31.07.26
03:03
Reuters
Tokio/Singapur, 31. Jul (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag nach den jüngsten Kursverlusten deutlich erholt. Angetrieben von einer starken Wall Street und nachlassenden Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) griffen Anleger wieder zu. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) sprang um 4,5 Prozent nach oben. In Südkorea verzeichnete der Kospi(.KS11) nach einem massiven Ausverkauf zu Wochenbeginn ein Rekord-Comeback und schoss um mehr als zehn Prozent in die Höhe. Auch der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) gewann 4,6 Prozent. In China legte der CSI-Index für KI-Werte(.CSI930713) um mehr als sieben Prozent zu, während der Hang Seng Tech-Index(.HSTECH) in Hongkong ein Plus von 0,5 Prozent verbuchte.
In Tokio stand neben der anstehenden Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) eine mutmaßliche Stützungsaktion für den Yen im Mittelpunkt. Japans Währung war zuvor wegen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energieschocks auf ein 40-Jahres-Tief gefallen, was die Lebenshaltungskosten im Land massiv in die Höhe treibt. "Der Zeitpunkt kam früher als erwartet, da ich eher mit einer Intervention nach der BOJ-Sitzung gerechnet hatte", sagte Chefökonom Toru Suehiro von Daiwa Securities. Auf Unternehmensseite gehörten japanische Technologiewerte zu den größten Gewinnern: Der Chipanlagenbauer Advantest(6857.T) stieg um 18 Prozent, Tokyo Electron(8035.T) kletterte um 9,3 Prozent und der KI-Investor SoftBank(9984.T) gewann 15 Prozent.
In China trübten derweil schwache Konjunkturdaten das Bild und bremsten die Euphorie etwas. Die Fabrikaktivität schrumpfte im Juli unerwartet, da die Inlandsnachfrage schwächelte und die Produktionskosten hoch blieben. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel auf ein Fünf-Monats-Tief von 49,2 Punkten. Dennoch überwog an den asiatischen Märkten insgesamt die Erleichterung über starke US-Tech-Zahlen. "Sowohl die Gewinne als auch die Stimmung kehren nach der wirklich übertriebenen Bewegung zu Beginn der Woche wieder etwas zurück", erklärte Marktanalyst Fabien Yip von IG. Die KI-Nachfrage scheine weiterhin nachhaltig zu sein.
Devisen
Am Devisenmarkt testeten die Anleger die Entschlossenheit der japanischen Behörden, nachdem diese den Yen am Donnerstag offenbar mit massiven Dollar-Verkäufen gestützt hatten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,7 Prozent auf 160,61 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7480 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8066 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1511 Dollar und zog leicht auf 0,9285 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und eines Drohnenangriffs auf Gasschiffe in Ägypten, der die Sorgen vor einer Ausweitung des US-Iran-Krieges schürte, gaben die Ölpreise nach. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 88,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,7 Prozent schwächer bei 82,16 Dollar. Händler zeigten sich überrascht, dass die Energiepreise trotz der geopolitischen Risiken am Suezkanal nicht in Panik gerieten.
Wall Street
Die asiatischen Börsen folgten mit ihrer Rally den starken Vorgaben aus den USA, wo positive Ausblicke von Tech-Giganten wie Microsoft(MSFT.O) die Sorgen über ausufernde KI-Infrastrukturausgaben gelindert hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 52.208,06 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,7 Prozent auf 7.437,63 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 2,8 Prozent auf 25.122,18 Stellen an.
(Bericht von Rae Wee, Leika Kihara, Kevin Buckland, Yukun Zhang und Ryan Woo, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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31.07.26
03:03
Reuters
Tokio/Singapur, 31. Jul (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag nach den jüngsten Kursverlusten deutlich erholt. Angetrieben von einer starken Wall Street und nachlassenden Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) griffen Anleger wieder zu. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) sprang um 4,5 Prozent nach oben. In Südkorea verzeichnete der Kospi(.KS11) nach einem massiven Ausverkauf zu Wochenbeginn ein Rekord-Comeback und schoss um mehr als zehn Prozent in die Höhe. Auch der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) gewann 4,6 Prozent. In China legte der CSI-Index für KI-Werte(.CSI930713) um mehr als sieben Prozent zu, während der Hang Seng Tech-Index(.HSTECH) in Hongkong ein Plus von 0,5 Prozent verbuchte.
In Tokio stand neben der anstehenden Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) eine mutmaßliche Stützungsaktion für den Yen im Mittelpunkt. Japans Währung war zuvor wegen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energieschocks auf ein 40-Jahres-Tief gefallen, was die Lebenshaltungskosten im Land massiv in die Höhe treibt. "Der Zeitpunkt kam früher als erwartet, da ich eher mit einer Intervention nach der BOJ-Sitzung gerechnet hatte", sagte Chefökonom Toru Suehiro von Daiwa Securities. Auf Unternehmensseite gehörten japanische Technologiewerte zu den größten Gewinnern: Der Chipanlagenbauer Advantest(6857.T) stieg um 18 Prozent, Tokyo Electron(8035.T) kletterte um 9,3 Prozent und der KI-Investor SoftBank(9984.T) gewann 15 Prozent.
In China trübten derweil schwache Konjunkturdaten das Bild und bremsten die Euphorie etwas. Die Fabrikaktivität schrumpfte im Juli unerwartet, da die Inlandsnachfrage schwächelte und die Produktionskosten hoch blieben. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel auf ein Fünf-Monats-Tief von 49,2 Punkten. Dennoch überwog an den asiatischen Märkten insgesamt die Erleichterung über starke US-Tech-Zahlen. "Sowohl die Gewinne als auch die Stimmung kehren nach der wirklich übertriebenen Bewegung zu Beginn der Woche wieder etwas zurück", erklärte Marktanalyst Fabien Yip von IG. Die KI-Nachfrage scheine weiterhin nachhaltig zu sein.
Devisen
Am Devisenmarkt testeten die Anleger die Entschlossenheit der japanischen Behörden, nachdem diese den Yen am Donnerstag offenbar mit massiven Dollar-Verkäufen gestützt hatten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,7 Prozent auf 160,61 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7480 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8066 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1511 Dollar und zog leicht auf 0,9285 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und eines Drohnenangriffs auf Gasschiffe in Ägypten, der die Sorgen vor einer Ausweitung des US-Iran-Krieges schürte, gaben die Ölpreise nach. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 88,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,7 Prozent schwächer bei 82,16 Dollar. Händler zeigten sich überrascht, dass die Energiepreise trotz der geopolitischen Risiken am Suezkanal nicht in Panik gerieten.
Wall Street
Die asiatischen Börsen folgten mit ihrer Rally den starken Vorgaben aus den USA, wo positive Ausblicke von Tech-Giganten wie Microsoft(MSFT.O) die Sorgen über ausufernde KI-Infrastrukturausgaben gelindert hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 52.208,06 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,7 Prozent auf 7.437,63 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 2,8 Prozent auf 25.122,18 Stellen an.
(Bericht von Rae Wee, Leika Kihara, Kevin Buckland, Yukun Zhang und Ryan Woo, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)