23.07.26
17:47
Reuters
Frankfurt, 23. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
19.40 Uhr - Die Aussicht auf ein lukratives Geschäft gibt den Aktien des US-Telemedizinanbieters Hims & Hers(HIMS.N) Auftrieb. Die Papiere steigen um 10,6 Prozent. Hims & Hers könnte künftig in den Markt für Peptide einsteigen. Dabei handelt es sich um Präparate, die aus kurzen Ketten von Aminosäuren bestehen. Sie werden unter anderem zur Schmerzlinderung, zur Muskelregeneration und für kosmetische Zwecke eingesetzt. Analysten schätzen das Volumen dieses Marktes auf bis zu 3,3 Milliarden Dollar. Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde FDA sprach sich am Donnerstag dafür aus, das Peptid BPC-157 auf eine Liste zu setzen, die eine Herstellung in größerem Umfang durch Apotheken erlauben würde. Ziel sei es, durch eine regulierte Herstellung den bestehenden grauen Markt mit unkontrollierten Produkten einzudämmen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Laut Leerink Partners gilt BPC-157 als eines der rentabelsten der geprüften Peptide. Es werde jedoch noch länger dauern, bis sich dies spürbar im Ergebnis von Hims niederschlage.
15.25 Uhr - Die Ölpreise bauen ihre Gewinne immer weiter aus. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuert sich um fast 6,5 Prozent auf 100,05 Dollar. Damit erreicht der Preis erstmals seit Ende Mai die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. US-Leichtöl WTI(CLc1) legt um rund 5,5 Prozent auf 91,49 Dollar pro Barrel zu. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Dies schürte die Sorge vor einer Ausweitung der Lieferunterbrechungen im Nahen Osten. Neben dem Konflikt um die Straße von Hormus haben die Huthi eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier. Sollte auch die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, könnte der Preis für Brent im vierten Quartal die Marke von 120 Dollar pro Barrel überschreiten, schreiben die Analysten von Goldman Sachs.
13.45 Uhr - Eine angehobene Prognose gibt den Aktien des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin(LMT.N) Auftrieb. Die Papiere legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 5,6 Prozent zu. Wegen der hohen Nachfrage nach Waffen und Munition infolge globaler Konflikte rechnet Lockheed nun für 2026 mit einem Umsatz zwischen 79,75 und 81,75 Milliarden Dollar. Zuvor war das Unternehmen von 77,5 bis 80 Milliarden ausgegangen. Die durchschnittliche Analystenprognose lag bei 79,14 Milliarden Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte die Rüstungsindustrie wiederholt aufgefordert, die Produktion zu steigern, da der Krieg gegen den Iran sowie die Unterstützung der Ukraine im Krieg mit Russland die Bestände schmälerten. "Wir sehen hier eine gute Chance für mehr Partnerschaften, um die Produktion schneller auszuweiten, insbesondere in Europa", sagte Finanzvorstand Evan Scott der Nachrichtenagentur Reuters.
12.00 Uhr - Die Aktien des französischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns Thales(TCFP.PA) legen nach überraschend guten Quartalszahlen zu. Die Papiere steigen um bis zu 4,8 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 237,60 Euro. Das Rüstungsgeschäft habe sich erneut stark entwickelt, kommentieren die Analysten von Berenberg. Der Auftragseingang habe 19 Prozent über den Erwartungen gelegen, während der freie Barmittelzufluss (Free Cash Flow) die Konsensschätzung um rund 1,4 Milliarden Euro übertroffen habe. Grund dafür sind die eskalierenden Konflikte weltweit, die zu höheren Militärausgaben und damit zu einer gesteigerten Nachfrage nach den Überwachungs- und Verteidigungssystemen des Unternehmens geführt haben.
10.00 Uhr - Die Aktien von Traton(8TRA.DE) klettern nach einer Prognoseanhebung und starken Auftragszahlen auf ein Rekordhoch. Die Papiere des Lkw-Bauers legen um bis zu 7,6 Prozent auf 39,24 Euro zu. JPMorgan zufolge wird der optimistische Ausblick durch stabile Umsätze im ersten Halbjahr, verbesserte Marktaussichten in Nordamerika und eine robuste Auftragsdynamik untermauert. "Diese positiven Trends dürften die anhaltenden Herausforderungen, darunter Gegenwind durch Zölle, steigende Inputkosten im Zusammenhang mit dem Iran und ein anhaltend hohes Forschungs- und Entwicklungsvolumen, ausgleichen", heißt es bei den Analysten.
09.40 Uhr - Mit Enttäuschung aufgenommene Quartalszahlen sorgen bei den Aktien der Halbleiterkonzerne STMicroelectronics(STMPA.PA) und BESI(BESI.AS) für Kursverluste. STMicro verfehlte beim Betriebsergebnis (Ebitda) im zweiten Quartal die Erwartungen, was die Aktien um 15 Prozent einbrechen lässt. Papiere von BESI verlieren vier Prozent, da der Umsatz leicht unter den Prognosen lag. Die Titel von Soitec(SOIT.PA) hingegen steigen um 27 Prozent. Grund ist ein Umsatzsprung dank einer starken Nachfrage nach Photonik-Produkten für KI-Rechenzentren.
08.15 Uhr - Die Aktien von TeamViewer(TMV.DE) legen nach Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem US-Softwarekonzern ServiceNow(NOW.N) zu. Im Frankfurter Frühhandel steigen die Papiere um rund drei Prozent. "Die Partnerschaft ist von strategischer Bedeutung und könnte den Vertrieb im Unternehmen verbessern", sagte ein Händler. Wegen fehlender finanzieller Details sei die Tragweite der Vereinbarung jedoch nur begrenzt absehbar, fügte er hinzu.
07.40 Uhr - Die Sorgen der Anleger vor Angriffen der jemenitischen Huthis auf Öltanker im Roten Meer und einer verschärften Lage im Iran-Krieg lassen die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Anfang Juni steigen. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um bis zu 2,6 Prozent auf 96,47 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI(CLC1) notiert 2,1 Prozent fester bei 88,67 Dollar. "Die Ölpreise sind einem seltenen Risiko durch gleichzeitige Störungen sowohl am Bab al-Mandab als auch an der Straße von Hormus ausgesetzt", sagte Priyanka Sachdeva, Marktanalystin bei Phillip Nova. Die mit dem Iran verbündeten Huthis drohten, Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge von Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres anzugreifen und eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien zu verhängen. Das US-Militär griff den Iran die zwölfte Nacht in Folge an.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Frankfurt, 23. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
19.40 Uhr - Die Aussicht auf ein lukratives Geschäft gibt den Aktien des US-Telemedizinanbieters Hims & Hers(HIMS.N) Auftrieb. Die Papiere steigen um 10,6 Prozent. Hims & Hers könnte künftig in den Markt für Peptide einsteigen. Dabei handelt es sich um Präparate, die aus kurzen Ketten von Aminosäuren bestehen. Sie werden unter anderem zur Schmerzlinderung, zur Muskelregeneration und für kosmetische Zwecke eingesetzt. Analysten schätzen das Volumen dieses Marktes auf bis zu 3,3 Milliarden Dollar. Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde FDA sprach sich am Donnerstag dafür aus, das Peptid BPC-157 auf eine Liste zu setzen, die eine Herstellung in größerem Umfang durch Apotheken erlauben würde. Ziel sei es, durch eine regulierte Herstellung den bestehenden grauen Markt mit unkontrollierten Produkten einzudämmen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Laut Leerink Partners gilt BPC-157 als eines der rentabelsten der geprüften Peptide. Es werde jedoch noch länger dauern, bis sich dies spürbar im Ergebnis von Hims niederschlage.
15.25 Uhr - Die Ölpreise bauen ihre Gewinne immer weiter aus. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuert sich um fast 6,5 Prozent auf 100,05 Dollar. Damit erreicht der Preis erstmals seit Ende Mai die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. US-Leichtöl WTI(CLc1) legt um rund 5,5 Prozent auf 91,49 Dollar pro Barrel zu. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Dies schürte die Sorge vor einer Ausweitung der Lieferunterbrechungen im Nahen Osten. Neben dem Konflikt um die Straße von Hormus haben die Huthi eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier. Sollte auch die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, könnte der Preis für Brent im vierten Quartal die Marke von 120 Dollar pro Barrel überschreiten, schreiben die Analysten von Goldman Sachs.
13.45 Uhr - Eine angehobene Prognose gibt den Aktien des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin(LMT.N) Auftrieb. Die Papiere legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 5,6 Prozent zu. Wegen der hohen Nachfrage nach Waffen und Munition infolge globaler Konflikte rechnet Lockheed nun für 2026 mit einem Umsatz zwischen 79,75 und 81,75 Milliarden Dollar. Zuvor war das Unternehmen von 77,5 bis 80 Milliarden ausgegangen. Die durchschnittliche Analystenprognose lag bei 79,14 Milliarden Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte die Rüstungsindustrie wiederholt aufgefordert, die Produktion zu steigern, da der Krieg gegen den Iran sowie die Unterstützung der Ukraine im Krieg mit Russland die Bestände schmälerten. "Wir sehen hier eine gute Chance für mehr Partnerschaften, um die Produktion schneller auszuweiten, insbesondere in Europa", sagte Finanzvorstand Evan Scott der Nachrichtenagentur Reuters.
12.00 Uhr - Die Aktien des französischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns Thales(TCFP.PA) legen nach überraschend guten Quartalszahlen zu. Die Papiere steigen um bis zu 4,8 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 237,60 Euro. Das Rüstungsgeschäft habe sich erneut stark entwickelt, kommentieren die Analysten von Berenberg. Der Auftragseingang habe 19 Prozent über den Erwartungen gelegen, während der freie Barmittelzufluss (Free Cash Flow) die Konsensschätzung um rund 1,4 Milliarden Euro übertroffen habe. Grund dafür sind die eskalierenden Konflikte weltweit, die zu höheren Militärausgaben und damit zu einer gesteigerten Nachfrage nach den Überwachungs- und Verteidigungssystemen des Unternehmens geführt haben.
10.00 Uhr - Die Aktien von Traton(8TRA.DE) klettern nach einer Prognoseanhebung und starken Auftragszahlen auf ein Rekordhoch. Die Papiere des Lkw-Bauers legen um bis zu 7,6 Prozent auf 39,24 Euro zu. JPMorgan zufolge wird der optimistische Ausblick durch stabile Umsätze im ersten Halbjahr, verbesserte Marktaussichten in Nordamerika und eine robuste Auftragsdynamik untermauert. "Diese positiven Trends dürften die anhaltenden Herausforderungen, darunter Gegenwind durch Zölle, steigende Inputkosten im Zusammenhang mit dem Iran und ein anhaltend hohes Forschungs- und Entwicklungsvolumen, ausgleichen", heißt es bei den Analysten.
09.40 Uhr - Mit Enttäuschung aufgenommene Quartalszahlen sorgen bei den Aktien der Halbleiterkonzerne STMicroelectronics(STMPA.PA) und BESI(BESI.AS) für Kursverluste. STMicro verfehlte beim Betriebsergebnis (Ebitda) im zweiten Quartal die Erwartungen, was die Aktien um 15 Prozent einbrechen lässt. Papiere von BESI verlieren vier Prozent, da der Umsatz leicht unter den Prognosen lag. Die Titel von Soitec(SOIT.PA) hingegen steigen um 27 Prozent. Grund ist ein Umsatzsprung dank einer starken Nachfrage nach Photonik-Produkten für KI-Rechenzentren.
08.15 Uhr - Die Aktien von TeamViewer(TMV.DE) legen nach Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem US-Softwarekonzern ServiceNow(NOW.N) zu. Im Frankfurter Frühhandel steigen die Papiere um rund drei Prozent. "Die Partnerschaft ist von strategischer Bedeutung und könnte den Vertrieb im Unternehmen verbessern", sagte ein Händler. Wegen fehlender finanzieller Details sei die Tragweite der Vereinbarung jedoch nur begrenzt absehbar, fügte er hinzu.
07.40 Uhr - Die Sorgen der Anleger vor Angriffen der jemenitischen Huthis auf Öltanker im Roten Meer und einer verschärften Lage im Iran-Krieg lassen die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Anfang Juni steigen. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um bis zu 2,6 Prozent auf 96,47 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI(CLC1) notiert 2,1 Prozent fester bei 88,67 Dollar. "Die Ölpreise sind einem seltenen Risiko durch gleichzeitige Störungen sowohl am Bab al-Mandab als auch an der Straße von Hormus ausgesetzt", sagte Priyanka Sachdeva, Marktanalystin bei Phillip Nova. Die mit dem Iran verbündeten Huthis drohten, Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge von Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres anzugreifen und eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien zu verhängen. Das US-Militär griff den Iran die zwölfte Nacht in Folge an.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)