15.07.26
09:07
Reuters
15. Jul (Reuters) - Die Anhebung der Jahresziele nach überraschend starken Zahlen und ein Ausbau der Kapazitäten lassen Anleger beim Chip-Ausrüster ASML(ASML.AS) zugreifen. Die Titel legen in Amsterdam in der Spitze um 7,9 Prozent zu, bevor sie ihre Gewinne auf 4,5 Prozent eingrenzen. Der niederländische Konzern rechnet für 2026 nun mit einem Umsatz zwischen 43 und 45 Milliarden Euro und damit im Schnitt um 16 Prozent mehr als gegenüber der früheren Prognosespanne von 36 bis 40 Milliarden Euro. "Durchweg hervorragende Ergebnisse – ich frage mich, woher sie so viel neue Kapazität genommen haben", sagte Michael Roeg, Analyst bei Degroof Petercam.
Auch die Kapazitätsziele für die Produktion von Anlagen mit ultravioletter Lithografie (EUV) schraubte der Konzern nach oben und verwies auf die starke Nachfrage aufgrund des Booms bei KI-Chips. ASML ist weltweit der einzige Hersteller von EUV-Lithografie, die für die Herstellung modernster Chips benötigt wird. Im Jahr 2027 würden 85 Anlagen angepeilt, im darauffolgenden Jahr 110 Anlagen. Auch für Deep-Ultraviolet-Anlagen (DUV), die für weniger fortschrittliche Chips sowie von Kunden in China benötigt werden, sollen die Kapazitäten in den nächsten beiden Jahren ausgebaut werden.
"Die Kritik der Pessimisten lautete bisher, dass das Unternehmen kapazitätsbedingt eingeschränkt sei oder nicht wachse", konstatierten die Analysten von JP Morgan. Nun gebe das Unternehmen praktisch ein Wachstum von 30 Prozent für die nächsten zwei Jahre vor. Laut den Experten von TD Cowen könnten 110 EUV-Systeme im Jahr 2028 Investitionen in Waferfabrik-Ausrüstung in Höhe von rund 300 Milliarden Dollar ermöglichen.
Im Sog von ASML legen auch die Aktien der Konkurrenten ASM International(ASMI.AS), BE Semiconductor(BESI.AS) und Soitec(SOIT.PA) in der Spitze zwischen rund drei und fünf Prozent zu.
(Bericht von Toby Sterling, Nathan Vifflin, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Reuters
Auch die Kapazitätsziele für die Produktion von Anlagen mit ultravioletter Lithografie (EUV) schraubte der Konzern nach oben und verwies auf die starke Nachfrage aufgrund des Booms bei KI-Chips. ASML ist weltweit der einzige Hersteller von EUV-Lithografie, die für die Herstellung modernster Chips benötigt wird. Im Jahr 2027 würden 85 Anlagen angepeilt, im darauffolgenden Jahr 110 Anlagen. Auch für Deep-Ultraviolet-Anlagen (DUV), die für weniger fortschrittliche Chips sowie von Kunden in China benötigt werden, sollen die Kapazitäten in den nächsten beiden Jahren ausgebaut werden.
"Die Kritik der Pessimisten lautete bisher, dass das Unternehmen kapazitätsbedingt eingeschränkt sei oder nicht wachse", konstatierten die Analysten von JP Morgan. Nun gebe das Unternehmen praktisch ein Wachstum von 30 Prozent für die nächsten zwei Jahre vor. Laut den Experten von TD Cowen könnten 110 EUV-Systeme im Jahr 2028 Investitionen in Waferfabrik-Ausrüstung in Höhe von rund 300 Milliarden Dollar ermöglichen.
Im Sog von ASML legen auch die Aktien der Konkurrenten ASM International(ASMI.AS), BE Semiconductor(BESI.AS) und Soitec(SOIT.PA) in der Spitze zwischen rund drei und fünf Prozent zu.
(Bericht von Toby Sterling, Nathan Vifflin, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)