22.07.26
12:32
Reuters
Frankfurt, 22. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.15 Uhr - Der US-Energietechnikkonzern GE Vernova(GEV.N) gerät nach Vorlage der Quartalsbilanz an der Börse unter Druck. Die Aktien des Unternehmens, das aus der Aufspaltung von General Electric hervorgegangen ist, tauchen im vorbörslichen US-Geschäft um acht Prozent ab. In ihrem Sog fallen die Papiere von Siemens Energy(ENR1n.DE) in Frankfurt um sieben Prozent. Der US-Konkurrent verfehlte beim bereinigten Ergebnis im zweiten Quartal knapp die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz im Windsegment sank aufgrund geringerer Auslieferungen von Onshore-Windkraftanlagen um zehn Prozent. Zudem rechnet der Hersteller von Anlagen zur Stromerzeugung damit, dass weltweite Zölle die Kosten im Jahr 2026 um etwa 100 bis 200 Millionen Dollar erhöhen werden.
14.05 Uhr - AT&T(T.N) hat mit einem überraschend starken Zuwachs an Mobilfunkkunden bei Anlegern gepunktet. Die Aktien des Telekommunikationskonzerns legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund 3,5 Prozent zu. AT&T gewann im zweiten Quartal netto 432.000 neue Vertragskunden hinzu und übertraf damit deutlich die durchschnittliche Analystenschätzung von 338.500 Kunden. Als Grund für den Erfolg nannte AT&T seine Strategie, Mobilfunk- und Breitbanddienste in Paketen anzubieten, um preisbewusste Kunden anzulocken. Auch im Breitbandgeschäft verzeichnete der Konzern Rekordzuwächse mit 367.000 neuen Glasfaser- und 279.000 Festnetz-Funkkunden. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag ebenfalls über den Erwartungen, während der Umsatz die Prognosen leicht verfehlte.
13.55 Uhr - Ein mauer Ausblick von Philip Morris(PM.N) vergrault die Investoren. Die Aktien geben im vorbörslichen US-Handel um zwei Prozent nach. Der US-Tabakkonzern senkte wegen des schärferen Wettbewerbs und negativer Währungseffekte seine Prognose für den bereinigten Jahresgewinn. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen nun einen Gewinn je Aktie zwischen 8,26 und 8,41 Dollar nach bislang 8,31 bis 8,46 Dollar.
11.15 Uhr - Enttäuschende Quartalszahlen drücken die Aktien von SSAB(SSABa.ST) um mehr als zwei Prozent nach unten. Der Gewinn des schwedischen Stahlherstellers ist im zweiten Quartal weniger stark gestiegen als erwartet. Grund dafür seien die durch den Irankrieg erhöhten Logistik- und Energiekosten, die die gestiegenen Stahllieferungen überdeckten, teilte die Firma mit. SSAB rechnet im dritten Quartal zudem aufgrund saisonaler Schwankungen und Wartungsarbeiten mit geringeren Liefermengen.
10.50 Uhr - Anleger greifen angesichts sprudelnder Gewinne bei Aktien von Equinor(EQNR.OL) zu. Die Papiere des Energiekonzerns klettern um Prozent 2,2 Prozent und sind seit Jahresbeginn um 54 Prozent gestiegen. Der kriegsbedingte Anstieg der Öl- und Gaspreise füllte den Norwegern die Kassen: Der bereinigte Gewinn vor Steuern legte im Zeitraum April bis Juni auf rund 11,5 Milliarden US-Dollar zu, nach 6,5 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
10.25 Uhr - Die in Aussicht gestellten Gewinnsteigerungen und Aktienrückkäufe geben Airbus(AIRG.DE)(AIR.PA) mächtigen Auftrieb. Die Aktien des Flugzeugbauers steigen in der Spitze um 7,2 Prozent und steuern auf ihren besten Börsentag seit dreieinhalb Monaten zu. Die positive Überraschung sei das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden Euro über drei Jahre, sagt Christophe Menard, Analyst der Deutschen Bank. Für 2029 ist zudem vom Konzern ein Kerngewinn von 12 bis 13 Milliarden Euro anvisiert, während für das laufende Jahr 7,5 Milliarden Euro geplant sind. Die Analysten von JP Morgan urteilten, Airbus habe "alles erfüllt, was unserer Meinung nach für eine Erholung der Aktien notwendig war."
08.45 Uhr - Sorgen vor weiteren Versorgungsunterbrechungen treiben die Ölpreise nach oben. Ein Fass der Nordseesorte Brent-Rohöl(LCOc1) verteuert sich um rund zwei Prozent auf 92,85 Dollar. Der Preis für US-Rohöl WTI(CLc1) klettert um 1,9 Prozent auf 85,95 Dollar je Fass. Die Ölpreise nähern sich damit ihrem höchsten Stand seit sechs Wochen. US-Streitkräfte hatten in der elften Nacht in Folge iranische Militärziele angegriffen, während Öltanker im Roten Meer nach Warnungen vor Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz umkehrten.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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