02.07.26
06:03
Reuters
Frankfurt, 02. Jul (Reuters) - Die Ölpreise sind erneut im Rückwärtsgang: Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich am Donnerstag in der Spitze um rund eineinhalb Prozent auf 70,63 beziehungsweise 67,56 Dollar je Fass. Die Notierungen fielen den dritten Tag in Folge und lagen damit in etwa auf dem Niveau, das sie vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hatten. Da die wichtige Wasserstraße von Hormus wieder geöffnet sei und Rohöl abtransportiert werde, wachse die Erwartung an ein Überangebot - das drücke die Preise, hieß es in einer Mitteilung von Haitong Futures.
Nach dem im Juni geschlossenen Übergangsabkommen zwischen den USA und Iran zur Beilegung des Krieges gewährt Teheran Schiffen für 60 Tage freie Durchfahrt. Zuletzt hatten die USA und der Iran in der katarischen Hauptstadt Doha indirekte Fachgespräche über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand geführt. US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch über den Verlauf, Insidern zufolge gab es jedoch keinen Durchbruch. Angesichts der jüngsten Entwicklung in Nahost senkte die UBS ihre Brent-Prognose für das Septemberquartal um 25 US-Dollar und für das Dezemberquartal um zehn US-Dollar. Sie erwartet nun einen durchschnittlichen Referenzpreis von 80 US-Dollar pro Barrel im zweiten Halbjahr und 75 US-Dollar im Jahr 2027. Gleichzeitig warnten die Experten jedoch davor, von einer vollständigen Normalisierung am Ölmarkt auszugehen. Das Preisrisiko sei weiter eher nach oben gerichtet, da die Anzahl der in den Persischen Golf einlaufenden Tanker hinter der Anzahl der auslaufenden Tanker zurückbleibe, erklärten die Experten.
(Bericht von: Daniela Pegna, Sam Li. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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Reuters
Frankfurt, 02. Jul (Reuters) - Die Ölpreise sind erneut im Rückwärtsgang: Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich am Donnerstag in der Spitze um rund eineinhalb Prozent auf 70,63 beziehungsweise 67,56 Dollar je Fass. Die Notierungen fielen den dritten Tag in Folge und lagen damit in etwa auf dem Niveau, das sie vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hatten. Da die wichtige Wasserstraße von Hormus wieder geöffnet sei und Rohöl abtransportiert werde, wachse die Erwartung an ein Überangebot - das drücke die Preise, hieß es in einer Mitteilung von Haitong Futures.
Nach dem im Juni geschlossenen Übergangsabkommen zwischen den USA und Iran zur Beilegung des Krieges gewährt Teheran Schiffen für 60 Tage freie Durchfahrt. Zuletzt hatten die USA und der Iran in der katarischen Hauptstadt Doha indirekte Fachgespräche über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand geführt. US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch über den Verlauf, Insidern zufolge gab es jedoch keinen Durchbruch. Angesichts der jüngsten Entwicklung in Nahost senkte die UBS ihre Brent-Prognose für das Septemberquartal um 25 US-Dollar und für das Dezemberquartal um zehn US-Dollar. Sie erwartet nun einen durchschnittlichen Referenzpreis von 80 US-Dollar pro Barrel im zweiten Halbjahr und 75 US-Dollar im Jahr 2027. Gleichzeitig warnten die Experten jedoch davor, von einer vollständigen Normalisierung am Ölmarkt auszugehen. Das Preisrisiko sei weiter eher nach oben gerichtet, da die Anzahl der in den Persischen Golf einlaufenden Tanker hinter der Anzahl der auslaufenden Tanker zurückbleibe, erklärten die Experten.
(Bericht von: Daniela Pegna, Sam Li. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: