis zu 3,6 Prozent zugelegt.
10.00 Uhr - Anleger ziehen bei Puma(PUMG.DE) angesichts einer anhaltenden Umsatzschwäche des Sportartikelherstellers den Stecker. Die Aktien fallen um bis zu 6,6 Prozent auf ein Vier-Wochen-Tief von 26,34 Euro und sind damit Schlusslicht im MDax(.MDAXI). Die sinkenden Umsätze verdeutlichten die Schwierigkeit, die Attraktivität der Marke wieder zu steigern, urteilen die Analysten von Jefferies. Die Ergebnisse im Quartal seien im Großen und Ganzen wie erwartet ausgefallen und deuteten darauf hin, dass sich das Unternehmen in einem Übergangsjahr auf dem richtigen Weg befinde, kommentieren die Analysten von JP Morgan. Dass der Ausblick zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht angehoben werde, sei eine leichte Enttäuschung.
08.05 Uhr - Angetrieben von einer Erholungsrally bei Chipwerten steigt der südkoreanische Leitindex Kospi(.KS11) um bis zu 18,5 Prozent und damit so stark wie noch nie. Positive Ergebnisse und Prognosen der KI-Schwergewichte Microsoft(MSFT.O) und Amazon(AMZN.O) linderten die Sorgen der Anleger um hohe Investitionsausgaben. Die Papiere der Branchenschwergewichte Samsung Electronics(005930.KS) und SK Hynix(000660.KS) schießen um fast 30 Prozent in die Höhe. Trotz der Rekordgewinne steuert der Kospi im Juli jedoch auf ein Minus von fast 25 Prozent zu. Dies wäre der größte monatliche Verlust seit der Asien-Finanzkrise 1997.
07.45 Uhr - Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten geben die Ölpreise nach. Für etwas Entspannung sorgten Anzeichen für einen Anstieg der Schiffsströme in der Straße von Hormus, sagt Daniel Hynes, Rohstoffanalyst bei ANZ. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 87,14 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,6 Prozent schwächer bei 81,40 Dollar. "Auch wenn die Preise von den jüngsten Höchstständen nachgelassen haben, bleibt der allgemeine Trend aufwärtsgerichtet", sagt Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova. Höhere Sicherheitsrisiken hätten die Frachtkosten und Versicherungsprämien im Tankerverkehr erhöht, weswegen die Ölpreise eine "signifikante geopolitische Risikoprämie" enthielten.
07.20 Uhr - Der japanische Yen(JPY=) fällt nach dem Zinsentscheid der japanischen Notenbank (BOJ). Der Dollar steigt im Gegenzug um 0,7 Prozent auf 160,70 Yen. Am Donnerstag hatte die japanische Währung bis zu 3,6 Prozent zugelegt. Insidern zufolge hatten die Behörden mit Yen-Käufen und Dollar-Verkäufen am Devisenmarkt interveniert. Wenn diese Intervention zeitlich auf die BOJ-Sitzung abgestimmt gewesen sei, könne dies als Botschaft interpretiert werden, dass die Regierung eine Zinserhöhung allein wegen der Yen-Schwäche nicht wünsche, sagte Kazutaka Maeda, leitender Volkswirt am Meiji Yasuda Research Institute. Die japanische Zentralbank tastete den Leitzins nicht an, signalisierte jedoch weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)