08.07.26
06:01
Reuters
Frankfurt, 08. Jul (Reuters) - Neue Unruhen in Nahost haben die Versorgungsängste am Ölmarkt wieder aufflammen lassen. Die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) stiegen am Mittwoch in der Spitze um 3,5 Prozent auf 76,75 beziehungsweise 72,92 Dollar je Fass. Seit Dienstag kommen sie auf ein Plus von jeweils gut sechs Prozent. Die USA haben nach Attacken auf drei Tanker in der Straße von Hormus eine neue Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet und Teheran eine wichtige Lizenz zum Verkauf von Öl entzogen. Investoren fürchten nun, dass der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zerbröckelt und die Lieferungen aus dem Nahen Osten erneut unterbrochen werden könnten.
Die aktuelle Entwicklung erinnere den Markt daran, wie fragil die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nach wie vor sei, sagte Saul Kavonic, Forschungsleiter bei MST Marquee. Sollten die Spannungen anhalten und der Schiffsverkehr auf der für den Öltransport wichtigen Wasserstraße unter 50 Prozent des Vorkriegsniveaus bleiben, könnten die daraus resultierenden Angebotsengpässe wieder höhere Ölpreise begünstigen, prognostizierte der Experte.
Die USA und der Iran hatten im vergangenen Monat ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das eigentlich Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden ermöglichen sollte. Diese waren jedoch in der vergangenen Woche ohne Fortschritte beendet worden. Die seit Beginn des Krieges stark gestiegenen Ölpreise waren in den vergangenen Wochen auf das Vorkriegsniveau zurückgefallen.
(Bericht von: Daniela Pegna, Yuka Obayashi, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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Frankfurt, 08. Jul (Reuters) - Neue Unruhen in Nahost haben die Versorgungsängste am Ölmarkt wieder aufflammen lassen. Die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) stiegen am Mittwoch in der Spitze um 3,5 Prozent auf 76,75 beziehungsweise 72,92 Dollar je Fass. Seit Dienstag kommen sie auf ein Plus von jeweils gut sechs Prozent. Die USA haben nach Attacken auf drei Tanker in der Straße von Hormus eine neue Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet und Teheran eine wichtige Lizenz zum Verkauf von Öl entzogen. Investoren fürchten nun, dass der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zerbröckelt und die Lieferungen aus dem Nahen Osten erneut unterbrochen werden könnten.
Die aktuelle Entwicklung erinnere den Markt daran, wie fragil die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nach wie vor sei, sagte Saul Kavonic, Forschungsleiter bei MST Marquee. Sollten die Spannungen anhalten und der Schiffsverkehr auf der für den Öltransport wichtigen Wasserstraße unter 50 Prozent des Vorkriegsniveaus bleiben, könnten die daraus resultierenden Angebotsengpässe wieder höhere Ölpreise begünstigen, prognostizierte der Experte.
Die USA und der Iran hatten im vergangenen Monat ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das eigentlich Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden ermöglichen sollte. Diese waren jedoch in der vergangenen Woche ohne Fortschritte beendet worden. Die seit Beginn des Krieges stark gestiegenen Ölpreise waren in den vergangenen Wochen auf das Vorkriegsniveau zurückgefallen.
(Bericht von: Daniela Pegna, Yuka Obayashi, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: