01.07.26
07:14
Reuters
* Nikkei begrenzt Anstieg auf 0,8 Prozent
* Börse in Shanghai fester
* Robuste Daten aus Chinas Industrie
Tokio/Shanghai, 01. Jul (Reuters) - Die jüngste von KI-Werten getriebene Rally an den asiatischen Aktienmärkten ist zur Wochenmitte abgeebbt. Auf die Stimmung drückten die stockenden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. Der Iran erklärte am Dienstag, es werde zunächst kein Treffen mit US-Gesandten geben. Erst müssten die Bedingungen des vereinbarten Rahmenabkommens umgesetzt werden. Dies trübte am Markt die Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern und dämpfte die Risikobereitschaft.
In Tokio begrenzte der Nikkei-Index(.N225) am Mittwoch den Anstieg auf ein Plus von 0,8 Prozent auf 70.635 Punkte. Analysten des Tokai Tokyo Intelligence Laboratory warnten vor einer kurzfristigen Überhitzung und Gewinnmitnahmen. Gefragt waren weiter Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI). Die Titel des Elektronik-Konzerns Taiyo Yuden(6976.T) zogen um 13 Prozent an; Aktien des Chip-Zulieferers Sumco(3436.T) gewannen elf Prozent. Dagegen brachen die Anteilsscheine der Kaufhauskette J. Front Retailing(3086.T) nach enttäuschenden Geschäftszahlen bis zu zwölf Prozent ein.
Die Stimmung unter den großen japanischen Herstellern war einer Umfrage der Bank of Japan zufolge im abgelaufenen Quartal zwar auf den besten Wert seit 2018 gestiegen. Für die kommenden drei Monate rechnen die Unternehmen jedoch mit einer Verschlechterung der Geschäftslage. Als Gründe nannten sie steigende Kosten und mögliche Lieferengpässe infolge des Konflikts in Nahost.
In China sorgten robuste Daten aus der Industrie für positive Impulse. Der Shanghai Composite Index(.SSEC) notierte leicht fester. Das verarbeitende Gewerbe in der Volksrepublik expandierte im Juni den siebten Monat in Folge und verzeichnete damit das stärkste Quartal seit Ende 2020, wie eine Unternehmensumfrage ergab. Trotz der Kursgewinne blieben jedoch Sorgen über ein ungleichmäßiges Wachstum der Wirtschaft bestehen. Investoren treibe das schwache Verbrauchervertrauen angesichts des Drucks auf dem Arbeitsmarkt sowie negative Vermögenseffekte durch den anhaltenden Abschwung am Immobilienmarkt um, erklärten die Experten von Goldman Sachs.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Mittwoch | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 70.635,18 | +0,8% |
| Topix(.TOPX) | 4.015,90 | +0,5% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.107,10 | +0,3% |
| CSI300(.CSI300) | 4.954,05 | -0,5% |
| Hang Seng(.HSI) | Kein Handel | |
| Kospi(.KS11) | 8.315,00 | -1,9% |
----------
| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1405 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3240 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 162,70 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,8092 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7925 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.550,70 |
(Bericht von Satoshi Sugiyama, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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01.07.26
07:14
Reuters
Tokio/Shanghai, 01. Jul (Reuters) - Die jüngste von KI-Werten getriebene Rally an den asiatischen Aktienmärkten ist zur Wochenmitte abgeebbt. Auf die Stimmung drückten die stockenden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. Der Iran erklärte am Dienstag, es werde zunächst kein Treffen mit US-Gesandten geben. Erst müssten die Bedingungen des vereinbarten Rahmenabkommens umgesetzt werden. Dies trübte am Markt die Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern und dämpfte die Risikobereitschaft.
In Tokio begrenzte der Nikkei-Index(.N225) am Mittwoch den Anstieg auf ein Plus von 0,8 Prozent auf 70.635 Punkte. Analysten des Tokai Tokyo Intelligence Laboratory warnten vor einer kurzfristigen Überhitzung und Gewinnmitnahmen. Gefragt waren weiter Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI). Die Titel des Elektronik-Konzerns Taiyo Yuden(6976.T) zogen um 13 Prozent an; Aktien des Chip-Zulieferers Sumco(3436.T) gewannen elf Prozent. Dagegen brachen die Anteilsscheine der Kaufhauskette J. Front Retailing(3086.T) nach enttäuschenden Geschäftszahlen bis zu zwölf Prozent ein.
Die Stimmung unter den großen japanischen Herstellern war einer Umfrage der Bank of Japan zufolge im abgelaufenen Quartal zwar auf den besten Wert seit 2018 gestiegen. Für die kommenden drei Monate rechnen die Unternehmen jedoch mit einer Verschlechterung der Geschäftslage. Als Gründe nannten sie steigende Kosten und mögliche Lieferengpässe infolge des Konflikts in Nahost.
In China sorgten robuste Daten aus der Industrie für positive Impulse. Der Shanghai Composite Index(.SSEC) notierte leicht fester. Das verarbeitende Gewerbe in der Volksrepublik expandierte im Juni den siebten Monat in Folge und verzeichnete damit das stärkste Quartal seit Ende 2020, wie eine Unternehmensumfrage ergab. Trotz der Kursgewinne blieben jedoch Sorgen über ein ungleichmäßiges Wachstum der Wirtschaft bestehen. Investoren treibe das schwache Verbrauchervertrauen angesichts des Drucks auf dem Arbeitsmarkt sowie negative Vermögenseffekte durch den anhaltenden Abschwung am Immobilienmarkt um, erklärten die Experten von Goldman Sachs.
(Bericht von Satoshi Sugiyama, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)