14.07.26
14:13
Reuters
14. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.10 Uhr - Die jüngsten Studienergebnisse zum experimentellen Alzheimer-Medikament von Biogen(BIIB.O) setzen die Aktien unter Druck. Die Titel des US-Biotechkonzerns rutschen an der Wall Street um rund 7,5 Prozent ab. Das Mittel mit dem Namen Diranersen habe das Hauptziel einer Studie im mittleren Stadium verfehlt, teilte Biogen mit. In der Studie sollte nachgewiesen werden, dass höhere Dosen für Patienten im Frühstadium der Krankheit von größerem Nutzen sind. Tatsächlich zeigte jedoch die niedrigste Dosis die größte Wirkung. Allerdings ist die Studie die erste, die zeigt, dass eine Senkung des Spiegels des sogenannten Tau-Proteins das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen kann. Die Nebenwirkungen wurden als leicht bis mittelschwer eingestuft. Fälle von Hirnschwellungen, die bei anderen Alzheimer-Medikamenten auftraten, wurden nicht beobachtet. Biogen plant nun eine zulassungsrelevante Studie im Spätstadium. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Diranersen 2025 ein beschleunigtes Zulassungsverfahren zugebilligt.
14.40 Uhr - Der unerwartet starke Rückgang der US-Inflation nährt die Hoffnung auf eine weniger straffe Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve und beflügelt die US-Futures. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni nur um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 3,8 Prozent gerechnet, nach einer Teuerungsrate von 4,2 Prozent im Mai. Die S&P-500-Futures drehen nach den Zahlen ins Plus und legen ein halbes Prozent zu. Die Futures des Technologie-Index Nasdaq ziehen um 1,4 Prozent an.
13.40 Uhr - US-Anleger nehmen nach enttäuschenden Zahlen von IBM(IBM.N) reißaus. Die Titel brechen vor US-Börsenstart um 17 Prozent ein, nachdem der US-Softwarekonzern bei den vorläufigen Quartalszahlen sowohl beim Umsatz als auch Gewinn hinter den Erwartungen blieb. Die Ergebnisse spiegelten eine branchenweite Verlagerung der Technolgoieausgaben hin zur KI-Infrastruktur wider, die mit gekürzten Budgets für traditionelle Software einhergeht. Im Sog rutschen vorbörslich weitere US-Software-Werte wie ServiceNow(NOW.N) und Salesforce(CRM.N) um fünf Prozent ab. Der negative Trend schwappte auch auf Europa über. SAP(SAPG.DE)-Aktien büßen ebenfalls rund fünf Prozent ein. IBM-Chef Arvind Krishna erklärte in einem Brief an Investoren, dass das Unternehmen in diesem Quartal "ins Straucheln geraten" sei, weil es sich nicht schnell genug an die sich verändernden Marktbedingungen anpassen konnte. Dadurch seien "zahlreiche Großaufträge" nicht wie erwartet abgeschlossen worden.
13.05 Uhr - Nach anfänglichen Kursgewinnen dreht die Aktie von JPMorgan(JPM.N) vor US-Börsenstart ins Minus und büßt gut zwei Prozent ein. Der größte US-Kreditgeber erzielte dank des Booms beim Investmentbanking und großer Börsengänge im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 21,2 Milliarden Dollar, nach 14,99 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie zog der Gewinn auf 7,70 von zuvor 5,24 Dollar an. JPMorgan behielt laut Dealogic-Daten den Spitzenplatz in den globalen Investmentbanking-Ranglisten und erzielte den höchsten Investmentbanking-Umsatz der Branche. Zugleich schraubte die Bank ihre Prognose für die bereinigten Ausgaben im laufenden Jahr auf 107,5 Milliarden Dollar nach oben. Dies sei jedoch vom Marktumfeld abhängig.
10.10 Uhr - Eine Warnung vor steigenden Kosten und ein Umsatzdämpfer schicken die Aktie von Ericsson(ERICb.ST) auf Talfahrt. Die Papiere des schwedischen Netzwerkausrüsters brechen zeitweise mehr als zehn Prozent ein und sind damit Schlusslicht im europäischen Index Stoxx 600(.STOXX). Die Aktie steuert auf den schwärzesten Tag seit Januar 2025 zu. Ericsson warnte vor Preisdruck bei Chips, Speichern und anderen Komponenten. Den Analysten von Jefferies zufolge könnten stetig steigende Komponentenpreise die Bruttomarge im vierten Quartal belasten. Auch die Experten von JPMorgan gehen davon aus, dass Anleger sich Sorgen um die Auswirkungen der Komponentenkosten auf die Margen machen werden. Ericsson hat im zweiten Quartal infolge der Kostensteigerungen Einbußen verzeichnet, dabei aber mehr verdient als erwartet.
08.03 Uhr - Aufgehellte Aussichten schieben die Aktien von Hapag-Lloyd(HLAG.DE) an. Die Titel der Hamburger Containerreederei ziehen im Frankfurter Frühhandel um gut vier Prozent an, nachdem der Konzern am Vorabend dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben hat. "Die Anhebung der Prognose kommt nicht unerwartet, doch die neue Spanne liegt über dem aktuellen Konsens", kommentierte ein Händler.
07.38 Uhr - Anleger greifen bei Salzgitter(SZGG.DE) zu. Die Titel des Stahlkonzerns steigen im vorbörslichen Handel von Lang & Schwarz um knapp fünf Prozent. Ein Händler verwies auf die Hochstufung der Aktie durch die Analysten von Jefferies auf "Buy" von zuvor "Hold". Die Experten setzten das Kursziel zugleich auf 66 von zuvor 55 Euro.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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14.07.26
14:13
Reuters
16.10 Uhr - Die jüngsten Studienergebnisse zum experimentellen Alzheimer-Medikament von Biogen(BIIB.O) setzen die Aktien unter Druck. Die Titel des US-Biotechkonzerns rutschen an der Wall Street um rund 7,5 Prozent ab. Das Mittel mit dem Namen Diranersen habe das Hauptziel einer Studie im mittleren Stadium verfehlt, teilte Biogen mit. In der Studie sollte nachgewiesen werden, dass höhere Dosen für Patienten im Frühstadium der Krankheit von größerem Nutzen sind. Tatsächlich zeigte jedoch die niedrigste Dosis die größte Wirkung. Allerdings ist die Studie die erste, die zeigt, dass eine Senkung des Spiegels des sogenannten Tau-Proteins das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen kann. Die Nebenwirkungen wurden als leicht bis mittelschwer eingestuft. Fälle von Hirnschwellungen, die bei anderen Alzheimer-Medikamenten auftraten, wurden nicht beobachtet. Biogen plant nun eine zulassungsrelevante Studie im Spätstadium. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Diranersen 2025 ein beschleunigtes Zulassungsverfahren zugebilligt.
14.40 Uhr - Der unerwartet starke Rückgang der US-Inflation nährt die Hoffnung auf eine weniger straffe Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve und beflügelt die US-Futures. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni nur um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 3,8 Prozent gerechnet, nach einer Teuerungsrate von 4,2 Prozent im Mai. Die S&P-500-Futures drehen nach den Zahlen ins Plus und legen ein halbes Prozent zu. Die Futures des Technologie-Index Nasdaq ziehen um 1,4 Prozent an.
13.40 Uhr - US-Anleger nehmen nach enttäuschenden Zahlen von IBM(IBM.N) reißaus. Die Titel brechen vor US-Börsenstart um 17 Prozent ein, nachdem der US-Softwarekonzern bei den vorläufigen Quartalszahlen sowohl beim Umsatz als auch Gewinn hinter den Erwartungen blieb. Die Ergebnisse spiegelten eine branchenweite Verlagerung der Technolgoieausgaben hin zur KI-Infrastruktur wider, die mit gekürzten Budgets für traditionelle Software einhergeht. Im Sog rutschen vorbörslich weitere US-Software-Werte wie ServiceNow(NOW.N) und Salesforce(CRM.N) um fünf Prozent ab. Der negative Trend schwappte auch auf Europa über. SAP(SAPG.DE)-Aktien büßen ebenfalls rund fünf Prozent ein. IBM-Chef Arvind Krishna erklärte in einem Brief an Investoren, dass das Unternehmen in diesem Quartal "ins Straucheln geraten" sei, weil es sich nicht schnell genug an die sich verändernden Marktbedingungen anpassen konnte. Dadurch seien "zahlreiche Großaufträge" nicht wie erwartet abgeschlossen worden.
13.05 Uhr - Nach anfänglichen Kursgewinnen dreht die Aktie von JPMorgan(JPM.N) vor US-Börsenstart ins Minus und büßt gut zwei Prozent ein. Der größte US-Kreditgeber erzielte dank des Booms beim Investmentbanking und großer Börsengänge im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 21,2 Milliarden Dollar, nach 14,99 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie zog der Gewinn auf 7,70 von zuvor 5,24 Dollar an. JPMorgan behielt laut Dealogic-Daten den Spitzenplatz in den globalen Investmentbanking-Ranglisten und erzielte den höchsten Investmentbanking-Umsatz der Branche. Zugleich schraubte die Bank ihre Prognose für die bereinigten Ausgaben im laufenden Jahr auf 107,5 Milliarden Dollar nach oben. Dies sei jedoch vom Marktumfeld abhängig.
10.10 Uhr - Eine Warnung vor steigenden Kosten und ein Umsatzdämpfer schicken die Aktie von Ericsson(ERICb.ST) auf Talfahrt. Die Papiere des schwedischen Netzwerkausrüsters brechen zeitweise mehr als zehn Prozent ein und sind damit Schlusslicht im europäischen Index Stoxx 600(.STOXX). Die Aktie steuert auf den schwärzesten Tag seit Januar 2025 zu. Ericsson warnte vor Preisdruck bei Chips, Speichern und anderen Komponenten. Den Analysten von Jefferies zufolge könnten stetig steigende Komponentenpreise die Bruttomarge im vierten Quartal belasten. Auch die Experten von JPMorgan gehen davon aus, dass Anleger sich Sorgen um die Auswirkungen der Komponentenkosten auf die Margen machen werden. Ericsson hat im zweiten Quartal infolge der Kostensteigerungen Einbußen verzeichnet, dabei aber mehr verdient als erwartet.
08.03 Uhr - Aufgehellte Aussichten schieben die Aktien von Hapag-Lloyd(HLAG.DE) an. Die Titel der Hamburger Containerreederei ziehen im Frankfurter Frühhandel um gut vier Prozent an, nachdem der Konzern am Vorabend dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben hat. "Die Anhebung der Prognose kommt nicht unerwartet, doch die neue Spanne liegt über dem aktuellen Konsens", kommentierte ein Händler.
07.38 Uhr - Anleger greifen bei Salzgitter(SZGG.DE) zu. Die Titel des Stahlkonzerns steigen im vorbörslichen Handel von Lang & Schwarz um knapp fünf Prozent. Ein Händler verwies auf die Hochstufung der Aktie durch die Analysten von Jefferies auf "Buy" von zuvor "Hold". Die Experten setzten das Kursziel zugleich auf 66 von zuvor 55 Euro.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)