29.07.26
12:20
Reuters
London, 29. Jul (Reuters) - Die Spannungen im Nahen Osten treiben die Ölpreise erneut an. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich am Mittwoch um jeweils rund fünf Prozent auf 88,29 und 82,85 Dollar je Fass (159 Liter). Die Hoffnung der Anleger auf neue Verhandlungen der USA mit dem Iran hatten die Preise in den vergangenen Tagen um rund 15 Prozent ins Minus gedrückt.
Nun erwägt die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen laut Insidern, Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch das Rote Meer zu erheben. Eine Blockade der Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden würde Saudi-Arabien eine wichtige Alternative zur Straße von Hormus für seine Ölexporte nehmen. Dies dürfte laut Experten die Furcht der Anleger vor Lieferengpässen verstärken.
Zugleich gab es wieder Angriffe im Iran-Krieg: Die USA und Saudi-Arabien attackierten am Mittwoch vom Iran unterstützte Milizen im Irak. Zuvor fing das US-Militär nach eigenen Angaben einen iranischen Raketenangriff Truppen in der Region ab. "Wir gehen davon aus, dass der Preis für Brent kurzfristig in der Spanne von 80 bis 100 Dollar pro Barrel stark schwanken wird, während der Konflikt im Nahen Osten immer wieder aufflammt und abebbt", sagte Suvro Sarkar, Energiespezialist bei der DBS Bank.
(Bericht von Stephanie Kelly, Laila Kearney und Emily Chow, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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London, 29. Jul (Reuters) - Die Spannungen im Nahen Osten treiben die Ölpreise erneut an. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich am Mittwoch um jeweils rund fünf Prozent auf 88,29 und 82,85 Dollar je Fass (159 Liter). Die Hoffnung der Anleger auf neue Verhandlungen der USA mit dem Iran hatten die Preise in den vergangenen Tagen um rund 15 Prozent ins Minus gedrückt.
Nun erwägt die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen laut Insidern, Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch das Rote Meer zu erheben. Eine Blockade der Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden würde Saudi-Arabien eine wichtige Alternative zur Straße von Hormus für seine Ölexporte nehmen. Dies dürfte laut Experten die Furcht der Anleger vor Lieferengpässen verstärken.
Zugleich gab es wieder Angriffe im Iran-Krieg: Die USA und Saudi-Arabien attackierten am Mittwoch vom Iran unterstützte Milizen im Irak. Zuvor fing das US-Militär nach eigenen Angaben einen iranischen Raketenangriff Truppen in der Region ab. "Wir gehen davon aus, dass der Preis für Brent kurzfristig in der Spanne von 80 bis 100 Dollar pro Barrel stark schwanken wird, während der Konflikt im Nahen Osten immer wieder aufflammt und abebbt", sagte Suvro Sarkar, Energiespezialist bei der DBS Bank.
(Bericht von Stephanie Kelly, Laila Kearney und Emily Chow, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)