09.07.26
17:27
Reuters
Frankfurt, 09. Jul (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
19.27 Uhr - Eine Verzögerung bei der milliardenschweren Übernahme von Warner Bros(WBD.O) hat die Aktien von Paramount(PSKY.O) auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des Medienkonzerns verlieren an der Wall Street fast fünf Prozent. Paramount hat mitgeteilt, den 110 Milliarden Dollar schweren Zukauf nicht vor dem 22. Juli abschließen zu wollen, und damit die Frist um eine Woche nach hinten verschoben. Hintergrund ist eine Untersuchung im US-Bundesstaat Oregon. Dessen Generalstaatsanwalt Dan Rayfield hatte ein Gericht gebeten, den Abschluss des Geschäfts um 60 Tage aufzuschieben, um Unterlagen prüfen zu können. Auch in Europa steht die Fusion auf dem Prüfstand. Die EU-Kommission verlängerte ihre Frist für eine Entscheidung ebenfalls auf den 22. Juli. Zudem könnten mehrere US-Bundesstaaten einem Insiderbericht zufolge in der kommenden Woche Klage gegen die Übernahme von Warner Bros einreichen.
15.25 Uhr - Ein Medienbericht über die jüngsten Pläne von Starbucks(SBUX.O) belastet IBM(IBM.N) und Microsoft(MSFT.O). Die Titel der beiden Softwarekonzerne geben im vorbörslichen US-Handel rund fünf und zwei Prozent nach. Starbucks wolle teure Geschäftssoftware durch eigene KI-Anwendungen ersetzen, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Hintergrund sei ein umfassendes Sparprogramm, mit dem das Unternehmen seine Kosten um zwei Milliarden Dollar senken wolle. Jährlich gebe die Kette rund 400 Millionen Dollar für Software aus. Konkret plane Starbucks unter anderem, ein Warenwirtschaftssystem von Microsoft und eine Instandhaltungssoftware von IBM durch Eigenentwicklungen zu ersetzen. Dies schürt an der Börse Sorgen über einen neuen Trend. Die Aktien der IBM- und Microsoft-Rivalen ServiceNow(NOW.N) und Salesforce(CRM.N) verlieren vorbörslich jeweils rund fünf Prozent.
13.45 Uhr - Ein pessimistischer Analystenkommentar hat die Aktien der deutschen Rüstungskonzerne auf Talfahrt geschickt. Die Papiere von Rheinmetall(RHMG.DE), Renk(R3NK.DE) und Hensoldt(HAGG.DE) geben knapp vier bis gut fünf Prozent nach. Die Analysten von MWB Research stuften die Aktien von Rheinmetall und Renk auf "Hold" von "Buy" herab. Hensoldt wurde auf "Sell" nach zuvor "Hold" gesetzt. Zur Begründung hieß es, der Nato-Gipfel habe gezeigt, dass die zusätzlichen Rüstungsausgaben nicht mehr in traditionelle Landsysteme flössen. Dies belaste die Aussichten für Rheinmetall und den Getriebehersteller Renk, der von Aufträgen für Panzer und Schützenpanzer abhänge. Die Ausgaben konzentrierten sich stattdessen auf Luftverteidigung, Drohnen und Überwachung. Bei Hensoldt kritisierten die Analysten, dass der Gipfel keine neuen Aufträge gebracht habe, obwohl die Aktie im Vorfeld in Erwartung solcher Aufträge stark gestiegen sei.
11.24 Uhr - Am Kupfermarkt schöpfen die Anleger neue Hoffnung auf eine friedliche Lösung im wiederaufgeflammten Nahost-Konflikt. Das Industriemetall verteuert sich um 2,2 Prozent auf 13.457 Dollar je Tonne. Die Anleger hätten tendenziell bereits eingepreist, dass etwaige Eskalationen vermutlich nur von kurzer Dauer seien, sagt Craig Lang, leitender Analyst bei CRU. Am Mittwoch war der Kupferpreis um 1,5 Prozent abgerutscht.
