21.07.26
15:13
Reuters
21. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
17.05 Uhr - Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman(NOC.N) kann mit seinem Finanzbericht nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien geben an der Wall Street um rund 2,5 Prozent nach. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach Waffen in den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten hob Northrop zwar seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 an. Allerdings brach im abgelaufenen Quartal der operative Gewinn in der Verteidigungssparte um 38 Prozent ein. Grund dafür seien hohe Ausgaben für die Entwicklung neuer Raketensysteme gewesen. "Da Anleger dazu neigen, operative Schwierigkeiten abzustrafen, könnte die Aktie unter Druck geraten", sagte Seth Seifman, Analyst bei JP Morgan. Andere Experten verwiesen zudem darauf, dass der über den Erwartungen liegende Quartalsgewinn vor allem auf eine niedrigere Steuerquote zurückzuführen sei.
16.15 Uhr - Eine angehobene Prognose hat den Aktien des US-Spielwarenherstellers Hasbro(HAS.O) einen Kurssprung beschert. Die Titel legen an der Wall Street um mehr als zwölf Prozent zu. Hasbro rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent, nach einer bisherigen Prognose von drei bis fünf Prozent. Zudem erhöhte das Unternehmen das Jahresziel für das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda). Als Grund für seinen Optimismus nannte Hasbro die robuste Nachfrage im Digitalgeschäft und die anhaltende Beliebtheit des Sammelkartenspiels "Magic: The Gathering" im zweiten Quartal. "Der Kundenstamm wächst, wir gewinnen neue Spieler und gewinnen frühere Spieler zurück", sagte Firmenchef Chris Cocks. Finanzchefin Gina Goetter bezeichnete die Prognose jedoch als vorsichtig, da es Unsicherheiten mit Blick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft gebe. "Zwischen September und Dezember kann sich viel ändern. Die Prognose gibt uns also einen gewissen Puffer."
13.25 Uhr - Der US-Autobauer General Motors(GM.N) hat mit seinem Geschäftsbericht die Anleger nicht begeistern können. Die Aktien geben im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund ein Prozent nach. Der Nettogewinn von GM brach im zweiten Quartal um 31 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar ein, belastet von Kosten für den Umbau von Fabriken für Elektroautos. Zudem belasten den Konzern Zölle sowie höhere Preise für Rohstoffe, Computerchips und Logistik. Dies überschattete die angehobene Prognose des Konzerns.
11.20 Uhr - Nach der Ernennung von John Healey zum neuen Finanzminister in Großbritannien spekulieren Börsianer auf Rückenwind für die britische Rüstungsbranche. Die Aktien von BAE Systems(BAES.L) und Babcock(BAB.L) springen in London zeitweise mehr als acht beziehungsweise knapp vier Prozent nach oben. Die Papiere des auf die Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien ausgerichteten Konzerns QinetiQ(QQ.L) verteuert sich um vier Prozent. Zwar werde Healey mit zahlreichen Ausgabenforderungen konfrontiert sein, und es bleibe abzuwarten, wie viele Mittel er tatsächlich bereitstellen könne, konstatierten die Analysten von Citi. Dennoch werde Healey als neuer britischer Finanzminister von den Märkten als positiv für Verteidigungswerte aufgenommen. "Healey war Anfang dieses Jahres als Verteidigungsminister zurückgetreten und hatte als ausdrücklichen Grund die unzureichende Finanzierung des Verteidigungsressorts genannt", erklärte die Analysten.
08.35 Uhr - Spekulationen auf eine Deeskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran lassen die Ölpreise leicht fallen. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligen sich jeweils um rund ein Prozent auf bis zu 88,11 Dollar und 82,50 Dollar je Barrel. Ein hochrangiger iranischer Vertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Teheran habe von Vermittlern einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe erhalten. Ziel sei es, ein am 17. Juni unterzeichnetes Abkommen zu retten, das den Weg für eine dauerhafte Beendigung des Krieges ebnen soll. "Es besteht Hoffnung auf eine Deeskalation zwischen den USA und dem Iran", teilten die Analysten der Bank ING in einer Einschätzung mit. Dies werde jedoch nicht einfach, da zwischen Washington und Teheran große Differenzen bestünden.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |
21.07.26
15:13
Reuters
17.05 Uhr - Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman(NOC.N) kann mit seinem Finanzbericht nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien geben an der Wall Street um rund 2,5 Prozent nach. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach Waffen in den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten hob Northrop zwar seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 an. Allerdings brach im abgelaufenen Quartal der operative Gewinn in der Verteidigungssparte um 38 Prozent ein. Grund dafür seien hohe Ausgaben für die Entwicklung neuer Raketensysteme gewesen. "Da Anleger dazu neigen, operative Schwierigkeiten abzustrafen, könnte die Aktie unter Druck geraten", sagte Seth Seifman, Analyst bei JP Morgan. Andere Experten verwiesen zudem darauf, dass der über den Erwartungen liegende Quartalsgewinn vor allem auf eine niedrigere Steuerquote zurückzuführen sei.
16.15 Uhr - Eine angehobene Prognose hat den Aktien des US-Spielwarenherstellers Hasbro(HAS.O) einen Kurssprung beschert. Die Titel legen an der Wall Street um mehr als zwölf Prozent zu. Hasbro rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent, nach einer bisherigen Prognose von drei bis fünf Prozent. Zudem erhöhte das Unternehmen das Jahresziel für das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda). Als Grund für seinen Optimismus nannte Hasbro die robuste Nachfrage im Digitalgeschäft und die anhaltende Beliebtheit des Sammelkartenspiels "Magic: The Gathering" im zweiten Quartal. "Der Kundenstamm wächst, wir gewinnen neue Spieler und gewinnen frühere Spieler zurück", sagte Firmenchef Chris Cocks. Finanzchefin Gina Goetter bezeichnete die Prognose jedoch als vorsichtig, da es Unsicherheiten mit Blick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft gebe. "Zwischen September und Dezember kann sich viel ändern. Die Prognose gibt uns also einen gewissen Puffer."
13.25 Uhr - Der US-Autobauer General Motors(GM.N) hat mit seinem Geschäftsbericht die Anleger nicht begeistern können. Die Aktien geben im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund ein Prozent nach. Der Nettogewinn von GM brach im zweiten Quartal um 31 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar ein, belastet von Kosten für den Umbau von Fabriken für Elektroautos. Zudem belasten den Konzern Zölle sowie höhere Preise für Rohstoffe, Computerchips und Logistik. Dies überschattete die angehobene Prognose des Konzerns.
- Nach der Ernennung von John Healey zum neuen Finanzminister in Großbritannien spekulieren Börsianer auf Rückenwind für die britische Rüstungsbranche. Die Aktien von BAE Systems(BAES.L) und Babcock(BAB.L) springen in London zeitweise mehr als acht beziehungsweise knapp vier Prozent nach oben. Die Papiere des auf die Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien ausgerichteten Konzerns QinetiQ(QQ.L) verteuert sich um vier Prozent. Zwar werde Healey mit zahlreichen Ausgabenforderungen konfrontiert sein, und es bleibe abzuwarten, wie viele Mittel er tatsächlich bereitstellen könne, konstatierten die Analysten von Citi. Dennoch werde Healey als neuer britischer Finanzminister von den Märkten als positiv für Verteidigungswerte aufgenommen. "Healey war Anfang dieses Jahres als Verteidigungsminister zurückgetreten und hatte als ausdrücklichen Grund die unzureichende Finanzierung des Verteidigungsressorts genannt", erklärte die Analysten.
08.35 Uhr - Spekulationen auf eine Deeskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran lassen die Ölpreise leicht fallen. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligen sich jeweils um rund ein Prozent auf bis zu 88,11 Dollar und 82,50 Dollar je Barrel. Ein hochrangiger iranischer Vertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Teheran habe von Vermittlern einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe erhalten. Ziel sei es, ein am 17. Juni unterzeichnetes Abkommen zu retten, das den Weg für eine dauerhafte Beendigung des Krieges ebnen soll. "Es besteht Hoffnung auf eine Deeskalation zwischen den USA und dem Iran", teilten die Analysten der Bank ING in einer Einschätzung mit. Dies werde jedoch nicht einfach, da zwischen Washington und Teheran große Differenzen bestünden.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)