03.07.26
03:27
Reuters
Singapur/Tokio, 03. Jul (Reuters) - Schwächere US-Arbeitsmarktdaten haben den asiatischen Aktienmärkten am Freitag zum Wochenausklang spürbaren Auftrieb verliehen. Die Aussicht auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed lockte Anleger aus der Reserve und sorgte für Kursgewinne. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) stieg um 1,3 Prozent. In Südkorea kletterte der Leitindex Kospi(.KS11) um drei Prozent nach oben. Auch in Tokio drehte der Leitindex Nikkei(.N225) anfängliche Verluste ins Plus und notierte zuletzt 0,74 Prozent höher bei 69.243,68 Punkten, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) 0,91 Prozent auf 4.051,48 Zähler gewann.
Die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Jobdaten verschoben die Zinserwartungen der Händler in Richtung Oktober. "Die Zahlen stellen das Narrativ infrage, dass die Fed in der zweiten Jahreshälfte auf Kurs für eine Zinserhöhung bleibt", erklärten die Analysten von Westpac. In Asien untermauerten derweil positive Konjunktursignale die Kauflaune: Der Einkaufsmanagerindex für den japanischen Dienstleistungssektor signalisierte im Juni wieder Wachstum. Gleichzeitig stieg in China die Auslandsnachfrage nach Dienstleistungen so stark wie seit 20 Monaten nicht mehr, auch wenn der Sektor insgesamt etwas langsamer wuchs.
An der Börse in Tokio fand zudem eine Branchenrotation statt, bei der Anleger von hoch bewerteten Technologiewerten in zyklische Papiere umschichteten. "Bestimmte Sektoren im Zusammenhang mit Halbleitern und KI bleiben heute schwach", sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. "Wenn sich der Rückgang bei diesen hoch bewerteten Aktien zu verringern beginnt, ist es möglich, dass sich auch der Nikkei stabilisiert."
Devisen
Am Devisenmarkt blieben die Blicke auf Japan gerichtet, wo Finanzministerin Satsuki Katayama angesichts des schwachen Yen(JPY=) vor Interventionen warnte: "Unsere Haltung hat sich nicht geändert. Wir werden jederzeit angemessen reagieren, wenn es nötig ist." Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 161,16 Yen(JPY=) und gab 0,1 Prozent auf 6,7807 Yuan(CNY=) nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8025 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1442 Dollar und zog leicht auf 0,9184 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verzeichneten die Erdölpreise leichte Gewinne, gestützt von den positiven asiatischen Konjunkturdaten und den nachlassenden Zinssorgen in den USA. So verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 72,26 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte ebenfalls 0,6 Prozent fester bei 69,07 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen bleiben am Freitag wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen. Am Vorabend hatten die schwachen Arbeitsmarktdaten für ein gemischtes Bild gesorgt, wobei vor allem Technologiewerte unter Druck gerieten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 52.900,07 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.483,24 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,8 Prozent auf 25.832,67 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Makiko Yamazaki, Rocky Swift und Tom Westbrook, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Singapur/Tokio, 03. Jul (Reuters) - Schwächere US-Arbeitsmarktdaten haben den asiatischen Aktienmärkten am Freitag zum Wochenausklang spürbaren Auftrieb verliehen. Die Aussicht auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed lockte Anleger aus der Reserve und sorgte für Kursgewinne. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MISX00000PUS) stieg um 1,3 Prozent. In Südkorea kletterte der Leitindex Kospi(.KS11) um drei Prozent nach oben. Auch in Tokio drehte der Leitindex Nikkei(.N225) anfängliche Verluste ins Plus und notierte zuletzt 0,74 Prozent höher bei 69.243,68 Punkten, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) 0,91 Prozent auf 4.051,48 Zähler gewann.
Die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Jobdaten verschoben die Zinserwartungen der Händler in Richtung Oktober. "Die Zahlen stellen das Narrativ infrage, dass die Fed in der zweiten Jahreshälfte auf Kurs für eine Zinserhöhung bleibt", erklärten die Analysten von Westpac. In Asien untermauerten derweil positive Konjunktursignale die Kauflaune: Der Einkaufsmanagerindex für den japanischen Dienstleistungssektor signalisierte im Juni wieder Wachstum. Gleichzeitig stieg in China die Auslandsnachfrage nach Dienstleistungen so stark wie seit 20 Monaten nicht mehr, auch wenn der Sektor insgesamt etwas langsamer wuchs.
An der Börse in Tokio fand zudem eine Branchenrotation statt, bei der Anleger von hoch bewerteten Technologiewerten in zyklische Papiere umschichteten. "Bestimmte Sektoren im Zusammenhang mit Halbleitern und KI bleiben heute schwach", sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. "Wenn sich der Rückgang bei diesen hoch bewerteten Aktien zu verringern beginnt, ist es möglich, dass sich auch der Nikkei stabilisiert."
Devisen Am Devisenmarkt blieben die Blicke auf Japan gerichtet, wo Finanzministerin Satsuki Katayama angesichts des schwachen Yen(JPY=) vor Interventionen warnte: "Unsere Haltung hat sich nicht geändert. Wir werden jederzeit angemessen reagieren, wenn es nötig ist." Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 161,16 Yen(JPY=) und gab 0,1 Prozent auf 6,7807 Yuan(CNY=) nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8025 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1442 Dollar und zog leicht auf 0,9184 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise Am Rohstoffmarkt verzeichneten die Erdölpreise leichte Gewinne, gestützt von den positiven asiatischen Konjunkturdaten und den nachlassenden Zinssorgen in den USA. So verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 72,26 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte ebenfalls 0,6 Prozent fester bei 69,07 Dollar.
Wall Street Die US-Börsen bleiben am Freitag wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen. Am Vorabend hatten die schwachen Arbeitsmarktdaten für ein gemischtes Bild gesorgt, wobei vor allem Technologiewerte unter Druck gerieten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 52.900,07 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.483,24 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,8 Prozent auf 25.832,67 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Makiko Yamazaki, Rocky Swift und Tom Westbrook, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)