10.07.26
03:32
Reuters
Singapur/Tokio, 10. Jul (Reuters) - Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss am Freitag kräftig angetrieben und geopolitische Sorgen in den Hintergrund gedrängt. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) mit einem Plus von 2,0 Prozent bei 69.121,02 Punkten, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) um 0,76 Prozent auf 4050,82 Zähler stieg. Auch in Südkorea griffen Investoren zu, was den Kospi(.KS11) um 4,0 Prozent nach oben klettern ließ. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) verzeichnete einen Zuwachs von 1,3 Prozent.
In Japan profitierten Technologiewerte von milliardenschweren Investitionsplänen des US-Speicherchip-Herstellers Micron(MU.O). Zu den größten Gewinnern im Nikkei zählten der Chip-Zulieferer Sumco(3436.T) mit einem Kurssprung von 15,4 Prozent sowie der Halbleiter-Tester Advantest(6857.T), der 8,5 Prozent gewann. Auch der Technologie-Investor SoftBank(9984.T) legte um 11,3 Prozent zu. "Die japanischen Aktien haben sich an der Rally der US-Technologiewerte orientiert", sagte Marktanalyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Zudem stützte die Aussicht, dass staatliche Pensionsfonds künftig mehr in heimische Anlagen investieren könnten, die Stimmung am Markt.
Im Zentrum des KI-Booms stand der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix(000660.KS), dessen Aktien in Seoul um 2,8 Prozent stiegen. Das Unternehmen sammelte bei seinem Börsendebüt in den USA rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Die Papiere des heimischen Konkurrenten Samsung(005930.KS) gewannen 3,0 Prozent. Trotz der starken Kursgewinne im Technologiesektor mahnten Experten zur Vorsicht angesichts der eskalierenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran. "Ich verfolge die Nachrichten aus dem Nahen Osten und die Lage sieht nicht gut aus, aber die Anleger scheinen im Moment unglaublich widerstandsfähig gegenüber diesen Risiken zu sein", erklärte Chef-Marktstratege Nick Twidale von ATFX Global.
Devisen
Am Devisenmarkt profitierte die japanische Währung von den Aussagen der Regierung zu möglichen Umschichtungen der Pensionsfonds. Zuvor hatte der schwache Yen die japanische Großhandelsinflation im Juni auf den höchsten Stand seit über drei Jahren getrieben. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,6 Prozent auf 161,39 Yen(JPY=) und gab 0,2 Prozent auf 6,7775 Yuan(CNY=) nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent niedriger bei 0,8032 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,3 Prozent auf 1,1457 Dollar und gab um 0,2 Prozent auf 0,9203 Franken(EURCHF=) nach.
Ölpreise
Trotz der militärischen Auseinandersetzungen am Persischen Golf hielten sich die Ausschläge am Ölmarkt in Grenzen. Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Sorge, dass die für den Energietransport wichtige Straße von Hormus blockiert werden könnte. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 76,48 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent fester bei 72,29 Dollar.
Wall Street
Die asiatischen Börsen folgten den positiven Vorgaben aus den USA, wo Technologiewerte nach den Investitionsplänen von Micron kräftig zugelegt hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 52.487,41 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,8 Prozent auf 7.543,64 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,3 Prozent auf 26.206,89 Stellen an.
(Bericht von Ankur Banerjee, Leika Kihara, Hyunjoo Jin, Junko Fujita und Rocky Swift, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.07.26
03:32
Reuters
Singapur/Tokio, 10. Jul (Reuters) - Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss am Freitag kräftig angetrieben und geopolitische Sorgen in den Hintergrund gedrängt. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) mit einem Plus von 2,0 Prozent bei 69.121,02 Punkten, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) um 0,76 Prozent auf 4050,82 Zähler stieg. Auch in Südkorea griffen Investoren zu, was den Kospi(.KS11) um 4,0 Prozent nach oben klettern ließ. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) verzeichnete einen Zuwachs von 1,3 Prozent.
In Japan profitierten Technologiewerte von milliardenschweren Investitionsplänen des US-Speicherchip-Herstellers Micron(MU.O). Zu den größten Gewinnern im Nikkei zählten der Chip-Zulieferer Sumco(3436.T) mit einem Kurssprung von 15,4 Prozent sowie der Halbleiter-Tester Advantest(6857.T), der 8,5 Prozent gewann. Auch der Technologie-Investor SoftBank(9984.T) legte um 11,3 Prozent zu. "Die japanischen Aktien haben sich an der Rally der US-Technologiewerte orientiert", sagte Marktanalyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Zudem stützte die Aussicht, dass staatliche Pensionsfonds künftig mehr in heimische Anlagen investieren könnten, die Stimmung am Markt.
Im Zentrum des KI-Booms stand der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix(000660.KS), dessen Aktien in Seoul um 2,8 Prozent stiegen. Das Unternehmen sammelte bei seinem Börsendebüt in den USA rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Die Papiere des heimischen Konkurrenten Samsung(005930.KS) gewannen 3,0 Prozent. Trotz der starken Kursgewinne im Technologiesektor mahnten Experten zur Vorsicht angesichts der eskalierenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran. "Ich verfolge die Nachrichten aus dem Nahen Osten und die Lage sieht nicht gut aus, aber die Anleger scheinen im Moment unglaublich widerstandsfähig gegenüber diesen Risiken zu sein", erklärte Chef-Marktstratege Nick Twidale von ATFX Global.
Devisen
Am Devisenmarkt profitierte die japanische Währung von den Aussagen der Regierung zu möglichen Umschichtungen der Pensionsfonds. Zuvor hatte der schwache Yen die japanische Großhandelsinflation im Juni auf den höchsten Stand seit über drei Jahren getrieben. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,6 Prozent auf 161,39 Yen(JPY=) und gab 0,2 Prozent auf 6,7775 Yuan(CNY=) nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent niedriger bei 0,8032 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,3 Prozent auf 1,1457 Dollar und gab um 0,2 Prozent auf 0,9203 Franken(EURCHF=) nach.
Ölpreise
Trotz der militärischen Auseinandersetzungen am Persischen Golf hielten sich die Ausschläge am Ölmarkt in Grenzen. Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Sorge, dass die für den Energietransport wichtige Straße von Hormus blockiert werden könnte. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 76,48 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent fester bei 72,29 Dollar.
Wall Street
Die asiatischen Börsen folgten den positiven Vorgaben aus den USA, wo Technologiewerte nach den Investitionsplänen von Micron kräftig zugelegt hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 52.487,41 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,8 Prozent auf 7.543,64 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,3 Prozent auf 26.206,89 Stellen an.
(Bericht von Ankur Banerjee, Leika Kihara, Hyunjoo Jin, Junko Fujita und Rocky Swift, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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