29.06.26
14:41
Reuters
Frankfurt, 29. Jun (Reuters) - Wieder aufgeflammte Spekulationen um eine Fusion mit der US-Tochter T-Mobile(TMUS.O) setzen der Deutschen Telekom(DTEGn.DE) zu. Die Aktien des Bonner Konzerns fielen am Montag um bis zu 5,7 Prozent und gehörten damit zu den größten Verlierern im Dax(.GDAXI). Die Papiere von T-Mobile gaben an der Wall Street um gut vier Prozent nach. Auslöser der Verkäufe war ein Bericht des "Handelsblatts", demzufolge Konzernchef Tim Höttges mit Hochdruck die Pläne für eine Verschmelzung ausarbeiten lässt.
Vor einigen Monaten hatten Insider erstmals von den Überlegungen berichtet, Telekom und T-Mobile in einer Holding zu bündeln. Auch damals gaben die Aktien der beiden Unternehmen nach. Experten bezweifelten, dass der Unternehmenswert durch eine derartige Transaktion gesteigert werden könne. Das Einsparpotenzial sei relativ gering. Es bestehe sogar die Möglichkeit, dass der neue Gesamtkonzern niedriger bewertet werde als die Summe seiner Teile. US-Investoren seien nicht daran interessiert, sich durch die Fusion ein europäisches Unternehmen mit vergleichsweise schwachem Wachstum ins Portfolio zu holen. Telekom und T-Mobile kommen auf eine zusammengerechnete Marktkapitalisierung von 326 Milliarden Dollar. Der Börsenwert von SpaceX liegt bei rund zwei Billionen Dollar.
Dem aktuellen "Handelsblatt"-Bericht zufolge treibt Höttges die Fusionsbemühungen als Reaktion auf den Börsengang von SpaceX voran. Starlink, die Satelliten-Tochter des Weltraumkonzerns, gilt als wachsende Konkurrenz für klassische Telekommunikationskonzerne. Der "Financial Times" zufolge plant das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk in den USA einen eigenen Mobilfunkdienst für Privatkunden. Starlink hatte entsprechende Frequenzen erworben. Die Europäische Union (EU) will einen Großteil des Spektrums für heimische Satelliten-Betreiber reservieren.
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Jörn Poltz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Frankfurt, 29. Jun (Reuters) - Wieder aufgeflammte Spekulationen um eine Fusion mit der US-Tochter T-Mobile(TMUS.O) setzen der Deutschen Telekom(DTEGn.DE) zu. Die Aktien des Bonner Konzerns fielen am Montag um bis zu 5,7 Prozent und gehörten damit zu den größten Verlierern im Dax(.GDAXI). Die Papiere von T-Mobile gaben an der Wall Street um gut vier Prozent nach. Auslöser der Verkäufe war ein Bericht des "Handelsblatts", demzufolge Konzernchef Tim Höttges mit Hochdruck die Pläne für eine Verschmelzung ausarbeiten lässt.
Vor einigen Monaten hatten Insider erstmals von den Überlegungen berichtet, Telekom und T-Mobile in einer Holding zu bündeln. Auch damals gaben die Aktien der beiden Unternehmen nach. Experten bezweifelten, dass der Unternehmenswert durch eine derartige Transaktion gesteigert werden könne. Das Einsparpotenzial sei relativ gering. Es bestehe sogar die Möglichkeit, dass der neue Gesamtkonzern niedriger bewertet werde als die Summe seiner Teile. US-Investoren seien nicht daran interessiert, sich durch die Fusion ein europäisches Unternehmen mit vergleichsweise schwachem Wachstum ins Portfolio zu holen. Telekom und T-Mobile kommen auf eine zusammengerechnete Marktkapitalisierung von 326 Milliarden Dollar. Der Börsenwert von SpaceX liegt bei rund zwei Billionen Dollar.
Dem aktuellen "Handelsblatt"-Bericht zufolge treibt Höttges die Fusionsbemühungen als Reaktion auf den Börsengang von SpaceX voran. Starlink, die Satelliten-Tochter des Weltraumkonzerns, gilt als wachsende Konkurrenz für klassische Telekommunikationskonzerne. Der "Financial Times" zufolge plant das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk in den USA einen eigenen Mobilfunkdienst für Privatkunden. Starlink hatte entsprechende Frequenzen erworben. Die Europäische Union (EU) will einen Großteil des Spektrums für heimische Satelliten-Betreiber reservieren.
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Jörn Poltz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)