11.08 Uhr - Nach dem zuletzt deutlichen Preisanstieg geht es mit den Notierungen für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und WTI(CLc1) am Vormittag leicht bergab. Beide Sorten verbilligen sich um ein halbes Prozent auf 77,53 beziehungsweise 73,15 Dollar je Fass. Der wiederaufgeflammte militärische Konflikt zwischen den USA und Iran hat die Preise seit Dienstag um rund acht Prozent nach oben getrieben. "Die Händler überdenken die Lage jetzt neu, insbesondere da die Ölströme durch die Straße von Hormus sehr ungewiss sind", sagt Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade. Anleger hofften aber darauf, dass der nächste Schritte nun eine Deeskalation sein könnte. Daher stiegen die Ölpreise erst einmal nicht weiter.
10.50 Uhr - Ein Studienrückschlag bei einem Medikament zur Behandlung von Herzerkrankungen lässt AstraZeneca(AZN.L) abrutschen. Die Aktien des britischen Pharmakonzerns fallen an der Londoner Börse in der Spitze um knapp zehn Prozent. Der Rückschlag in einer späten Studienphase trübt die Aussichten auf einen Spitzenumsatz von zwei Milliarden US-Dollar, den einige Analysten für das Medikament namens Wainua prognostiziert hatten.
09.51 Uhr - Die Anhebung der Jahresziele lässt die Aktien von Schott Pharma(1SPX.DE) abheben. Die Titel des Pharmaverpackungsherstellers steigen in der Spitze um 22 Prozent auf 21,50 Euro, den höchsten Stand seit Oktober vergangenen Jahres. Sie sind der mit Abstand stärkste SDax(.SDAXI)-Wert. Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 wird nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent anvisiert nach bislang zwei bis fünf Prozent. Die EBITDA-Marge wird bei 27 bis 28 Prozent erwartet, statt der bisher geplanten rund 27 Prozent. Die strukturellen Wachstumstreiber blieben intakt, heißt es in einem Kommentar von RBC. Die Analysten stufen die Aktien hoch auf "outperform" von "sector perform".
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
| 1 | Weitere Marktberichte unter Doppelklick [.CDE] [.FDE] [.NDE] [.TDE] | 1 |
09.07.26
17:27
Reuters
19.27 Uhr - Eine Verzögerung bei der milliardenschweren Übernahme von Warner Bros(WBD.O) hat die Aktien von Paramount(PSKY.O) auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des Medienkonzerns verlieren an der Wall Street fast fünf Prozent. Paramount hat mitgeteilt, den 110 Milliarden Dollar schweren Zukauf nicht vor dem 22. Juli abschließen zu wollen, und damit die Frist um eine Woche nach hinten verschoben. Hintergrund ist eine Untersuchung im US-Bundesstaat Oregon. Dessen Generalstaatsanwalt Dan Rayfield hatte ein Gericht gebeten, den Abschluss des Geschäfts um 60 Tage aufzuschieben, um Unterlagen prüfen zu können. Auch in Europa steht die Fusion auf dem Prüfstand. Die EU-Kommission verlängerte ihre Frist für eine Entscheidung ebenfalls auf den 22. Juli. Zudem könnten mehrere US-Bundesstaaten einem Insiderbericht zufolge in der kommenden Woche Klage gegen die Übernahme von Warner Bros einreichen.
15.25 Uhr - Ein Medienbericht über die jüngsten Pläne von Starbucks(SBUX.O) belastet IBM(IBM.N) und Microsoft(MSFT.O). Die Titel der beiden Softwarekonzerne geben im vorbörslichen US-Handel rund fünf und zwei Prozent nach. Starbucks wolle teure Geschäftssoftware durch eigene KI-Anwendungen ersetzen, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Hintergrund sei ein umfassendes Sparprogramm, mit dem das Unternehmen seine Kosten um zwei Milliarden Dollar senken wolle. Jährlich gebe die Kette rund 400 Millionen Dollar für Software aus. Konkret plane Starbucks unter anderem, ein Warenwirtschaftssystem von Microsoft und eine Instandhaltungssoftware von IBM durch Eigenentwicklungen zu ersetzen. Dies schürt an der Börse Sorgen über einen neuen Trend. Die Aktien der IBM- und Microsoft-Rivalen ServiceNow(NOW.N) und Salesforce(CRM.N) verlieren vorbörslich jeweils rund fünf Prozent.
13.45 Uhr - Ein pessimistischer Analystenkommentar hat die Aktien der deutschen Rüstungskonzerne auf Talfahrt geschickt. Die Papiere von Rheinmetall(RHMG.DE), Renk(R3NK.DE) und Hensoldt(HAGG.DE) geben knapp vier bis gut fünf Prozent nach. Die Analysten von MWB Research stuften die Aktien von Rheinmetall und Renk auf "Hold" von "Buy" herab. Hensoldt wurde auf "Sell" nach zuvor "Hold" gesetzt. Zur Begründung hieß es, der Nato-Gipfel habe gezeigt, dass die zusätzlichen Rüstungsausgaben nicht mehr in traditionelle Landsysteme flössen. Dies belaste die Aussichten für Rheinmetall und den Getriebehersteller Renk, der von Aufträgen für Panzer und Schützenpanzer abhänge. Die Ausgaben konzentrierten sich stattdessen auf Luftverteidigung, Drohnen und Überwachung. Bei Hensoldt kritisierten die Analysten, dass der Gipfel keine neuen Aufträge gebracht habe, obwohl die Aktie im Vorfeld in Erwartung solcher Aufträge stark gestiegen sei.
11.24 Uhr - Am Kupfermarkt schöpfen die Anleger neue Hoffnung auf eine friedliche Lösung im wiederaufgeflammten Nahost-Konflikt. Das Industriemetall verteuert sich um 2,2 Prozent auf 13.457 Dollar je Tonne. Die Anleger hätten tendenziell bereits eingepreist, dass etwaige Eskalationen vermutlich nur von kurzer Dauer seien, sagt Craig Lang, leitender Analyst bei CRU. Am Mittwoch war der Kupferpreis um 1,5 Prozent abgerutscht.
11.08 Uhr - Nach dem zuletzt deutlichen Preisanstieg geht es mit den Notierungen für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und WTI(CLc1) am Vormittag leicht bergab. Beide Sorten verbilligen sich um ein halbes Prozent auf 77,53 beziehungsweise 73,15 Dollar je Fass. Der wiederaufgeflammte militärische Konflikt zwischen den USA und Iran hat die Preise seit Dienstag um rund acht Prozent nach oben getrieben. "Die Händler überdenken die Lage jetzt neu, insbesondere da die Ölströme durch die Straße von Hormus sehr ungewiss sind", sagt Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade. Anleger hofften aber darauf, dass der nächste Schritte nun eine Deeskalation sein könnte. Daher stiegen die Ölpreise erst einmal nicht weiter.
10.50 Uhr - Ein Studienrückschlag bei einem Medikament zur Behandlung von Herzerkrankungen lässt AstraZeneca(AZN.L) abrutschen. Die Aktien des britischen Pharmakonzerns fallen an der Londoner Börse in der Spitze um knapp zehn Prozent. Der Rückschlag in einer späten Studienphase trübt die Aussichten auf einen Spitzenumsatz von zwei Milliarden US-Dollar, den einige Analysten für das Medikament namens Wainua prognostiziert hatten.
09.51 Uhr - Die Anhebung der Jahresziele lässt die Aktien von Schott Pharma(1SPX.DE) abheben. Die Titel des Pharmaverpackungsherstellers steigen in der Spitze um 22 Prozent auf 21,50 Euro, den höchsten Stand seit Oktober vergangenen Jahres. Sie sind der mit Abstand stärkste SDax(.SDAXI)-Wert. Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 wird nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent anvisiert nach bislang zwei bis fünf Prozent. Die EBITDA-Marge wird bei 27 bis 28 Prozent erwartet, statt der bisher geplanten rund 27 Prozent. Die strukturellen Wachstumstreiber blieben intakt, heißt es in einem Kommentar von RBC. Die Analysten stufen die Aktien hoch auf "outperform" von "sector perform".
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)