27.07.26
15:08
Reuters
Frankfurt, 27. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.50 Uhr - Atoss Software(AOSFG.DE) setzt sich mit einem Kurssprung von rund elf Prozent an die Spitze des Kleinwerteindex SDax(.SDAXI). "Besonders hervorzuheben war der starke Auftragseingang im zweiten Quartal", kommentierte Deutsche Bank-Analyst Nicolas Herms. Es sei zu erwarten, dass diese Dynamik auch in der zweiten Jahreshälfte anhalte. Auch die Analysten von Berenberg werteten die Ergebnisse zum zweiten Quartal positiv. Dies wirke in einem Umfeld beruhigend, in dem Investoren befürchteten, dass KI das Geschäftsmodell des Unternehmens beeinträchtigen könnte. Im Vergleich zum Jahresanfang hat die Aktie mehr als ein Viertel an Wert verloren.
15.05 Uhr - Die Aussicht auf eine erweiterte Zusammenarbeit mit AT&T(T.N) treibt die Aktien des Quantencomputer-Spezialisten D-Wave Quantum(QBTS.O) an. Die Papiere des Unternehmens aus Kalifornien springen vorbörslich um mehr als acht Prozent nach oben. Der US-Telekommunikationskonzern AT&T habe vereinbart, den Einsatz der Quantencomputer-Technologie von D-Wave auszuweiten, teilten die Unternehmen mit. AT&T plane, die Technik von D-Wave im gesamten Netzbetrieb einzusetzen - etwa, um auf Ausfälle zu reagieren und den Datenverkehr zu steuern. In einem ersten Testlauf habe AT&T die Verarbeitungszeit für die Netzwerkoptimierung von etwa einer Stunde auf unter 15 Sekunden reduzieren können. Die Technologie soll in KI-Werkzeuge integriert werden, die AT&T zufolge im Jahr 2025 bereits geholfen haben, die Ausfallzeiten für Kunden um zwölf Millionen Stunden zu senken.
13.35 Uhr - Ein millionenschwerer Auftrag des US-Militärs gibt den Aktien des Raumfahrtunternehmens Rocket Lab(RKLB.O) Auftrieb. Die Papiere des kalifornischen Unternehmens legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast sechs Prozent zu. Rocket Lab hat nach eigenen Angaben den Zuschlag für einen Auftrag über 266 Millionen Dollar von der US Space Force erhalten. Der Vertrag umfasse zwölf suborbitale Starts und sehe eine Option für sechs weitere vor. Der erste Start soll frühestens Ende 2026 stattfinden. "Die Größenordnung dieses Auftrags spiegelt das Vertrauen der Space Force in unsere Fähigkeit wider, ihre Sicherheitsanforderungen schnell und im erforderlichen Maßstab zu erfüllen", sagte Firmengründer und Vorstandschef Peter Beck.
12.45 Uhr - Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sorgt für kräftige Preisrückgänge am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) verbilligt sich um fast acht Prozent auf 89,12 Dollar je Fass (159 Liter). US-Leichtöl WTI(CLc1) verliert knapp sieben Prozent auf 83,21 Dollar pro Barrel. Damit steuern die Preise auf ihr größtes Intraday-Minus seit mehr als zwei Monaten. Die USA und der Iran haben am Wochenende ihre gegenseitigen Angriffe ausgesetzt und bemühen sich erneut um Verhandlungen. Analysten zeigen sich jedoch skeptisch. "Der Markt scheint krampfhaft nach guten Nachrichten zu suchen, selbst wenn es keine gibt", sagt John Evans vom Ölmakler PVM. Da sich der Konflikt auf das Rote Meer ausgeweitet habe und auch ukrainische Drohnen weiter russische Schiffe und Raffinerien angegriffen hätten, dürften anhaltende Lieferunterbrechungen dafür sorgen, dass die Ölpreise hoch bleiben, schreiben die Analysten der United Overseas Bank in Singapur.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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