09.07.26
07:58
Reuters
Hongkong, 09. Jul (Reuters) - Die Aktien des chinesischen Apple(AAPL.O)-Zulieferers Luxshare treffen bei ihrem Debüt an der Hongkonger Börse auf geringes Anlegerinteresse. Die Papiere(2475.HK) fielen am Donnerstag zeitweise auf 57,20 Hongkong-Dollar und lagen damit fast zehn Prozent unter dem Ausgabepreis von 63,28 Dollar. Einige weitere Debütanten wie die Spezialmaschinenbauer Rigol(0537.HK) und DTech(1377.HK) mussten ebenfalls Verluste hinnehmen.
"Die schwache Entwicklung spiegelt die gedämpfte Marktstimmung und allgemeine Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem globalen Handel und der geopolitischen Lage wider", sagte Aktienmarkt-Experte Chokwai Lee vom Research-Lee Morningstar. Anleger seien bei Investitionen in hoch bewertete Unternehmen selektiver. Ein weiterer Belastungsfaktor seien die Sorgen über ein Abflauen des KI-Booms. Enttäuschende Quartalsergebnisse des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung(005930.KS) hatten zu Wochenbeginn derartige Spekulationen geschürt und einen weltweiten Ausverkauf bei Technologiewerten ausgelöst.
Mit einem Volumen von umgerechnet etwa 2,7 Milliarden Euro ist die Luxshare-Emission Hongkongs bislang größter Börsengang des Jahres. Der Erlös soll den Angaben zufolge unter anderem in den Ausbau des Autozuliefer-Geschäfts fließen. Der von der chinesischen Milliardärin Wang Laichun gegründete Konzern hatte vor etwa zwei Jahren den deutschen Kabelbaum-Spezialisten Leoni übernommen. Luxshare produziert zudem Internet-Router, Geräte für kabelloses Laden sowie Videokonferenzsysteme. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen Umsatz und Gewinn um jeweils knapp ein Viertel auf umgerechnet 120 Milliarden beziehungsweise 2,3 Milliarden Euro. Luxshare ist bereits an der chinesischen Börse in Shenzhen(002475.SZ) notiert.
(Bericht von Yantoultra Ngui, Selena Li und Jiaxing Li; geschrieben von Hakan Ersen. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Hongkong, 09. Jul (Reuters) - Die Aktien des chinesischen Apple(AAPL.O)-Zulieferers Luxshare treffen bei ihrem Debüt an der Hongkonger Börse auf geringes Anlegerinteresse. Die Papiere(2475.HK) fielen am Donnerstag zeitweise auf 57,20 Hongkong-Dollar und lagen damit fast zehn Prozent unter dem Ausgabepreis von 63,28 Dollar. Einige weitere Debütanten wie die Spezialmaschinenbauer Rigol(0537.HK) und DTech(1377.HK) mussten ebenfalls Verluste hinnehmen.
"Die schwache Entwicklung spiegelt die gedämpfte Marktstimmung und allgemeine Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem globalen Handel und der geopolitischen Lage wider", sagte Aktienmarkt-Experte Chokwai Lee vom Research-Haus Morningstar. Anleger seien bei Investitionen in hoch bewertete Unternehmen selektiver. Ein weiterer Belastungsfaktor seien die Sorgen über ein Abflauen des KI-Booms. Enttäuschende Quartalsergebnisse des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung(005930.KS) hatten zu Wochenbeginn derartige Spekulationen geschürt und einen weltweiten Ausverkauf bei Technologiewerten ausgelöst.
Mit einem Volumen von umgerechnet etwa 2,7 Milliarden Euro ist die Luxshare-Emission Hongkongs bislang größter Börsengang des Jahres. Der Erlös soll den Angaben zufolge unter anderem in den Ausbau des Autozuliefer-Geschäfts fließen. Der von der chinesischen Milliardärin Wang Laichun gegründete Konzern hatte vor etwa zwei Jahren den deutschen Kabelbaum-Spezialisten Leoni übernommen. Luxshare produziert zudem Internet-Router, Geräte für kabelloses Laden sowie Videokonferenzsysteme. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen Umsatz und Gewinn um jeweils knapp ein Viertel auf umgerechnet 120 Milliarden beziehungsweise 2,3 Milliarden Euro. Luxshare ist bereits an der chinesischen Börse in Shenzhen(002475.SZ) notiert.
(Bericht von Yantoultra Ngui, Selena Li und Jiaxing Li; geschrieben von Hakan Ersen. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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